Haut
Winterpflege von Kopf bis Fuß

Mit sinkenden Temperaturen steigt das Pflegebedürfnis Ihrer Haut und Ihrer Haare. Hier sind die besten Tipps für optimale Winterpflege.

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Draußen ist es kalt, innen bläst die Heizung: Kein Wunder, dass die Haut im Winter oftmals ganz besonders trocken ist. Sie spannt nach dem Waschen, sie juckt und schuppt - und sie schluckt so durstig Feuchtigkeitsprodukte, dass man ständig nachcremen möchte.


Fehlen der Haut Fette, wird der mit den Jahren ohnehin dünner werdende Schutzmantel porös. Die natürliche Feuchtigkeit verdunstet leichter, die Folge: Die Haut trocknet aus und Fremdstoffe können ungebremst in sie eindringen, was sie noch empfindlicher macht. Wir haben zehn Tipps zusammengetragen - so kommen Sie gut durch den Winter.

  • Tipp 1: Reichhaltige Gesichtspflege

    Foto: fotolia

    Wenn die Temperaturen unter acht Grad sinken, verlangsamen die Talgdrüsen ihre Produktion, dafür gibt die Haut aber auch weniger Feuchtigkeit ab. Problematisch wird es, wenn wir von draußen ins Warme kommen. Die Wasserverdunstung steigt, die Haut wird trocken. Ein Effekt, der auch bei Wind entsteht. Unterstützung bekommt der Teint durch reichhaltigere Pflege und pflanzliche Öle, die der natürlichen Lipidschicht in der Haut ähneln. Das sind z. B. Oliven-, Argan-, Nachtkerzensamen oder Borretschsamenöl. Ebenso schützende Wirkstoffe gegen Kälte sind Sheabutter oder Linolsäure. Sogenannte Cold Creams sind übrigens keine Alternative zur normalen Gesichtscreme. Durch ihren sehr hohen Fettanteil schützen sie die Haut bei sehr eisigen Temperaturen - in warmen Räumen können sie aber zum Hitzestau führen. Daher am besten nur bei arktischen Temperaturen benutzen oder wenn Sie zu erweiterten Äderchen (Couperose) neigen.
  • Tipp 2: Sanfte Reinigung

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    Was man bei diesen Temperaturen im Winter an Cremes nicht sparen sollte, darf man dafür bei der Reinigung: Auf alkoholhaltige Gesichtswasser und Peelings sollten Sie bei kalten Temperaturen lieber verzichten. Morgens die Haut am besten nur mit Wasser reinigen. Wer nicht gänzlich ohne Reinigungsprodukte kann: Greifen Sie zu milden Lotionen oder Reinigungsmilch, die sind sanft zur Haut. Anschließend gut eincremen.
  • Tipp 3: SOS-Hilfe bei spröden Lippen

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    Nur rund um den Mund befinden sich vereinzelt Talgdrüsen, die zarte Lippenhaut selbst hat gar keine. Deshalb ist Fett von außen so wichtig. Lipbalms und Stifte mit pflanzlichen Wachsen und Ölen kümmern sich um die Reparatur spröder Lippen. Wenn die Lippen schon spröde sind, ganz regelmäßig pflegen, bis sie wieder schön geschmeidig sind. Und: Rissige Lippenhaut nicht mit der Zunge benetzen, anschließend trocknet sie nur noch mehr aus.
  • Tipp 4: Sonnenschutz nicht vergessen

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    In der dunklen Jahreszeit freut man sich über jeden Sonnenstrahl. Aber die Haut ist nicht ans Licht gewöhnt und extrem empfindlich. Benutzen Sie daher am besten Tagescremes, die einen hohen Lichtschutz enthalten. Wer im Winterurlaub ist, braucht richtigen Sonnenschutz, denn in den Bergen strahlt die Sonne viel intensiver. Bei sehr trockener Haut können normale Sonnencremes aber zu wenig Fett enthalten. Für diesen Hauttyp gibt es spezielle Wintersonnencremes.
  • Tipp 5: Pflege für den Körper

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    Auch wenn stundenlangens Aalen im schön heißen Badewasser gemütlich sein mag, die Haut wird dadurch leider ganz schön ausgelaugt. Baden Sie daher möglichst nicht länger als 15 Minuten und in maximal 35 Grad warmem Wasser. Auch duftige Schaumbäder trocknen die Haut aus - besser sind Öl- oder Cremebäder. Nach dem Duschen und Baden sollte man sich immer gut eincremen - im Winter eignen sich reichhaltige Lotionen oder Body-Butter. Ideal sind Produkte mit starken natürlichen hauteigenen Feuchtigkeitsbindern wie Urea (Harnstoff). Dieser Wirkstoff hilft, die Barrierefunktion der trockenen Haut wiederherzustellen und den Wasserverlust zu normalisieren. Wenn die Haut ständig spannt, sollte man nicht immer nachcremen, sondern auf eine reichhaltigere Pflege umsteigen.
  • Tipp 6: Besonders trockene Stellen

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    Elenbogen und Beine neigen im Winter ganz besonders zu Trockenheit. Schuppigen Knien verpasst man am besten eine sanfte Abreibung - und zwar mit einer Mischung aus zwei Esslöffeln Zucker und einem Esslöffel Weizenkeimöl. Auch mineralhaltiger Schlamm aus dem Toten Meer macht die Haut schön zart. Jojoba-, Mandel-, Granatapfel- oder Olivenöl verleihen schuppigen Schienbeinen Feuchtigkeit. Produkte mit Sheabutter pflegen trockene Stellen intensiv.
  • Tipp 7: Zarte Hände

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    Bei Kälte entzieht der Stoffwechsel den Händen als Erstes die Wärme, Gefäße verengen sich, und die Durchblutung wird schlechter. Erste Maßnahme: Handschuhe tragen. Und häufig eincremen, besonders nach dem Waschen, der Handrücken besitzt kaum Talgdrüsen und Unterhautfettgewebe. Handmassagen mit reichhaltiger Creme halten die Haut geschmeidig. Ein SOS-Balsam mit heilendem Ringelblumenextrakt mildert kleine Risse und trockene Stellen.
  • Tipp 8: Füße nicht vergessen

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    Auch für die Füße gilt: Wenn eincremen, dann richtig. Wenn sie sehr spröde sind, kann eine Maske z.B. mit Mandelöl helfen. Eine gute Alternative: Creme speziell gegen rissige Haut dick auftragen, Baumwollsöckchen überstreifen und (eventuell über Nacht) einziehen lassen. Sehr raue oder sogar schon rissige Fersen werden mit einem Schrunden-Stick wieder schön weich. Er enthält neben Urea meist reizlinderndes Allantoin und Panthenol. Gegen Schrunden gibt es auch speziell geformte Feilen, die der natürlichen Form der Ferse nachempfunden sind.
  • Tipp 9: Auch die Kopfhaut braucht Pflege

    Foto: iStock/Thinkstock

    Kälte und Heizungsluft stressen auch die Kopfhaut. Dann reagiert sie gereizt, juckt und spannt, schlimmstenfalls kann es zu Entzündungen kommen. Um vorzubeugen, Haare nicht zu heiß waschen und nur wenig Shampoo nehmen (eine haselnussgroße Menge reicht). Schonend sind milde Shampoos, die den natürlichen pH-Wert der Haut wiederherstellen oder juckreizlinderndes Panthenol enthalten. Auf entfettende Peeling-Shampoos besser verzichten! Eine Ölkur mit Olivenöl pflegt die Kopfhaut: Öl unter einem Handtuch circa 30 Minuten einziehen lassen, dann mit einem milden Shampoo ausspülen. Fürs Styling gilt: Nicht zu nah an der Kopfhaut föhnen, die ideale Entfernung sind 15 bis 20 Zentimeter. Zum Stylen Haarspray und Schaumfestiger speziell für sensible Kopfhaut benutzen - sie sind unter anderem frei von Parfümstoffen und enthalten Alkohol, der besonders schnell verfliegt.
  • Tipp 10: Auf gutes Raumklima achten

    Foto: istockphoto

    Schlimmer als die Temperaturen im Winter sind für unsere Haut die beheizten Räume, in denen wir uns den größten Teil des Tages aufhalten. Denn trockene Luft entzieht Feuchtigkeit. Ideal ist eine Raum-Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Wichtig ist daher: Alle zwei Stunden kurz, aber richtig lüften. Und: Grünpflanzen sind die ökologische Alternative zu Luftbefeuchtern. Viel Feuchtigkeit verdunsten zum Beispiel Zimmerlinde, Zyperngras oder Goldfruchtpalme.
  • Text: Bettina Koch
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