Naturkosmetik
BioFach in Japan: Tokio im Bio-Fieber

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Für diese Preise sind Green-Glamour-Produkte in Japan immerhin auch glamourös untergebracht. Nur wenige Läden führen die Öko-Marken, beispielsweise das Traditionshaus Mitsukoshi, Tokios ältestes Kaufhaus in Ginza, in dem Tiegel und Tuben der Firmen Aésop, Daniele de Winter, Patyka und Aromatherapy in den cremeweiß beleuchteten Auslagen neben Lancômeund Chanel-Kosmetik liegen. Oder der Weleda-Laden "Weleda Natural Care Studio" im Tokioter Stadtteil Ebisu. In dem lichtdurchfluteten Shop mit Glasfront reihen sich in edlen Regalen aus hellem Holz die bunten Produkte; im ersten Stock gibt es sogar ein Massage-Studio mit vier Kabinen, in denen man sich mit Weleda-Pflege den ganzen Körper, Kopf, Rücken, Hände oder das Gesicht massieren lassen kann.

"Japanische Kundinnen sind sehr anspruchsvoll", erklärt Natalie Nonaka, Marketing Creator bei Weleda Japan, bei einem Rundgang durch den Weleda-Laden. "Sie benutzen drei bis fünf Produkte allein schon für die Gesichtspflege und sind sehr gut informiert, was Inhaltsstoffe betrifft - und sie sind sehr wählerisch."

Die Weleda-Wellness-Behandlungen sind darum Teil einer ausgetüftelten Marketing- Strategie: "Denn", so Natalie Nonaka stolz, "wir haben hier die Erfahrung gemacht: Wer einmal Weleda verwendet, bleibt dabei." Überzeugungsarbeit am Kunden will auch die Tokioter Dependance der BioFach leisten. Anders als in Deutschland ist die Messe in Tokio nicht nur fürs Fachpublikum geöffnet, sondern auch für Verbraucherinnen. Schließlich gilt der Bereich kontrollierte Naturkosmetik in Japan als ungeheurer Wachstumsmarkt.

  • Text: Christine Koischwitz
    Fotos: NürnbergMesse
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 05/09
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