Pflege mit Honig erlebt in der Beauty-Welt gerade sein großes Comeback: Viele Produkte setzen auf den süßen Wirkstoff, um Haut und Haare zu verschönern. Und immer mehr enthalten einen speziellen Nektar, der besonderes Schönheitspotenzial besitzt: Gelée Royale.
Es ist so konzentriert, dass Bienenköniginnen, die ausschließlich damit ernährt werden, ihr Gewicht in den ersten drei Tagen um das 1000-fache steigern. Zudem erhöht er ihre durchschnittliche Lebenserwartung von 40 Tagen auf ganze fünf Jahre. Während Kosmetikfirmen deshalb die Arbeit der Bienen schätzen, schlagen Imker Alarm, weil es von ihnen - zumindest in Europa - immer weniger gibt (siehe Interview auf Seite 3).
Das beunruhigt nicht nur die Unternehmen: Neben der Honigproduktion bestäuben Bienen mehr als 30 Prozent der Pflanzen, von denen wir uns ernähren. Ohne sie läge also ein Drittel weniger Obst und Gemüse auf unserem Teller. Um dem entgegenzusteuern, hat der Beauty-Konzern L'Oréal in Kooperation mit dem französischen Imkerverband eine Patenschaft für die Errichtung von Bienenstöcken übernommen und unterstützt eine Studie der italienischen Universität Turin, die den Gesundheitszustand von Bienen untersucht. Auch die Naturpflegemarke Weleda förderte im letzten Jahr den Erhalt von Lebensräumen für Bienen.

















