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Antioxidanzien: Schönheit für Gourmets

Kosmetik mit Antioxidantien

Ein Löffel Joghurt für mehr Feuchtigkeit, ein Stück Papaya, um erste Fältchen zu glätten? Antioxidanzien in Obst und Gemüse schützen vor Hautalterung. Mehr Beauty-Geheimnisse.

Antioxidanzien gegen Hautalterung

Die meisten Frauen achten heute auf eine gesunde Ernährung: statt schwerer Schweinshaxe lieber ein leichtes Putensteak, vitaminreicher Salat mit Antioxidanzien statt fettiger Pommes frites. In Italien gibt es seit kurzem sogar Snack-Automaten, die frisches Obst anbieten - und selbst in der Sesamstraße isst das Krümelmonster mittlerweile Gemüse statt Kekse. Wie wichtig das richtige Essverhalten auch für die Haut ist, zeigen neue Forschungsergebnisse: "Die Hautalterung wird zu etwa 70 Prozent von freien Radikalen ausgelöst, die z. B. durch UV-Licht, Stress oder Nikotin entstehen. Mit schützenden Antioxidanzien aus Obst und Gemüse lassen sich diese wirksam bekämpfen", so Prof. Dr. med. Christoph Bamberger, Direktor des Medizinischen Prävention-Centrums Hamburg. In den USA haben vor kurzem spezielle Fastfood-Restaurants eröffnet, die ihren Gästen Menüs anbieten, die den Alterungsprozess verlangsamen sollen (www.zonecafe.com). Jetzt kommen die köstlichen Beauty-Stoffe auch in Haut- und Haarpflege immer häufiger zum Einsatz. Die wichtigsten natürlichen Beauty-Produkte mit Antioxidanzien im Überblick:

Ananas - das Symbol der Gastfreundschaft

Nachdem Kolumbus die Frucht Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa brachte, waren die Engländer so begeistert, dass sie zum Geschenk für besondere Gäste wurde. Wie gesund das süße Obst ist, entdeckte man dagegen erst Mitte des 20. Jahrhunderts: Das Fruchtfleisch enthält das Eiweiß spaltende Enzym Bromelain und kurbelt so die Verdauung an. In Pflegeprodukten sollen die Extrakte den Teint reinigen, verfeinern und die Hautelastizität verbessern.

Aprikose - Samen der Sonne

Das Rosengewächs wurde bereits vor über viertausend Jahren in Nordchina kultiviert, über die Seidenstraße gelangte es schließlich ins Römische Reich, von persischen Dichtern wurde seine goldgelbe Frucht als "Samen der Sonne" bezeichnet. Durch den hohen Vitamin- B5-Gehalt stärken sie die Nerven, Folsäure regt die Blutbildung und Zellerneuerung an. In Pflegeprodukten verwendet man vor allem das feuchtigkeitsbindende Öl - die zerriebenen Kerne glätten in vielen Peelings müde Haut.

Grapefruit - ein Gute-Laune-Macher

Die bittersaure Frucht regt nicht nur die Verdauung an, mit ihrem hohen Pektingehalt senkt sie auch den Insulinspiegel. Die antibakteriell wirkenden Extrakte kommen in vielen Pflegeprodukten für unreine Haut zum Einsatz, auch eine fettige Kopfhaut lässt sich damit ausgleichen. Das fruchtige Aroma hellt die Stimmung auf und wird gern in anregende Duftkompositionen gemixt.

Kokosnuss - der Duft des Sommers

Da das Pflanzenwasser in den Nüssen gleich nach dem Öffnen noch relativ steril ist, ersetzt es in den Anbauländern fehlendes Trinkwasser - in Kosmetikprodukten ist vor allem das feuchtigkeitsbindende Öl beliebt: Es pflegt Haut und Haare samtweich, und sein Duft erinnert an den Sommer. Reife Kokosnüsse enthalten zudem Phytosterole, das sind Pflanzenhormone, die die Zellwände stabil halten und so feinen Fältchen vorbeugen.

Hafer - Medizin aus dem Mittelalter

Im Mittelalter wurde regenerierender Haferbrei auf den Körper gegeben - in England ist es Brauch, einen Beutel Hafermehl in die Wanne zu hängen, um gereizte Haut zu beruhigen. Heute nutzt die Kosmetik die Extrakte für feuchtigkeitsarme, sensible Haut.

Joghurt - für frischen Atem

Die Kunst der Joghurtherstellung stammt vermutlich von den Thrakern, der Urbevölkerung der Balkanhalbinsel: Sie trugen bei der Schafzucht einen länglichen, mit Milch gefüllten Lammfellsack um den Gürtel, dessen Inhalt durch die Körperwärme gärte. Genau wie Milch enthält Joghurt viel Kalzium und ist daher gut für Zähne und Knochen, zudem mindert er den Anteil von Schwefelstoffen im Mund und sorgt für einen frischen Atem. Haut und Haare profitieren von seiner kühlenden, hautberuhigenden Wirkung, zudem enthält er jede Menge pflegende Mineralien und Proteine.

Papaya - Geheimnis der Indianer

Ihr Name stammt vermutlich von dem Wort "ababai", das in der karibischen Ursprache soviel wie Baum der Gesundheit bedeutet. Auch heute noch wird die Frucht von den Indianern des Anden- Hochplateaus als Heilmittel verwendet: Sie zerstoßen die schwarzen Kerne und nutzen den Extrakt, um Hautprobleme zu lindern. Die Kerne sind aber auch für europäische Beauty-Experten interessant. Sie extrahieren daraus das Eiweiß-Enzym Papain: Es beruhigt die Haut und soll zudem feine Linien glätten.

Pflaume - das blaue Wunder

Die blauen Früchte wurden bereits 150 Jahre v. Chr. von den Römern nach Italien gebracht. Während das Fruchtfleisch den Körper mit jeder Menge Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt und das Immunsystem stärkt, enthält der Kern einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren sowie Vitamin E. Das in Cremes eingearbeitete Öl zieht besonders gut in die Haut ein, pflegt sie angenehm zart und schützt vor freien Radikalen.

Reis - indisches Hochzeitsgeschenk

Die Sitte, ein Brautpaar mit Reis zu bewerfen, stammt ursprünglich aus Indien - in Europa nutzte man früher dagegen meistens Weizen. Heute kommen die weißen Körner auch in vielen Beauty-Produkten zum Einsatz: Sie versorgen die Haut mit Spurenelementen, Mineralsalzen und regen den Energiestoffwechsel der Zellen an.

Fotos: Ray ParkerProduktion: Birgit PotzkaiText: Melanie GrimsehlHaare und Make-up: Bobby Bujisic/ Bigoudi.Wir fotografierten im Kohmak Cococape Resort, Koh Mak

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Melanie Grimsehl

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