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Tomaten und Oliven: Pflege aus der Natur

Natur lässt grüßen: Für unsere Haut bedeuten Oliven und Tomaten vitaminreiche Pflege, Geschmeidigkeit und Schutz.

Kalt gepresst: Heiß begehrte Pflege aus der Natur

Eine weltweit angelegte Vergleichsstudie Ende der 50er Jahre brachte Erstaunliches zutage: Kaum jemand war so gesund wie die Bewohner der griechischen Insel Kreta. Und kaum jemand konsumierte täglich so viel Fett! Aber natürlich nicht irgendeines, sondern hochwertiges, reines Olivenöl. Seitdem haben Forscher das Öl unzählige Male analysiert und seziert, mehr als tausend biologisch aktive Inhaltsstoffe entdeckt, darunter Vitamin E, ungesättigte Fettsäuren und höchst wirksame Radikalfänger (Antioxidanzien). Die eignen sich bestens zur Pflege unserer Haut und Haare.

Und mit ihnen auch viele gesunde Eigenschaften, innerliche, aber auch äußerliche. Denn das Öl verträgt sich bestens mit unserer Haut, es ähnelt vom Aufbau her den hauteigenen Fetten (Lipiden). Besonders von trockenen und strapazierten Partien wird es gut aufgenommen, verbessert den Zellzusammenhalt und stärkt so die Schutzfunktionen der Hornschicht. Ideale Voraussetzungen, um das Öl in Produkten für die Pflege unseres Körpers und in Duschcremes für fettarme, sensible Haut einzusetzen (auf der Verpackung steht "Olea Europaea").

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe auch wirklich bis zum Einsatzort gelangen, beziehen viele Kosmetikhersteller nur natives, kalt gepresstes Olivenöl der höchsten Güteklasse. Etwa aus dem kleinen Dorf Buti, an der "Strada del Olio" in der italienischen Toskana gelegen. Hier werden die Oliven noch nach alter Tradition per Hand geerntet und am selben Tag zwischen Granitsteinrädern zu Brei zermahlen. In einer Zentrifuge trennen sich anschließend Öl, Wasser und Feststoffe, dabei darf die Temperatur 27 Grad nicht übersteigen. Sonst könnten die Vitamine und Antioxidanzien Schaden nehmen. Eine lohnenswerte, aber mühselige Arbeit: Bis zu sieben Kilo Oliven müssen zermahlen werden, um einen Liter Öl zu erhalten.

Die Natur macht's: Weiche Schale, harter Kern und ganz viele Blätter

Nicht nur im Öl der Oliven stecken eine Menge hautpflegender Substanzen. Auch in den Blättern der Bäume konnten französische Forscher hoch wirksame Radikalfänger nachweisen. Dort waren sie sogar in noch stärkerer Konzentration vorhanden als im Öl.

Labortests zeigten, dass insbesondere der Bitterstoff Oleuropein die Bildung elastischer Fasern in der Haut anregen kann. Diese straffende Wirkung wird nun verstärkt in der Anti-Age-Pflege eingesetzt. Dazu werden die Blätter pulverisiert, in Wasser gelöst und für Gesichts-, Körpercremes und sogar Make-ups verwendet. Insgesamt haben die Blatt-Extrakte ein enorm hohes Schutzpotenzial, nicht nur für reife oder trockene Haut. Vitamin E wirkt zellerneuernd, verbessert den Feuchtigkeitsgehalt und kann Schäden durch UV-Licht verhindern. Phytosqualan, ein flüssiges, farb- und geruchloses Öl, hat rückfettende und hautglättende Eigenschaften und macht sich gut in Foundations und Intensivpflege. Und sogar die Kerne der Oliven sind kosmetisch von Nutzen. Feinst zermahlen werden sie in Peeling-Produkten verarbeitet, um Hornschüppchen zu lösen und den Teint zu verfeinern.

Gesunder Glanz für die Haare

Schon in der Antike wurde Olivenöl als Kur und Glanzgeber für die Haare verwendet. Besonders bei kräftigen oder naturkrausen Haaren kann man es einfach pur in die Spitzen kneten. Es legt sich wie ein Film auf die Oberfläche, bindet Feuchtigkeit und glättet strapazierte Stellen. Da das Öl jedoch sehr reichhaltig ist, eignet es sich nicht für jeden Haartyp. Feine und normale Haare macht das pure Öl strähnig, und es lässt sich nur schwer wieder rauswaschen. Verarbeitet in Shampoos, Spülungen und Haarkuren ist das zwar anders. Die Produkte sind aber trotzdem in erster Linie für stumpfe, trockene Haare gedacht, die eine Portion Glanz gut vertragen können.

Schön rot werden

Tomaten enthalten viel Wasser, wenig Kalorien, dafür aber Vitamine, Mineralstoffe und Fruchtsäuren. Das klingt alles in allem ja schon äußerst gesund, neuere Studien bescheinigen den "Goldäpfeln" (so nennen sie liebevoll die Italiener: "pomo d’oro") aber noch mehr Wirkung. Neun Testpersonen aßen zehn Wochen lang täglich 40 Gramm Tomatenmark mit etwas Olivenöl. Danach stellten Forscher fest, dass sich das hauteigene Schutzsystem gegenüber schädlichen UV-Strahlen deutlich erhöht hatte. Verantwortlich fürs gute Abwehrverhalten ist der Stoff, der den Tomaten die schöne rote Farbe gibt: Lycopin (auch Lycopen genannt), ein starker Radikalfänger. Er schützt die Zellen vor Radikal-Attacken durch Sonnenlicht, Zigarettenrauch, Stress oder Umweltverschmutzung. So widerstandsfähig, wie Lycopin die Zellen macht, ist es zum Glück auch selber. Erhitzen kann ihm nichts anhaben. Deshalb steckt es nicht nur in frischen Früchten, sondern auch hoch konzentriert in Ketchup, Tomatensoße und Saft. Inzwischen gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass ein hoher Lycopinspiegel im Blut sogar vor Krebs schützen kann. Angetan vom großen Potenzial der Tomate haben amerikanische Forscher der Oregon State Universität (USA) gerade begonnen, Tomaten mit noch mehr gesundheitsfördernden Zusätzen zu züchten. Sie reicherten sie mit Flavonoiden an, die eigentlich nur in roten Weintrauben, Brombeeren, Rotkohl und Kirschen zu finden sind. Diese dunklen Farbstoffe (Anthocyanine) sollen Herzkrankheiten vorbeugen.

Tomaten zum Schlucken und Cremen

Natürlich haben auch Kosmetikforscher den großen Nutzwert von Lycopin erkannt. Um die Schutz- und Reparaturmechanismen der Haut anzukurbeln, wird es in Seren und Tagespflege verarbeitet. Ebenso in Nahrungsergänzungsmitteln mit Anti-Aging-Effekt, die unter anderem an 90 Frauen in der Menopause getestet wurden. Sie schluckten ein halbes Jahr lang drei Kapseln täglich, anschließend wurden winzige Hautproben entnommen und untersucht. Das Bindegewebe war tatsächlich praller und dichter geworden, die Haut sichtbar glatter. Über die Frage, was der Haut am meisten bringt (Nahrungsergänzung oder Creme mit dem gleichen Wirkstoff), streiten sich die Experten. Eine Studie aus Kanada konnte nun belegen, dass eine Kombination aus beidem am besten wirkt.

Text: Christina Gath

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