Pflege aus der Natur
Naturkosmetik für die Haarpflege

Shampoo mit Meersalz, Pflanzenfarbe mit Rhabarber, Haarspray mit Rohrzucker:Welche Naturkosmetik eignet sich zur Haarpflege? Wir verraten es.

  • 0 Kommentare
  •  
  •  
In diesem Artikel:

Immer mehr Haarpflege-Labels setzen auf Naturkosmetik - das Angebot natürlicher Pflege fürs Haar ist mittlerweile so riesig, dass man sich häufig gar nicht mehr zurechtfindet: Während einige Unternehmen (z. B. Dr. Hauschka, Weleda, Tautropfen oder Logona) konsequent auf rein pflanzliche Inhaltsstoffe achten, kombinieren andere ganz bewusst natürliche mit Hightech-Wirkstoffen (z. B. in "Essensity" von Schwarzkopf Professional, "Biolage" von Matrix oder "Série nature" von L'Oréal Professionnel): "Um eine optimale Leistung zu erreichen, setzen wir neben unseren Bio-Extrakten wie Sesam oder Eukalyptus vereinzelt auch synthetische Inhaltsstoffe ein - zum Beispiel für eine brillante Farbe oder extremen Halt", so Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin der Produktentwicklung für Haarpflege bei Schwarzkopf & Henkel. Wer es genau wissen möchte, schaut auf die INCI-Liste, fragt eine Fachverkäuferin, achtet auf das deutsche BDIH-Siegel, das französische Ecocertoder oder das europäische NaTrue-Label.

Haarpflege: ist natürlich besser?

Das ist im Prinzip reine Geschmackssache und kommt auf die individuellen Bedürfnisse an: Natürliche Pflege fürs Haar kann heute bereits die meisten Haarprobleme lösen - man muss allerdings in Kauf nehmen, dass sie aufgrund der milderen Zusammensetzung oft nicht die gleichen Soforteffekte erzielen, anders riechen und ihre Anwendung manchmal aufwändiger ist. Wer sein Haar zum Beispiel mit Lava-Erde wäscht, kommt selbstverständlich ohne chemische Tenside aus, braucht aber anschließend mehr Zeit, um die Rückstände komplett auszuspülen, sonst wirkt das Haar leicht stumpf. Natürliche Haarpflege-Produkte enthalten auch keine Silikonöle, die strapaziertes Haar sofort kämmbar machen. Das ist gut für Frauen mit wenig Volumen, die häufig das Gefühl haben, dass sich die chemischen Weichmacher auf ihrem Haar anlagern und es beschweren.

Andererseits gibt es mittlerweile auch konventionelle Produkte, die mit pflanzlichen Wirkstoffen arbeiten und bewusst auf diese Inhaltsstoffe verzichten (z. B. "Fructis Volumen Re-Struktur" von Garnier oder "Olivenöl Spülung Limoni di Amalfi" von Medipharma Cosmetics). Wer auf synthetische Farb-, Konservierungs-, synthetische oder natürliche Duftstoffe reagiert, sollte grundsätzlich zu Haarpflege-Produkten greifen, bei denen diese Stoffe weggelassen werden (z. B. "Shampoo Sensitive" von Sebamed, "Neutral Dusch-Shampoo" von Lavera, "Pur Shampoo & Duschgel" von Logona).

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  • Fotos: Bettina Lewin
    Produktion: Merle Rebentisch
    Haare & Make-up: Eva Hennings/Close up
    Text: Melanie Grimsehl
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 17/09
  • 0 Kommentare
  •  
  •  
Sie interessieren sich für unsere Themen? Kostenlosen Newsletter bestellen

BRIGITTE im Abo

Jetzt bis zu 30% sparen
und Geschenk sichern