Naturkosmetik
Kosmetik mit Rose

Die Rose ist wertvoller Inhalt für Kosmetik-Produkte. Lüften wir ihr Geheimnis!

In diesem Artikel:

Das Geheimnis der Rose

Eines Tages trafen sich eine Rose und ein Gänseblümchen in einer Vase, die eine fantasiebegabte Fünfjährige befüllt hatte. Da sich die beiden sonst eher selten in nächster Nähe begegnen, nutzte das Gänseblümchen die einmalige Gelegenheit, der Rose endlich mal ordentlich die Meinung zu sagen (denn so schüchtern, bescheiden und anspruchslos, wie man immer sagt, ist das Gänseblümchen in Wahrheit gar nicht).

Das Eau de Toilette "Rose Nuit de Mai" von L'Occitane duftet nach wilden Rosen und Mairosen in Verbindung mit Veilchen und Brombeere. Für den blütenzarten Teint: loser Puder von T. LeClerc und rosa Puderquaste von Caron.

Das Eau de Toilette "Rose Nuit de Mai" von L'Occitane duftet nach wilden Rosen und Mairosen in Verbindung mit Veilchen und Brombeere. Für den blütenzarten Teint: loser Puder von T. LeClerc und rosa Puderquaste von Caron.

"Hey, Rose", sagte das Gänseblümchen, "was ich dir schon immer mal sagen wollte: Ich finde es nicht so gut, dass du dich einfach Königin der Blumen nennst. Erstens sind andere Blumen auch schön, und zweitens, seit wann sind wir eigentlich eine Monarchie? Den Titel Königin sollte man sich verdienen, nicht allein wegen seiner noblen Herkunft verliehen bekommen." Die Rose errötete noch ein wenig mehr als ohnehin schon und wirkte für einen kurzen Moment, als sei ihr schon wieder eine Blattlaus über den Stiel gelaufen (denn so stolz, arrogant und abgehoben, wie man sagt, ist die Rose in Wahrheit ebenfalls gar nicht).

Doch schnell erlangte sie ihre Würde wieder und sprach: "Aber liebes Gänseblümchen, jetzt reg dich doch nicht so auf. Zuerst einmal ist das mit der Königin nur eine Art Spitzname, den hat mir die Dichterin Sappho schon um 600 vor Christi verliehen: 'Es erröten wie die Mädchen nun die Hecken, seht nur hin, oh die Rosen, ach die Rose ist der Blumen Königin . . . ' " "Ja, ja", sagte das Gänseblümchen, "und sonst?"

"Was meine Herkunft betrifft: Es ist nun mal wahr, dass schon vor mehr als 3000 Jahren für meine sorgsame Aufzucht und Kultur gesorgt wurde, in Persien, dann in China, in Ägypten, bei den Römern, in Griechenland . . . um nur einige zu nennen. Und ich wurde überall als Symbol der tiefen Zuneigung verehrt: In Griechenland weihten sie mich der Liebesgöttin Aphrodite, bei den Römern der Liebesgöttin Venus, bei den Germanen der Liebesgöttin Freya. Aber nur, weil ich gut kultiviert wurde, heißt es nicht, dass ich nicht auch eine wilde Seite habe. Zu meiner Familie, den Rosaceae, gehören auch ganz bürgerliche, bodenständige Pflanzen, zum Beispiel der Apfel, der Schlehdorn, die Quitte, der Weißdorn und auch der Frauenmantel", sagte die Rose, auch wenn man ihr anmerkte, dass ihr genau das ein bisschen peinlich war.

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  • Produktion: Birgit Potzkai
    Fotos: Oliver Schwarzwald
    Text: Sonja Niemann
    ein Artikel aus der BRIGITTE 05/10
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