Naturkosmetik

Die Wirkung macht's: Teebaumöl für alle Fälle

Teebaumöl gilt als die kleinste Hausapotheke der Welt und soll gegen (fast) alles helfen. Was ist dran an seiner Wirkung?

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Zimperlich sein dürfen Sie nicht, wenn Sie Teebaumöl ausprobieren: Es riecht, nett ausgedrückt, sehr nach Medizin! So fand es denn anfangs seine Fans auch hauptsächlich in Bioläden und Reformhäusern. Die Allround-Wirkung sprach sich aber schnell rum, und mittlerweile kriegt man es in Apotheken und Drogeriemärkten. Sogar im Internet finden sich jede Menge Bestelladressen und Infos, die die jahrtausendealten Erfahrungen mit dem ungewöhnlichen Öl beschreiben: Die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, schätzten nämlich den Teebaum genauso wie die Maori aus Neuseeland (dort heißt Teebaumöl Manuka). Sie zerrieben seine Blätter, um Wunden, Insektenstiche und Hautinfektionen zu behandeln. Oder bereiteten Aufgüsse, die Husten, Erkältungen, Hals- und Zahnfleischentzündungen und Muskelschmerzen lindern sollten.

Teebaumöl: Vernichtende Wirkung gegen Bakterien und Pilze

Unbestritten ist schon lange die antiseptische Wirkung des Öls: Es vernichtet Bakterien und Pilze - das wurde sogar in Studien bewiesen. Besonders spannend fanden die Wissenschaftler, dass Teebaumöl gegen Aknebakterien hilft. In einer australischen Untersuchung war Teebaumöl genauso wirksam wie das bekannte, aber auch aggressivere Mittel Benzoylperoxid (das juckt, brennt und im Tierversuch Hauttumoren gefördert hat). Die australischen Forscher empfehlen Teebaumöl-Produkte deshalb bei leichter bis mäßig schwerer Akne - die Konzentration des Öls darf allerdings nicht unter fünf Prozent liegen.

Teebaumöl, ein (Fast-)Alleskönner

Aber Teebaumöl kann noch viel mehr: Es wird zum Beispiel in Anti-Schuppen-Shampoos und -Kuren eingearbeitet, weil seine Wirkung die Durchblutung der Kopfhaut fördert und Pilze abtötet. Zusammen mit Ringelblume und Bienenwachs soll es in Handcremes selbst stark strapazierte Hände wieder weich und geschmeidig machen. Ein weiteres Plus: Es hält auch die Keime in Cremetopf und Tube in Schach, so dass keine zusätzlichen Konservierungsstoffe gebraucht werden. Lippenpflege-Stifte mit Teebaumöl sollen unangenehme Herpesbläschen bremsen - gegen die Viren selbst kann es vermutlich nichts ausrichten, wohl aber die Schmerzen lindern. In Zahnpasta oder Mundwasser beseitigt es Bakterien und beugt so Plaques und Zahnfleischbluten vor. Zusammen mit Lavendel- und Sonnenblumenöl pflegt es müde Füße, erweicht verhärtete Hornhaut und desinfiziert - ideal nach Sport und Schwimmbad. Teebaumöl-Deos verhindern die Zersetzung von Schweißbakterien. Insektenstiche können mit Teebaumöl eingerieben werden, damit sie weniger weh tun oder jucken. Zehn Tropfen im Badewasser sollen die Abwehrkräfte mobilisieren, Muskeln entspannen und vor Erkältungen schützen. Eine ähnliche Wirkung haben die Tropfen in Dampfbad und Sauna. Und in After-Sun-Lotions und After-Shaves kann Teebaumöl gestresste Haut beruhigen und kühlen.

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  • Text: Christa Möller; Foto: Alan Ginsburg
    Die weiteren "Hinweise zum Kauf" stammen von Taorasis

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