Beauty Basics
Aromaöle: Was für ein Duft!

Ob zum Entspannen oder für neue Energie: Aromaöle zaubern eine schöne Stimmung. Man sollte aber nur ein paar Tropfen nehmen.

Wege zur Nase

Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, Aromaöle zu verteilen:
- Potpourri (beduftete, getrocknete Blätter)
- Pomander mit Duftsteinen (siehe rechts, z. B. von L'Occitane)
- Räucherstäbchen
- Wäschespray, Bügelwasser
- Schrankpapier, Duftkissen
- Duftbrunnen (befeuchtet gleichzeitig, z. B. von Primavera)

Aromaöle: Relaxen oder anregen?

Das sind die Top-Ten der Aromaöle:
Basilikum: Frischmacher, pustet den Kopf frei
Eukalyptus: Reinigungskraft, befreit die Atemwege und hilft bei dicker Luft
Geranie: Sandmännchen, löst Schlafprobleme
Lavendel: Antistressor, wirkt entspannend
Melisse: Beruhigungsmittel, stärkt die Nerven
Neroli: Stimmungsaufheller, hebt die Laune
Pfefferminz: Energiespender, beugt Durchhängern vor
Rose: Friedensstifter, baut Anspannung ab
Ylang-Ylang: Aphrodisiakum, soll erotische Gefühle wecken
Zitrus: Muntermacher, fördert die Konzentration

Aromaöle: Dunkel hält länger

Aromaöle, auch ätherische Öle genannt, sind licht-, luft- und temperaturempfindlich und müssen daher in dunklen Gläsern aufbewahrt werden. Dann sind Aromaöle viele Jahre haltbar. Ausnahme: Zitrusöle - die halten nach Anbruch etwa ein Jahr.

Lieber nicht!

Duftlampe nicht rund um die Uhr brennen lassen, bei Dauergebrauch werden die Sinne überreizt. Außerdem können bei der vollständigen Verbrennung krebserregende Substanzen freigesetzt werden. Aromaöle deshalb lieber nur gezielt ein bis zwei Stunden täglich einsetzen.

Drei Fragen an Professor Dr. Hanns Hatt, Duftforscher an der Ruhr-Universität Bochum

Ob man einen Duft mag oder nicht, ist ja sehr individuell. Gibt es Aromen und Aromaöle, die alle Menschen lieben?
Bisher ist nur vom Orangenaroma bekannt, dass es nahezu weltweit als angenehm empfunden wird. Alles andere hängt vom Kulturkreis und der Erziehung ab, also davon, wie man einen Duft kennen lernt.

Weshalb machen manche Aromaöle Kopfschmerzen?
Das kann passieren, wenn die Dosierung zu hoch ist oder die Aromaöle mit Lösungsmitteln gestreckt sind. Unsere Riechzellen sind sehr empfindlich, und ein zu konzentrierter Duft wird als unangenehm empfunden, da er zusätzlich den Schmerznerv Trigeminus aktiviert - das kennt man zum Beispiel von Menthol, Rosmarin und Eukalyptus. Kleine Kinder reagieren übrigens besonders empfindlich. Eine starke Duftkonzentration im Raum kann sich über die Haut und die Bronchien auf den ganzen Körper auswirken. Erste Allergien sind vorprogrammiert.

Wie erkennt man die Qualität eines Öls?
Beim Kauf am besten darauf achten, dass die ätherischen Öle "100 Prozent naturrein" sind - das heißt, dass die Düfte keine synthetischen und naturidentischen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe enthalten.

  • Text: Marina Knippel
    Stills: Sebastian Denz
    Illustration: Armin Metzger
    BRIGITTE Heft 02/2006
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