"Ich fühle mich sehr wohl und weiblich"

Für Tamara hatte sich Johny Dar etwas ganz Besonderes überlegt: ein Action-Painting, bei dem er sie im Stakkato-Akkord mit Farbe bewarf. Das Ergebnis? Präsentierte Tamara nur allzu gern auf der Berliner Torstraße.

Tamara, 34 Jahre

Tamara, 34 Jahre: Tamaras Familie stammt von den Seychellen: "Ich bin es gewohnt, dass die Leute mich anschauen, weil ich exotisch aussehe."

Tamaras Familie stammt von den Seychellen: "Ich bin es gewohnt, dass die Leute mich anschauen, weil ich exotisch aussehe."

Warum bist du heute hier? Ich bin immer schon BRIGITTE-Fan, hatte die Aktion zufällig gesehen und dachte: Ja, das ist es. Body-Painting fand ich schon immer sehr künstlerisch und wollte das gerne mal ausprobieren.

Wie würdest du die Beziehung zu deinem Körper beschreiben? Natürlich denkt man als Frau immer: Das und das ist zu dick. Aber im großen und ganzen bin ich zufrieden mit meinem Körper und denke, dass ich ihn zeigen kann.

Wie fühlst du dich, wenn du nackt bist? Nackt (lacht). Die ersten paar Minuten ist es vielleicht komisch, aber dann okay. Ich gehe auch gern in die Sauna. Natürlich sind oft alle Augen auf mich gerichtet, weil ich dunkelhäutig bin und dadurch exotischer aussehe.

Was glaubst du, wie es sich anfühlen wird, heute bemalt zu werden? Ich glaube, es ist ein schönes Körpergefühl. Auf jeden Fall etwas Neues – sehr aufregend, aber auch anstrengend.

Wie fühlst du dich bezüglich deines Aussehens? Ich glaube, ich muss mich nicht verstecken und bin eigentlich sehr zufrieden.

Was bedeutet Schönheit für dich? Schönheit ist relativ und immer unterschiedlich. Es können ganz banale Dinge schön sein, ein Stein zum Beispiel. Generell finde ich "Schönheit" kein gutes Wort.

Tamaras Verwandlung in Bildern

Tamaras Verwandlung in Bildern

Was tust du denn, damit du dich schön fühlst? Wahrscheinlich was viele Frauen machen: mich pflegen, Sport, gesunde Ernährung.

Beschreib uns mal bitte deine Beziehung zu Essen und Ernährung. Ich bin absolute Genießerin. Essen ist fast besser als Sex! Ich esse wirklich für mein Leben gern. Das hängt auch mit meiner Familie zusammen, denn wir kochen und essen alle sehr gern.

Ernährst du dich auf eine besondere Art und Weise? Bist du Veganerin oder Vegetarierin? Ich esse eigentlich so ziemlich alles, aber ich versuche, es ausgewogen zu halten.

Und was machst du für deinen Körper und deine Gesundheit? Ich mach Yoga, gehe joggen und schwimmen. Ich hab schon mein Leben lang Sport getrieben. Ohne könnte ich nicht.

Wiegst du dich regelmäßig? Nein, ich hab noch nicht mal eine Waage. Ich wiege aber glaube ich seit Jahren ungefähr das Gleiche.

Was bedeutet Frausein für dich? Einerseits bin ich sehr froh, eine Frau zu sein und spiele gerne damit. Ich fühle mich sehr wohl und weiblich in meinem Körper. Andererseits ist es in Gleichberechtigungsfragen mitunter schwer, eine Frau zu sein, auch wenn wir hier in Deutschland natürlich gesegnet sind.

Und was bedeutet Sexualität für dich? Ähnlich wie essen: Leidenschaft und Genuss!

Wie bringst du deine Sexualität zum Ausdruck? Indem ich mich auf eine bestimmte Art kleide, bewege oder auch wie ich spreche. Da gibt es viele Möglichkeiten.

Wie beeinflusst deine Kleidung deine Gefühle und deine Stimmungen? Eine Zeit lang habe ich am Vorabend immer meine Kleidung für den nächsten Tag rausgelegt. Mittlerweile kleide ich mich aber tatsächlich stimmungsabhängiger und entscheide morgens spontan, wonach mir ist.

Wie ist deine Meinung zur Modeindustrie? Ich liebe Mode und finde es toll, dass wir sie hier in Deutschland auch so ausleben dürfen.

Was war das Mutigste, was du in deinem Leben bisher gemacht hast? Aus dem Flugzeug zu springen.

Welche Erfahrung hat dein Leben am meisten verändert? Negativ definitiv als meine Mutter vor 15 Jahren gestorben ist. Das war natürlich sehr einschneidend und bewegend. Positiv meine Reise im vergangenen Jahr. Ich war ein halbes Jahr lang alleine in Asien und Australien unterwegs. Das war schon immer mein Traum.

Was glaubst du, wird heute die größte Herausforderung für dich sein? Nackt zu sein. Und den ganzen Tag als „Model“ zu arbeiten.

Und diese Fragen haben wir Tamara nach dem Body-Painting gestellt

Tamara, 34 Jahre: Tamara über sich selbst: "Ich halte mich nicht für fotogen." Sehen wir ganz anders!

Tamara über sich selbst: "Ich halte mich nicht für fotogen." Sehen wir ganz anders!

Wie würdest du rückblickend den Tag heute beschreiben? Verrückt und aufregend. Ich könnte es jeden Tag machen und hatte das Gefühl, selbst Teil der Kunst zu sein.

Und jetzt nochmal im Vergleich: Wie hast du dich vorher gefühlt? Ich war aufgeregt und wusste gar nicht, was auf mich zukommt.

Und jetzt? Oh mein Gott! (lacht) Es hat meine Erwartungen definitiv übertroffen und war eine der besten Erfahrungen, die ich je gemacht habe.

Haben die Farben, die benutzt wurden, deine Stimmung beeinflusst? Ja, mit jeder Farbe mehr. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob die vielen bunten Farben zu mir passen. Aber spätestens als wir draußen im Garten fotografiert haben, war ich überzeugt.

Meinst du, der Tag hat auch langfristig etwas für dich verändert? Das hoffe ich. Ich denke, man nimmt aus jeder Erfahrung ein Stück mit. Nackt auf die Straße zu gehen, war schon sehr aufregend.

Wie war die Zusammenarbeit mit Johny Dar? Ganz entspannt. Er ist sehr locker, gleichzeitig aber sehr kreativ und professionell.

Wie reagierst du normalerweise, wenn du fotografiert wirst? Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, halte mich aber nicht für sehr fotogen.

Wie fandst du heute das Fotoshooting? Es hat Spaß gemacht, war aber schon eine Herausforderung. Aber zum Glück waren tolle Leute hier, die mich gut angeleitet haben.

Was war die größte Herausforderung heute für dich? Tatsächlich die Fotos. Wie pose ich richtig? Wie schaffe ich es, nicht zu lachen oder zu quatschen? Ich musste mein natürliches Naturell zurücknehmen und mich eher wie ein Model verhalten. Das war schon Arbeit!

Was hat dir am besten gefallen? Als ich am Boden lag und die Neonfarben auf mich trafen. Und natürlich die Fotos auf der Straße.

Gab es einen Moment heute, der dir besonders in Erinnerung bleiben wird? Die „Dschungelfotos“ im Garten.

Würdest du es nochmal machen? Definitiv.

Fotos: Annette Riedl Creative Direction: Johny Dar Produktion: Laura Drühe Haare/Make-up: Silke Zeitz

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Für Tamara hatte sich Johny Dar etwas ganz Besonderes überlegt: ein Action-Painting, bei dem er sie im Stakkato-Akkord mit Farbe bewarf. Das Ergebnis? Präsentierte Tamara nur allzu gern auf der Berliner Torstraße.

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