Ai WeiWei: Never Sorry

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Bildschirmfoto 2012-06-13 um 18.22.23

“Darum dreht sich doch die Freiheit: alles in Frage zu stellen.” Dies ist nur eine von vielen Äußerungen Ai WeiWeis, für die ich den 54-jährigen Protestkünstler schätze und die, neben seinen eingägigen Projekten wie das Feld aus Porzellan-Sonnenblumenkernen oder die 9.000 Rucksäcke am Münchner Haus der Kunst, seit geraumer Zeit eine enorme Vorfreude auf den morgigen Filmstart von “Never Sorry” in mir weckt. Die amerikanische Regisseurin Alison Klayman erklärt in ihrer Dokumentation, für die sie Ai WeiWei drei Jahre lang mit der Kamera begleitete, warum der Systemkritiker in China mittlerweile göttergleichen Status erlangt hat – wenn er nicht gerade von der chinesischen Regierung ins Gefängnis gesteckt und gefoltert wird. Vielleicht bzw. vermutlich auch gerade deswegen. Wir sehen ihn umzingelt von seinen Anhängern, privat zu Hause, seinen gestreckten Mittelfinger an diversen Orten und hören auf der Tonspur die physikalische Bedrohung mit an. Ich hoffe für uns alle, dass Ai WeiWei noch lange unter uns bleibt. Dieser Film ist Pflichtprogramm!

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