Aus alt macht Couture: Schmidttakahashi F/W 13/14

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Wenn sich die Ärmel eines betagten Kapuzenpullis an einem dunkelblauen Kleid mit gülden bestickter Bordüre wiederfinden, dann steht man vermutlich gerade im Showroom des Berliner Upcycling-Labels Schmidttakahashi – und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Die erstaunliche Idee des fortlaufenden Wiederverwendungsprozesses von Eugenie Schmidt und Mariko Takahashi ist in Zeiten, in denen das Teilen eine Renaissance feiert und die Sehnsucht nach nachhaltigem Konsum zunehmend steigt, spannender und aktueller denn je. In der neuen Winterkollektion erfahren Modeklassiker wie der A-Linien-Rock, das Hemd oder der Blazer durch die Rekonstruktion mit mitunter gegensätzlichen Materialien eine textile Modernisierung.

Ein wunderschöner Baumwollstoff mit Porzellanmuster wird in intelligent geschnittenen Blusen wiederbelebt und ein cremefarbenes Stück Spitze aus einem ältlichen Etuikleid verschafft einem Strickkleid eine feminine Note. Flauschige Ärmel eines Grobstrickpullis nehmen dem Korpus einer beigen Lederjacke die Langeweile und vereinsamte Dreiecke aus Stoffresten vereinigen sich zu kubistischen Taschen.

Auf den Etiketten der Kleidungsstücke findet sich die ID-Nummer der einzelnen Bestandteile sowie ein QR-Code, mit dem die Herkunft der Stoffe über eine Online-Datenbank zurückverfolgt werden kann. Zusätzlich zu dieser “Unikate-”Linie produziert das Label künftig eine “Duplikate-”Linie, bei der in jedem Teil mindestens ein Stück gebrauchter Kleidung eingearbeitet wird. So sind auch diese Kleidungsstücke Angehörige des Kleider-Familienstammbaums von Eugenie und Mariko. Ein Stammbaum mit Zukunft.

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