Beschreiben nützt nichts!

„Beschreiben nützt nichts, ansehen!“, schrieb vor fast genau 100 Jahren Prof. Ludwig Borchardt, der die Büste der Nofretete unter Schutt und Wüstensand vergraben fand. Recht hat er! Der Kopf der über 3000 Jahre alten ägyptischen Königin ist so präsent, so aktuell – und ihr Make-up ist der Hammer: Mit Rötel gefärbte volle Lippen in einem dunklen Rosenholzton. Ein breiter Lidstrich, der das Auge umrundet, im Winkel nach außen gezogen. Die Augenbrauen in perfektem Bogen nachgezeichnet. Auch viele Alltagsgegenstände wurden gefunden, die meisten werden hier zum ersten Mal gezeigt: Zum Beispiel Gefäße für Duft-Öle oder Khol (Kajal). Einige sehen aus wie aktuelle Mascaras, schmal und schlank, andere wie kleine Puderdöschen. Verteilt wurde Khol mit unterschiedlich langen Schminkstäben, die kleinen erinnern mich an meinen YSL-Stift, mit dem ich jeden Morgen meinen Puder-Eyeliner auftrage (Pure Chromatics Eyeshadow Quads). Es gibt Handspiegel aus Bronze, Kämme und Haarnadeln aus Holz und Elfenbein und kleine Löffel für Salb-Öle. Ehrlich, die Ausstellung ist ein Muss für Beauty-Junkies!
Ausstellung „Im Licht von Armana“, Neues Museum, Bodestraße 1, 10178 Berlin, bis 13.4.2013, täglich 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr.
Schlagwörter: Berlin Neues Museum, Kajal, Khol, Lidstrich, Ludwig Borchardt, Nofrete, rote Lippen


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Ha, diese Lippen habe ich direkt erkannt! Muss aber zugeben, dass ich schon seit frühester Kindheit ein Nofretete-Fan bin!^^