Die neuen City-Guides von Louis Vuitton

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Ich habe einen kleine Neffen. Der heißt - aufpassen (!) - Louis und und wird im Dezember drei Jahre alt. Da mein Bruder schon immer wenig mit Silberlöffeln von Cartier oder Babybürsten von Tiffany & Co. anfangen konnte - und ich Sparbücher für wenig einfallsreich und Staatsanleihen für ebenso wenig rentabel halte, habe ich meinem Neffen zur Taufe Aktien gekauft. Na gut, erst einmal habe ich sie mir gekauft, weil man mit zehn Monaten bei einer Bank wohl leider noch kein Depot eröffnen kann. Drei LVMH-Aktien hat er also von mir bekommen (zum Vergleich: drei LVMH-Anteilscheine sind heute, am 8. August 2012 um 15.17 Uhr so viel wert wie 102,78 Wertpapiere der Commerzbank). Warum noch? Wie schon gesagt: Mein Neffe heißt Louis.

Und so herzallerliebst dieses Taufgeschenk nun gewesen sein mag: Seitdem bin ich doch, streng genommen, stark in der Bredouille, wenn es um meine journalistische Unabhängigkeit hinsichtlich Luxuslederwaren, Champagner und Cognac geht. Wenn ich es also ganz genau nähme, dürfte ich wohl weder mit Marc Jacobs sprechen noch die neue Kooperation mit Yayoi Kusama ankündigen, geschweige denn über mein fast unerträglich starkes Verlangen danach schreiben, mein Bücherregal ab 15. Oktober mit den neu aufgelegten City-Guides aus dem Hause Louis Vuitton zu dekorieren. Schwierige Situation. Vor allem, wenn besagte Büchlein in solch hübschen Dessins daherkommen, mehr als 10.000 Tipps und Adressen für insgesamt 40 Städte liefern, in jedem City-Guide eine Persönlichkeit des kulturellen oder öffentlichen Lebens dieser Stadt (ob Dirigent, Cartoonzeichner oder Alpinskifahrer) ihre persön­lichen Lieblingsorte vorstellt, die einzelnen Bände mit 25 Euro doch recht fair bepreist sind und es zu den einzelnen City-Guides auf Youtube nach und nach Kurzfilme geben wird, die, parallel zu den Büchlein, die Stadt porträtieren werden.

Ich hoffe nur, mein Neffe wird mir das eines Tages danken. Aber dann weiß er ja, womit er seiner alten Tante eine Freude machen kann!

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1 Kommentar
Lisa
8. August 2012

Also die Aktien-Idee finde ich absolut famos - das merke ich mir für meine Neffen & Nichten, die da noch kommen mögen!

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