DIY: Patchwork-Decke für guten Zweck

Eigentlich müsste dieser Blogpost “Bloß nicht den Wal falsch herum annähen, BLOß nicht den Wal falsch herum annähen” heißen. Ich konnte an nichts anderes denken, als ich die bunte Patchwork-Decke im Rahmen des Social Patchworking gemacht habe. Ist aber gut gegangen, alle Wale schauen in die richtige Richtung.
Vor kurzem leitete mir Kollegin Veronika eine Pressemitteilung weiter. Kleidertauschplattform Mamikreisel initiiert zusammen mit Farbtupfer e.V. ein Social Upcycling Projekt. Die Patchwork-Decken sollen Farbe in mehrere Kinderhäuser, Kinderonkologien und ein Kinderhospiz bringen. Schon war’s um mich geschehen. Als Welt-Retterin a.D. gebe ich das mir mögliche, um die Welt wenigstens etwas besser, in dem Fall bunter, zu machen.
Zuhause stapeln sich viele Reststoffe, die ich für die Decke verwerten konnte. Die schönen bunten Westfalenstoffe und japanischen Drucke kaufe ich meistens bei Frau Tulpe. Ich habe zu den Stoffresten ein paar alte T-Shirts von Brüdern und Freundinnen genommen und für den Rand der Decke fanden sich noch ein paar Meter Schrägband.
Die Planung brauchte am meisten Zeit: Ich habe den einzelnen Stoffen Holzfarben zugewiesen und mir erstmal die Patch-Verteilung aufgemalt. Ging am Ende nicht ganz auf, weil ich die “Schiffe” mit den “Segelbooten” verwechselt habe und von den “Pilzen” nicht genügend da waren.
Profi-Tipp: Die Quadrate vorm Nähen mal im gewünschten Muster auf den Boden legen. Ich habe dann erst die horizontalen Reihen aneinander genäht und dann die daraus entstandenen Streifen. Zum Schluss habe ich die T-Shirts für die Rückseite verbunden und beide Teile mit dem Schrägband vernäht. Die Decke hat natürlich kaum Ähnlichkeit mit den amerikanischen Kunstwerken und ich hab mich auch auf Quadrate beschränkt. Ich gestehe nämlich, dass ich überhaupt nicht akkurat zeichnen, schneiden und nähen kann. Das wird bei mir alles mit zugekniffenem Auge gemacht.
Die Decke sollte 1,40 m x 1 m groß werden, eine richtige Kinderdecke. Mit Quadraten, die 10×10 cm groß sind (plus je 1 cm Nahtzugabe an den Seiten) braucht man also 140 Stoffstücke. 140 Quadrate klingen viel, sind aber im Stapel auch nur so hoch wie eine Tee-Tasse. Ein paar hundert Meter Garn, fünf Feierabende und fertig ist die Patchwork-Decke.
Die ich eigentlich gern selbst behalten möchte. Aber siehe oben: Kinder. Kannste nichts machen. Die haben die Decke viel mehr verdient als ich.
Ich hoffe von Herzen, dass irgendwann irgendwo ein Junge oder ein Mädchen mit den kleinen Elefanten, Walen, Giraffen, Booten, Pilzen und Flugzeugen spielt, sich damit zudeckt und glücklich ist.
Schlagwörter: DIY, DIY by StyleNotes, nähen, Upcycling











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Die ist wunderschön! Die Farbtupfer sagen DANKE!