Fashion Diary: Gelackte Dr. Martens

Hier noch der Beweis zu der Randnotiz vom Dienstag: Ich habe mir tatsächlich wieder Dr. Martens gekauft. Das ist wahrlich keine weltbewegende Neuigkeit, nur hätte ich selbst in diesem Leben wohl nicht mehr damit gerechnet. Das letzte Mal ist mittlerweile rund 17 Jahre(?) her. Der Grund: Ich wollte so cool wie meine drei Jahre ältere Schwester sein. Natürlich. Die hatte damals soweit ich mich erinnere (korrigiere mich sonst, Juli) Martens in schönstem Waldgrün mit silbernen Perlen vorne am Schnürsenkel. Ich dann also auch mit Mama in die Hamburger Marktstraße, die Dinger in schwarz gekauft sowie ein bisschen pinke, grüne und blaue Directions-Haartönung im Yogi-Shop und dann noch gleich nebenan einen Termin zum Nasensteckerschießen gemacht. 1995 halt.

Zu den Martens gab es einen weinroten Fruit of the Loom-Kapuzenpulli, braune Feinkordhosen, einen grünen Eastpack und ein Dog-Eat-Dog-Konzert im Docks inklusive Hörsturz. Heute sind die Martens aus grandios glänzendem, schwarzen Lack, wurden mit meinem Ehemann im Dr. Martens-Laden am Ida-Ehre-Platz gekauft und werden zu kurzen Röcken und Overknees kombiniert – ohne Silberperlen. Tatsächlich gibt es kaum adäquatere Winterstiefel, die auch bei derberen Konditionen bestens funktionieren, wie ich finde. Nur ordentlich einlaufen muss ich die Dinger noch. Autsch.

Schlagwörter: Dr. Martens
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…………nur ein kleiner Nostalgieanfall, mehr nicht :I)