Interview: Olivia Palermo und Johannes Huebl

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Mit gehörigem Getöse hat Otto gestern sein neues Kampagnen-Traumpaar in der Hamburger Hafencity vorgestellt: Olivia Palermo und Johannes Huebl, das It-Girl/Reality-TV-Star/Model aus New York und ihr Model/Fotografen-Freund aus Hannover. Die beiden lösen Palina Rojinski als Otto-Gesicht ab, zieren den neuen Frühlingskatalog und präsentieren Trends wie Printhosen, Blümchenkleider, Chinohosen und Lederjacken. Im Anschluss hatte ich 15 Minuten für ein Interview, sympathischerweise ohne die sonst üblichen PR-Anstandsdamen. Los geht’s:

Wie ist es, als Paar für eine Kampagne zusammenzuarbeiten? Geht man da kritisch mit dem anderen um?

Johannes Huebl: Wir genießen es sehr. Das Schöne ist, dass wir uns absolut aufeinander verlassen können. Bei anderen Models weiß man ja nicht, wie sie ticken, ob sie zwischendurch mal fünf Minuten Pause brauchen. Klar, wenn ich falsch stehe, stupst mich Olivia an und verschafft sich Platz. Aber es geht nicht darum, den anderen zu kritisieren. Wir helfen uns gegenseitig.

Auf Fotos wirkt ihr immer sehr harmonisch – auch, was die Mode angeht. Stimmt ihr euch aufeinander ab, wenn ihr zusammen unterwegs seid?
Olivia Palermo: Danach werden wir ständig gefragt. Nein, tun wir nicht. Jeder kümmert sich um sein Styling, dann treffen wir uns an der Wohnungstür und es geht los. Ab und zu frage ich Johannes nach seiner Meinung – welches Paar Schuhe am besten zu meinem Kleid passen würde, solche Sachen. Aber bei ihm will ich mich gar nicht einmischen, er hat selbst so ein tolles Gespür für Mode.

Welches Kleidungsstück ist für dich “typisch Johannes”?
Olivia Palermo: Seine Hosen. Er ist sehr speziell, was den Schnitt angeht: vom Knie abwärts werden sie schmaler. Die Länge ist auch wichtig. Das passt immer perfekt.

Sind die Hosen maßgefertigt?
Johannes Huebl: Nein, ich kaufe ganz normale Hosen, zum Beispiel die Chinos von Closed. Ich bringe sie einfach zum Schneider und lasse sie ändern. Das habe ich in New York gelernt. Mein Bruder in Berlin macht es inzwischen auch. Du investierst 10 oder 15 Euro und erzielst einen enormen Effekt.

Und was ist typisch für Olivia?
Johannes Huebl: Lederhosen und Fell.
Olivia Palermo: Stimmt genau. Er kennt mich eben.

Was war der beste Styling-Tipp, den du je bekommen hast, Olivia?
Olivia Palermo: Mir haben vor allem die kleinen Tipps geholfen, die ich während vieler Shoootings gesammelt habe: Wenn dein Pullover fusselt, nimm eine Rasierklinge und schabe die Fusseln ab. Wenn dir auf einer Party deine Kette reißt, organisier dir Nadel und Faden und nähe sie wieder zusammen. Wir sammeln solche Tipps auch auf meinem Style-Blog.
Johannes Huebl: Und du schwörst auf Gürtel.
Olivia Palermo: Ja, Gürtel sind meine Styling-Geheimwaffe. Damit bringt man ganz einfach Kleider oder Jacken in Form, die ein bisschen zu groß sind.

Was hat dir geholfen, deinen eigenen Stil zu entwickeln?
Olivia Palermo: Ich liebe alte Spielfilme, sie inspirieren mich. Und als kleines Mädchen hat mich meine Tante oft zu Couture-Auktionen mitgenommen, sie arbeitete damals für ein Auktionshaus. Ich durfte mir die Kleidung und den Schmuck vorher angucken, so habe ich wahnsinnig viel über Vintage-Mode gelernt.

Und was ist dein Must-have für den Sommer 2013?
Olivia Palermo: Metallic-Accessoires, zum Beispiel Schuhe mit metallischen Details. Und Leder!

Ihr lebt in Brooklyn. Verratet ihr ein paar Geheimtipps?
Olivia Palermo: One Girl Cookies, das ist eine ganz zauberhafte Bäckerei bei uns in der Nachbarschaft.
Johannes Huebl: Wir wohnen in Brooklyn Dumbo, die Abkürzung steht für “Down Under the Manhattan Bridge Overpass”. Die Gegend ist ein bisschen wie das neue SoHo, es gibt viele Kunstgallerien. Wer dort lecker essen gehen möchte: Das Vinegar Hill House ist ein sehr schönes Restaurant.

Ich habe gelesen, dass Anne Hathaway im gleichen Haus wohnt wie ihr. Stimmt das?
Olivia Palermo: Ach, eigentlich wollen wir über unsere Nachbarn nichts ausplaudern.
Johannes Huebl: Aber das wird sowieso schon überall geschrieben. Stimmt, wir wohnen mit einer Oscar-Preisträgerin zusammen. Ihr Mann kommt manchmal zum Pokerspielen vorbei, ein sehr netter Kerl. Noch viel aufregender finde ich aber, dass Jim Caviezel bei uns im Haus wohnt, er war der Jesus in “Die Passion Christi”. Jetzt spielt er in der Serie “Person of Interest” einen supercoolen CIA-Agenten. Ich bin mal im Fahrstuhl mit ihm stecken geblieben. Da muss man keine Angst haben – der Mann weiß, was er tut.

Hier seht ihr ein Foto vom Otto-Event und die Kampagnen-Bilder:

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