Juste un Clou: Alles – nur nicht bloß ein Nagel!

Gestern Abend war ich bei Cartier. Ja, richtig. Bei Cartier. Auf einem Pressetermin. Im Store. Wo mir erst ein sympathisch lächelnder Portier die Tür öffnete und dann große breite Männer mit geringeltem Kabel im Ohr und festsitzenden Mundwinkeln emotionslos den Weg an den Vitrinen vorbei zur netten Pressedame wiesen. Aufregend! Man spricht übrigens automatisch leiser, bewegt sich bewusster, ja fast demütig, in Anwesenheit von so viel Hochkarätigem. Dann passierte es. Und so sehr ich mich auch dagegen wehrte, die Schmetterlinge in meinem Bauch flogen immer wildere Manöver. Ich fing an zu schwitzen. Und dann legte ihn sie mir ums Handgelenk. Oh! Ooooohh! Ich habe noch nie ein schöneres Roségold gesehen! (Die meisten sind mir zu lachsfarben und lassen mich leichenblass aussehen, aber dieser Ton war einfach so warm und schön und toll.) Und er saß ganz ausgezeichnet. Sehr bequem. Nochmal: Oh!
Der “Juste un Clou” ist eben doch nicht bloß ein Nagel. Ich möchte ihn haben. So, so gern! Auch nur das kleine Modell. Und Diamanten müssen auch keine dran sein. Einziges Problem: Mein Mann, der übrigens Handwerkermeister ist und in seiner Werkstatt tausende Nägel in verschiedenen Ausführungen herumliegen hat. Ihn davon zu überzeugen, dass es leider genau dieser Nagel sein muss, mit dem er mir eine Freude machen würde, werde ich wohl kaum schaffen. Ach ja, wer braucht schon einen Mann?! Eines schönen Tages werde ich ihn mir schon selber kaufen können.
Schlagwörter: Cartier, Juste un Clou, Schmuck
Crazy Krokodil: Lacoste und das Polo der Zukunft
Musik-Tipp: Beyonce Muppetmix von Erobique
Macht richtig Dampf!
Ausstellung: Alice Springs in Paris






Gott sei Dank ist Geschmack ja Bandbreite, wie Herbert Knebel zu sagen pflegte. Ich finde diesen Schmuck nicht schön! Im Gegenteil, er ist einfach nur langweilig, phantasielos und überteuert. Und ich bin definitiv eine Anhängerin des Purismus, nicht dass jetzt alle denken, ich mag es verspielt und verrüscht!