Mamas Reste-Schal – Jahrzehntelange Liebe

Seit Jahren werde ich immer wieder auf den bunten Schal angesprochen. Und erzähle dann diese Geschichte. Meine Mutter zog mit 17 für ihre Ausbildung in ein Internat. Aus zusammengeschnorrter Restwolle, sie konnte sich keine ganzen Knäuel leisten, strickte sie den Flickenschal. Das ist über 40 Jahre her. Der Schal gelangte irgendwann in meinen Besitz und ich freue mich jeden Winter auf ihn. Er ist mittlerweile nicht mehr kuschelweich, aber bunt, nix passt zusammen, gerade deswegen und wegen der Mama-Geschichte mag ich ihn so gern.
Er ist ca. zwei Meter lang (Meine Mutter schnitt irgendwann einen ganzen Meter ab, wenn ich den an Weihnachten zuhause noch finden sollte, nähe ich ihn einfach wieder an. Denn je mehr Schal zum Rumwickeln, desto besser.) und 20 cm breit. Sie hat nur rechte Maschen gestrickt, dadurch entsteht das krause Muster. Wenn ich so darüber nachdenke, besitze ich selbst ganz schön viel Restwolle. Vielleicht verstricke ich die auch mal zu einem Resteschal und meine zukünftige Tochter trägt ihn dann in 40 Jahren.
Habt ihr auch liebgewonnene Erbstücke?

London Fashion Week: Backstage bei Fashion East
Go Green: Masterstudiengang in Berlin
Dimitri S/S 2013: Show
MoMu Antwerpen: Een Leeven en Mode






Tolle Idee, ich habe auch eine ganze Kiste mit Restewolle!