Selbstversuch: Sechs Wochen ohne Shampoo

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Woche-5

Wer schon immer wissen wollte, wie die Damen in den 50ern ihre Haarpracht gehegt und gepflegt haben, der kann sich nun unten eine 60 Jahre alte Empfehlung zu Gemüte führen. Hier lernen wir, dass damals noch zweiwöchiges Haare waschen angesagt war. Das übrigens habe ich beruflich motiviert auch letztes Jahr versucht – nur noch extremer. Ganze sechs Wochen habe ich keinen Tropfen Shampoo an meine Matte gelassen. Nur Wasser, Wasser – und Wasser.

Warum ich das gemacht habe? Angeblich soll sich nach ein paar Wochen das Haar quasi über Nacht komplett verwandeln. Die Kopfhaut hört auf, zuviel Talg zu produzieren, das natürliche Fett verteilt sich im Haar und verwandelt es in eine traumhaft glänzende Mähne. Die ersten zwei bis drei Wochen waren der Horror. Die schön fettigen Haare trug ich immer streng zurück mit Haargummi zum Pferdeschwanz gebunden. Komisch gerochen hat es zum Glück nicht und Pickel am Haaransatz,  wie ich noch zu meinem Schrecken in einem “no poo”-Forum gelesen hatte, gab es auch nicht.

Ansonsten bemerkte ich leider erstmal keine Veränderung. Ich spülte brav jeden Morgen mein Haar mit warmem Wasser aus, ließ es trocknen und bürstete mein natürliches Haarfett mit einer Naturborsten-Bürste ins Haar. Ab der dritten Woche dann konnte ich die Haare stundenweise wieder offen tragen, das war vielleicht schön! Wunderbar griffig hat es sich angefühlt und der Glanz stellte sich gegen Ende der sechsten Woche auch wieder ein. Nur hielt der Effekt leider nicht so lange wie erhofft.

Mein Traum vom Haare waschen im Wochenrhythmus erfüllte sich nicht, anfangs war es am dritten Tag noch so fluffig wie direkt nach der Wäsche. Ziemlich schnell war ich allerdings wieder beim zweitägigen Waschen mit Baby-Shampoo – immer noch ein satter Erfolg, wenn ich das jahrelange, tägliche Waschen bedenke.

Habt ihr so einen Oben-ohne-Versuch auch schon mal gewagt? Welche haarigen Erfahrungen habt ihr gemacht?

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27 Kommentare
Max
6. Januar 2014

Wollte das auch mal probieren…..jetzt piss ich mir aber in die Höschen

kris
30. Oktober 2013

“na sowas 1. Oktober 2013
Was, bitte, ist EINE Essigrinse? Kann man nicht Essigspülung sagen? Wie peinlich ist das denn? EssigRINSE? EINE?”

mal nicht durchdrehen, scheint einfach so zu heißen:
https://www.google.de/search?q=essigrinse&oq=essigrinse&aqs=chrome..69i57j0.3588j0j4&sourceid=chrome&espv=210&es_sm=91&ie=UTF-8

na sowas
1. Oktober 2013

“kathi 28. November 2012

ach und wascherde hat hier noch keiner versucht, wo ihr doch alle vom shampoo weg kommen wollt? ich kann’s sehr empfehlen vor allem bei schnell fettenden haar, sowie bei feinem haar.
die reinigungswirkung ist rein physikalisch. durch die große oberfläche der partikel bindet überschüssiges fett daran und wird mit ausgewaschen. entfettet jedoch nicht so agressiv wie oberflächenaktive waschsubstanzen.
gewöhnungsbedürftig ist das es kein schaumerlebnis gibt. vorzugsweise in die haare nahe der kopfhaut einmassieren. man sollte auch nur eine sehr geringe menge benutzen, da sonst ein strohiges gefühl entsteht. sollte das haar zu strohig sein, eine essigrinse machen. (rezepte dafür gibs im internet) und vielleicht mit pflanzl. öl aus der küche experimentieren.
das zeug bekommt man im bioladen (gibs als pulver zum selbstanrühren od. als paste mit alkohol zur konservierung und ätherischen ölen) od. man nimmt heilerde.”

Was, bitte, ist EINE Essigrinse? Kann man nicht Essigspülung sagen? Wie peinlich ist das denn? EssigRINSE? EINE?

Anna
16. September 2013

Ich habe jahrelang meine Haare mit Ei gewaschen. Zunächst nur 1x monatlich, danach graduell immer öfter, bis ich sie nur noch dann mit Shampoo wusch, wenn ich kein Ei in der Nähe hatte. Ganzes Ei verquirrlen, eventuell mit Rum oder Essig, dann in die trockenen Haare einmassieren und ausspülen.

Der Effekt war super – ich musste meine Haare nur ca. alle 3-4 Tage waschen, sie glänzten und waren dick und gesund.

Mein jüngster Exfreund beschwerte sich jedoch öfters über den “Wirtshausgeruch”, der seiner Meinung nach Resultat meiner Haarwäschemethode war. Ich roch zwar nichts davon, stieg aber ihm zuliebe dennoch auf Shampoo um – zumindest wenn ich wußte, er würde bei mir übernachten. Mit Shampoo [Naturkosmetikmarke!] musste ich meine Haare allerdings spätestens alle 2 Tage waschen, was natürlich mühsam war. Noch dazu waren sie weder fest, noch glänzend und fielen in Büscheln aus.

Ich habe einige ältere Verwandte, die sich ihre Haare 3-4x im Jahr waschen (bzw. eine 90-jährige Tante hat sich ihre Haare seit ca. 7 Jahren nicht mehr gewaschen). Die haben alle wunderschöne feste Haare. Andere (ca. Gleichaltrige), die im Altersheim wöchentlich gebadet werden, haben nur noch wenige “Federn” übrig.

Lisa
30. August 2013

@Nicole: Sehr richtig: Drüber stehen bzw als coolen Undone/Beach Hair/French Look verkaufen. Ich mag das ja… ; )

nicole
29. August 2013

Hallo, ich bin gerade dabei in der 3 woche. Anfangs war es schlimm, schuppen, extrem fettig, inzwischen legt es sich. Die haare werden weicher und das fett schwindet immer mehr, noch 2 wochen dann ist es geschafft. Ich persõnlich habe kein problem mit fettige haare, meine umwelt reagiert skeptisch und sofort wird man als ungepflegt abgestempelt, aber darüber muss man stehen. Lg

Luna
18. April 2013

Naja alsooooo…
jede Haarpracht ist ja anders. Ich für meinen Teil kann bestätigen, dass ein sofortiger Entzug von Shampoo, eine doch recht heftige Umstellung ist. Habe das mitgemacht und muss zugeben, dass zunächst alles ganz wunderbar war…aber irgendwann wollte das Fett sich einfach gar nicht mehr auswaschen lassen. Zumindest wasche ich mir nur noch 2x mal in der Woche die Haare und davon nur 1x mit Shampoo! Mittwochs wird das Haar dann nur mit Wasser verwöhnt (immer kühl ausspülen). Ist für mich die beste Lösung und vor allem gesünder für Kopfhaut und Haar.

Die Haare mögen es fettig, aber wenn es scheisse aussieht, dann macht es der Glanz auch nicht wieder wett.

Zeta’s Homepage
15. April 2013

Ich versuche seit gute einem Jahr immer wieder, die Haare “ausfetten” zu lassen… Bei mir hat es nicht funktioniert.Bei meinem Freund hat es hingegen sofort geklappt. Ich muss weiterhin alle 2 Tage waschen =/

Sinem
17. Februar 2013

Ich habs tatsächlich hin bekommen. Ich habe meine Haare monatelang stur nur einmal die Woche gewaschen. Und ich tue es weiterhin. Alle 6 bis 7 Tage. Und ich habe sehr langes Haar bis zur Hüfte. Fettige Haare werden einfach durch Frisuren die letzten 2 Tage kaschiert. Das Feedback ist, dass es von aussen echt kaum einer sieht und niemand sagt “hast du ungepflegte Haare”. Im Gegenteil, alle finden es bewundernswert dass das funktioniert und verstehen, dass das so langen Haare echt bessere tun muss.

Krümel
15. Februar 2013

ich wasche meine haare jeden tag weil ich sonst nicht schlafen kann :D so ein versuch wär für mich echt nichts ich würd mich total eklig füln!lg

Kathi
28. November 2012

ach und wascherde hat hier noch keiner versucht, wo ihr doch alle vom shampoo weg kommen wollt? ich kann’s sehr empfehlen vor allem bei schnell fettenden haar, sowie bei feinem haar.
die reinigungswirkung ist rein physikalisch. durch die große oberfläche der partikel bindet überschüssiges fett daran und wird mit ausgewaschen. entfettet jedoch nicht so agressiv wie oberflächenaktive waschsubstanzen.
gewöhnungsbedürftig ist das es kein schaumerlebnis gibt. vorzugsweise in die haare nahe der kopfhaut einmassieren. man sollte auch nur eine sehr geringe menge benutzen, da sonst ein strohiges gefühl entsteht. sollte das haar zu strohig sein, eine essigrinse machen. (rezepte dafür gibs im internet) und vielleicht mit pflanzl. öl aus der küche experimentieren.
das zeug bekommt man im bioladen (gibs als pulver zum selbstanrühren od. als paste mit alkohol zur konservierung und ätherischen ölen) od. man nimmt heilerde.

HannasLifeBlog
4. Oktober 2012

Als Kinder haben wir die Haare mit dem damals aktuellen Trockenshampoo von Schwarzkopf bearbeitet. Haarewaschen war ein Graus, aber der weisse Puder auch. Allerdings hatte ich sehr wuschiges Lockenhaar, das sehr spät fettig wurde.

Luisa
13. August 2012

Ich wasche meine Haare alle zwei bis drei Tage, und ich würde wirklich gerne vom Shampoo wegkommen. Deshalb habe ich mein (NK-)Shampoo halb halb mit Wasser verdünnt und wenn meine Kopfhaut sich daran gewöhnt hat, will ich nur noch jede zweite Haarwäsche mit dem verdünnten Shampoo waschen, und dann irgendwann gar nicht mehr.

Dede
11. August 2012

Ich finde das extrem ekelig ! ich wasche meine Haare jeden zweiten Tag mit Shampoo und habe keine Probleme damit. Wenn ich meine Haare drei Tage lang nicht wasche, dann fangen sie an unangenehm zu riechen und die sehen fettig aus. Fuer mich waere so ein Versuch nichts !lg

Sabine
28. Mai 2012

Ich habe es letztes Jahr ausprobiert, im Sommer. Dachte auch, das würde meinen Haaren und meiner Kopfhaut sicher mal ganz gut tun, einfach mal eine Weile ohne Chemie auszukommen. Ich vergaß nur meine “seelischen” Bedürfnisse. Nach einer Woche fühlten sich meine Haare schon bleischwer und superfettig an, trotz Wäsche nur mit Wasser. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Haare nach dem Waschen gar nicht mehr trocken wurden bzw. es dauerte ziemlich lange. Ich weiß nicht mehr ob ich drei oder vier Wochen durchhielt – aber irgendwann hatte ich dann die Nase voll vom Naturlook, zumal die Haare auch nicht mehr wirklich dufteten, und kehrte zur Verwendung von Shampoo zurück. Alle drei Tage, das muss reichen…

TheQuibbler
28. Mai 2012

Ich habe eine naturnahe Kosmetikmarke gefunden, mit deren Shampoo bzw. Dusch-Shampoo (mit Zuckertensiden) ich meine Haare eigentlich nur alle 3 oder 4 Tage waschen müsste, möglicherweise noch seltener, aber ich bin halt ein Gewohnheitstier, das sich nicht gerne zu selten die Haare wäscht. Die Haare sind auch nach 3 bzw. 4 Tagen noch schön und überhaupt nicht fettig.
Meine Mutter verwendet die Marke ebenfalls. Ihre Haare sehen seither viel voller aus, sie wäscht einmal pro Woche.
Bei herkömmlichen Industrieshampoos musste ich spätestens jeden 2. Tag waschen, trotzdem sahen meine Haare immer platt aus. Es kommt wohl doch darauf an, was man an seine Haare lässt.

Miri
20. März 2012

also ich habs auch ausprobiert, und bei mir klappt es ganz gut, weil ich kurze Haare habe, und da eh immer Stylingzeugs reinkommt. Ich hab dazu aber meine Friseurin befragt, und sie sagt, das Verzichten aufs Waschen stärkt die Haare nicht, die Struktur des Haares ist genetisch vorbedingt und nicht durchs Waschen-oder Nichtwaschen zu ändern. Lediglich die Haarschuppen werden durchs Waschen geglättet, dadurch wirkt das Haar dann feiner, und beim Nichtwaschen eben kräftiger.

Ulrike
9. März 2012

@Frau DingDong… klingt interessant, vor allem weil wir beides im Haus haben. Jetzt würde mich nur noch interessieren, wie das mit dem Natron genau funktioniert…

Einfach etwas Natron in ein mit Wasser gefülltes Gefäß geben und mir den Inhalt dann über den Kopf gießen?

Ich würde mich über einen Tip freuen.

Jutta
19. Februar 2012

Wow, Respekt, ich glaube ich wäre nicht dizipliniert genug ganze sechs Wochen durchzuhalten! Ich wasche jeden zweiten Tag! Vielleicht probiere ich es mal im Urlaub aus!

Frau DingDong
19. Februar 2012

Interessanter Artikel! Ich habe im Mai 2011 aufgehört mir die Haare mit Shampoo zu waschen, allerdings nehme ich Natron (1x pro Woche) und Essigwasser (bis zu 2x pro Woche) – und ich hatte noch nie so schönes Haar – mein Spliss ist auch weg! JUHU!
Das mit der Naturborstenbürste werde ich auch mal ausprobieren

Lisa
16. Februar 2012

@Laura: Och, ich denke so lange man das mit dem Babypuder nicht übertreibt, ist das bestimmt erlaubt. Trockenshampoo kann man zwischendurch auch mal kurz für die Ansätze benutzen. Wichtig ist eben das strikte Weglassen von Shampoo.

Laura
16. Februar 2012

Das klingt ja total spannend – hätte nie gedacht, dass sowas wirken kann!
Ich habe gehört, dass man bei fettigen Haaren mit Babypuder im Haar nachhelfen kann! Wäre sowas bei diesem Versuch erlaubt oder muss man tatsächlich die richtig fettige Phase durchmachen?

Lisa
15. Februar 2012

Ich plane übrigens schon den nächsten “Haar-Versuch”: kein Shampoo, sondern nur noch Sulfat-freier Conditioner. Be prepared! : )

Gina
14. Februar 2012

Als ich Streichholzkurze Haare hatte, ging es sehr gut ohne Shampoo. Seitdem ich lange habe, hab ich es immerhin geschafft, keine Spülung mehr verwenden zu müssen. 1 Monat Horrorhaare, danach hat es sich normalisiert und ich brauche bis heute (seit 10 Jahren) keine Spülung, Packungen oder ähnliches mehr, um mein langes Haar geschmeidig zu halten.

Silja
14. Februar 2012

Ich durfte das ganze zunächst unfreiwillig auch probieren. Ich war im Krankenhaus so ans Bett gebunden, dass mir dort auch nicht im Liegen die Haare gewaschen werden konnte. Insgesamt 7 Wochen lang, es wurde nur regelmäßig gebürstet. Ich muss sagen, wenn die erste fettige Phase vorbei ist, ist es richtig klasse. So weiche und glänzende Haare hatte ich noch nie, ich habe mir vorher fast täglich die Haare gewaschen, da bin ich mittlerweile weit entfernt von… kann es nur jeder empfehlen mal zu probieren anstatt mit teuren Produkten nachzuhelfen, die doch nur verkleben und beschweren.

Betty Clark
14. Februar 2012

Meine Oma hat sich nur alle zwei oder drei Monate die Haare gewaschen und hatte nie fettige Haare. Sie hat immer gesagt: “100 Bürstenstriche am Tag” – und tatsächlich, fettige Haare hatte sie eigentlich nie.

Evel
14. Februar 2012

Ja! Bei mir war das Rezept: gar nicht mehr waschen, nur jeden Tag mit Naturborsten ausbürsten, dann wird das Haar glänzend und fest. Anfangs war es nur fettig, dann für ein paar Wochen ganz ok – und nach etwa 3 Monaten fing meine Kopfhaut an zu schuppen und zu jucken. Ich kehrte räumütig zum Haarewaschen zurück – allerdings wasche ich schon lange im 2-Tages-Rhythmus!

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