Upcycling: Von der Hose zum Jeansrock

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Aus Hose mach Rock

Aus alten, abgetragenen Jeans einen Rock nähen, ist gar nicht schwer und verlängert den Lebenszyklus einer Hose um mehrere Jahre. Wer kann sich schon leicht von seiner Lieblingshose trennen, auch wenn sie durchgewetzt und kaum noch tragbar ist? Als Rock geht’s meistens noch eine Zeit lang. Alle meine Jeans enden so und meine Lieblingsröcke sind überwiegend auf diese Weise selbstgemacht.

Jeans ist in meinen Augen eins der schönsten Materialien, vor allem weil es so strapazierfähig ist, wunderbar weich wird nach einigen Jahren und ich niemanden kenne, der nicht gern Jeanshosen trägt. Da ich es total schwer finde, eine passende Jeans zu finden (ich: klein, kurvig-sportlich mit Radlerschenkeln), weine ich um jede passende Hose, wenn sie trotz mehrfachen Flickens nicht mehr tragbar ist. Die Lösung: Einen Rock daraus nähen.

Geht so: Als erstes die Nähte der Hosenbeininnenseite auftrennen, die meistens doppelt bis vierfach vernäht sind. Das dauert und ist eine ganz schön fusselige Arbeit, aber ab da geht’s schnell. Die Nähte vom Schritt auf der Rückseite etwa bis zur Mitte des Hinterns und auf der Vorderseite bis zum Reißverschluss/Knopfleiste ebenfalls auftrennen.

Dann so übereinanderlegen, dass der Stoff glatt ist. Dies festnähen. Ich nähe meistens mit einem normalen Stich (mindestens zweifach), damit alles bleibt, wo ich es hingesteckt habe. Dann mit einem Zacken- oder Wabenstich an den Rändern, die sollen nicht allzusehr ausfransen.

Die Innenseite sieht oft schlimm aus, besonders wenn die Hose vorher mehrfach geflickt wurde, wie diese. Mich stört’s nicht, so viele Menschen schauen mir im Alltag nicht unter den Rock. Und wenn doch, hab ich eine Überraschung für sie dort versteckt. Dazu später mehr.

Den Rock auf die gewünschte Länge kürzen, indem man die Hosenbeine abschneidet (plus Nahtzugabe). Wenn hinten oder vorne noch Stoff fehlt, kann man den vom Bein nehmen und einsetzen. Ich vernähe einmal mit einem Zackenstich den Rand. Für den Rand gibt’s mehrere Möglichkeiten: Einfacher Zackenstich, dann franst es schön. Zweimal nach innen umschlagen und eine normale Naht machen. Einmal umschlagen und ein Zierband draufnähen.
Fertig.

 Jeans mit Überraschung.

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5 Kommentare
Schneller Jeansrock Tutorial | Watching you, watching me!
26. Juni 2013

[...] in einen klassischen Jeansrock verwandelt, verraten euch Sanne von sanne näht und Freddy für die Brigitte. Ein extravagante Version erklärt Dana auf ihrem fashion blog sehr detailliert.  Wer noch weitere [...]

Freddy
5. Februar 2013

Sabine, das ist eine gute Idee. Muss ich mir gleich mal für den Sommer vormerken.

Sabine v. Liebstöckelschuh
4. Februar 2013

Ja, der Trick mit dem Rock ist alt, aber trotzdem gut! Ich werde wohl demnächst mal die Jeans der Tochter umgestalten, zumindest all diejenigen, die nicht mehr so recht passen möchten.
Auch eine schöne Idee für einen Sommerjeansrock unter dem Motto “upcycling” ist, wenn man von der Jeans die gesamte Hüftpasse übernimmt (also ungefähr auf Hüfthöhe knapp unter dem Reißverschluss abschneiden) und daran dann einen flatternden Rock aus dünnem BW-Stoff mit bunten Mustern näht. Gerne stufig, mit Volants und lang oder kurz, ganz nach Belieben. Aus den Hosenbeinen lassen sich dann immer noch tolle Jeanstaschen machen ;-)

Steffi
2. Februar 2013

Hallo

Ich liebe die 80er – sehr schickt.
Bin mal gespannt, bis das wieder Mode wird und die ganze Jugend auf sowas abfaehrt und mit abgeschnittenen Hosen rumlaufen bzw. wieder ins Fitnesstudio gehen.

Danke

LG Steffi

Cla von Glam up your Lifestyle
1. Februar 2013

Oh das habe ich bereits in meiner Jugend gemacht. Und ich gebe zu, das war in den 80er.
Ich habe auch eine Tasche aus einer Jeanshose gezaubert, die habe ich für meine Schulbücher benutzt. Lang, lang ist es her.

Oder war es sogar Ende der 70er? Oh Gott, ich rechne lieber nicht nach.
Danke, dass ihr mich für einen Moment in meine Jugend zurückversetzt habt.
LG Cla

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