Vorfreude: Carsten Nicolai für COS

Morgen verschlägt es mich nach einer halben Ewigkeit endlich mal wieder nach Berlin. Der Gund könnte schöner nicht sein: er heißt Carsten Nicolai (bestens bekannt als Alva Noto) und ist einer meiner Alltime-Helden. Warum? Weil er ein enorm talentierter Künstler mit Facetten bis zum Umfallen ist – so widmet er sich neben Malerei und Bildhauerei der Klangkunst und Perfomances, entwickelt Installationen und Projektionen. Zusammen mit Kostas Murkudis stellte er vergangenen Sommer eine multimediale Modenschau auf die Beine, ein viel gefeiertes Highlight der Berliner Modewoche. Dabei ist er Autodidakt, hat früher als Gärtner gearbeitet und Landschafts-Architektur studiert. Also nix mit Kunststudium.
Unvergessen für mich ist sein Projekt zusammen mit Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten (der übrigens zwei Jahre lang mein Nachbar in Berlin war): unter dem Pseudonym ANBB veröffentlichten sie die EP Ret Marut Handshake und LP Mimikry in 2010. Man könnte jetzt noch ewig hunderte weitere Projekte aufzählen, von der Zusammenarbeit mit Ryuichi Sakamoto bis zu seiner “Xerrox”-Performance in der Hamburger Kunsthalle, aber das würde an dieser Stelle eindeutig den Rahmen sprengen.
Also zurück in die Gegenwart: das uns allen bestens bekannte schwedische Label COS hat Herrn Nicolai verpflichtet, eine Lichtinstallation für deren Berliner Store in der Neuen Schönhauser Straße 20 zu entwickeln. Das Ergebnis nun wird morgen präsentiert und soll – so der Pressetext – auf dem Prinzip der Lichtreflektion beruhen. Es handelt sich um eine Magnetbandschleife, die angestrahlt wird und durch ständige Bewegung einen Film aus Licht und Schatten produziert.
Klingt spannend und ich freue mich darauf, Carsten Nicolai morgen dazu befragen zu dürfen!
Schlagwörter: Carsten Nicolai, COS
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