Ulrich Matthes
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Die Stimme
Ulrich Matthes, geboren 1959 in West-Berlin, zählt zu den wenigen Multitalenten der deutschen Schauspiel-Szene: Auf der Berliner Schaubühne spielte er Tschechow, Ibsen und Gorki; im Kino brillierte er in "Der neunte Tag" als Priester im KZ genauso wie als Joseph Goebbels in "Der Untergang", und als Regisseur inszenierte er Botho Strauß und Frank Wedekind. Für seine Lesung von Richard Powers' "Der Klang der Zeit" erhielt Matthes 2005 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Das Werk
Vor einer kleinen amerikanischen Insel wird 1954 ein Mann tot geborgen. Angeklagt wird ein Fischer japanischer Abstammung, für den das nationale Trauma von Pearl Harbor beinahe zum Verhängnis wird. Parallel erzählt David Guterson in seinem Weltbestseller von Liebe und Jugend und von einer Freundschaft, die in Verrat und Gewalt mündet - sinnlich, mitreißend und wahrhaftig.
Der Autor
David Guterson, 1956 in Seattle geboren, recherchierte für seinen ersten Roman sieben Jahre über Erdbeeranbau, Lachsfischerei und die Internierung japanischstämmiger Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs: "Schnee, der auf Zedern fällt" wurde ein Welterfolg. Guterson ist ein leidenschaftlicher Erzähler, dem die Kunst gelingt, aus einem Justizkrimi und einer anrührenden Liebesgeschichte ein großes Geschichtsepos entstehen zu lassen.
Ulrich Matthes hat mit dieser Lesung sein Meisterstück abgeliefert: Den Mordprozess inszeniert er mit virtuoser Vielstimmigkeit und beherrscht die Balance zwischen Provinzdrama und packendem Thriller. Die Liebesgeschichte erzählt er ohne Kitsch und Pathos mit großem Respekt und aufrichtiger Anteilnahme.
Hörprobe: Ulrich Matthes liest aus "Schnee, der auf Zedern fällt"
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