Klassik-CDs: "Lebenslust"

Mit neuem Schwung in den Tag - dank Hélène Grimaud, Albrecht Mayer, Martha Argerich und anderen Muntermachern.

In diesem Artikel:

Ja, ein wunderbarer Abend kann toll sein, gar nicht zu reden von einer zauberhaften Nacht. Aber ach, der Morgen! Ist nicht diese Zeit des Tages so schön wie keine andere? Der Tag ist so frisch wie der Tau auf den Wiesen, er hat noch Geheimnisse und gibt Rätsel auf, und kaum etwas ist so aufregend und beruhigend zugleich, wie einer Stadt beim Aufstehen zuzuschauen.

Das fand auch Johannes Brahms. Der Hamburger Komponist galt allgemein als ein eher, na ja, brummiger Typ. Sagten aber vor allem Leute, die Brahms' beste Zeit verschliefen. Der Mann war nämlich Frühaufsteher. Und in dieser Eigenschaft ein echter Extremist. Von Sommerreisen an den Wörthersee wird berichtet, wo er sich in seiner Pension zwischen vier und fünf Uhr morgens selbst sein Frühstück machte - nachdem er bereits eine Runde im dunklen See geschwommen war. Und auch seine Arbeitszeiten würden jedem Bäcker zur Ehre gereichen: Noch vor den Hühnern saß Brahms am Schreibtisch oder Flügel und komponierte. Dafür erklärte er den Arbeitstag aber auch schon weit vor dem Mittagessen für beendet. Das Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" hätte für Johannes Brahms erfunden worden sein können. Oder von ihm.

Gelohnt hat es sich allemal: Der 2. Satz aus dem Streichquartett No.1 op. 51 in c-Moll ist wunderbare Musik für Aufgeweckte. Wie all die anderen Stücke von Dvořák, Schumann oder Ravel. Wir wünschen einen schönen Tag!

Auf der CD "Lebenslust" hören Sie:

  1. Die Planeten op. 32, 2. Venus, die Friedensbringerin, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
  2. Dvořák, Streichquartett Nr. 12, F-Dur op. 96, "Amerikanisches", 2. Lento, Hagen Quartett
  3. Tschaikowsky, 18 Morceaux op. 72, Nr. 17 Passé lointain, Mikhail Pletnev
  4. Bach, Suite für Violoncello solo, Nr. 1 G-Dur BWV 1007, 4. Sarabande, Jian Wang
  5. Bach, Sonate für Flöte und Basso, continuo E-Dur BWV 1035, 2. Siciliano, Albrecht Mayer, Sinfonia Varsovia
  6. Schumann, 3 Romanzen op. 94, Nr. 2 Einfach, innig, Hélène Grimaud | Albrecht Mayer
  7. Brahms, Streichquartett Nr. 1, c-Moll op. 51 Nr. 1, 2. Romanze (Poco adagio), Takács Quartet
  8. Glass, Konzert für Violine und Orchester, 2. = ca. 108, Gidon Kremer, Wiener Philharmoniker Christoph von Dohnányi
  9. Ravel, Sonatine pour piano, 2. Mouvement de menuet, Martha Argerich
  10. Chopin, Etüde a-Moll op. 10, Nr. 2 "chromatique", Vladimir Ashkenazy
  11. Bruch, Romanze F-Dur für Viola und Orchester op. 85, Janine Jansen, Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly
  12. Schostakowitsch, Jazz-Suite Nr. 2, Walzer Nr. 2, Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly
  13. Wainright, Cigaretts and Chocolate Milk (Arr. W. Reissmann), Fauré Quartett

Gesamtspielzeit 66:48

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