Scheidung - Ihre Erfahrung
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Hilfreiche Erfahrung?„Meine Freunde haben mir sehr geholfen, einfach dadurch, dass sie mir zuhörten und da waren. Auch in meiner Firma habe ich sehr viel Unterstützung erfahren, meine Chefs waren sehr geduldig, mitfühlend, sie haben mir Zeit gelassen, mich wieder zu fangen, das ist nicht selbstverständlich. Ich konnte Stunden aufstocken, somit war zumindest diese Sorge erstmal geringer. Ich mache Yoga, habe viel gelesen über das Thema und mit teilweise sogar Fremden über ihre eigenen Erfahrungen gesprochen. Dadurch wurde mir vieles klarer.”
Erfahrung eingestellt am: 2. März 2010 -
Name:
- Alter: 50 Jahre
- Anzahl Kinder 1
- Geschieden seit läuft noch
- Wer wollte die Trennung? Mein Mann
- Hilfreiche Antwort? Das war der Grund für die Trennung:
- Mein Mann und ich leben seit einem Jahr getrennt, er wird in diesem Frühjahr die Scheidung einreichen. Mich hat es vollkommen überrascht, als er abends da saß und mir mitteilte, dass er mich nicht mehr lieben würde. Ich war fassungslos, weil ein paar Wochen zuvor noch alles in Ordnung schien. Dann wurde er "Merkwürdig" hatte abends keinen Hunger mehr, kam später aus dem Dienst nach Hause. Drei Tage nach seiner Eröffnung erfuhr ich über Bekannte, dass er eine Affäre hatte. Mir hat er es erst nach langem Drängen eingestanden. Später kam raus, dass er mich wohl schon seit Jahren betrog, er ist im Außendienst beschäftigt und hat viele Gelegenheiten, Abenteuer wahrzunehmen.
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- Hilfreiche Antwort? So ging es mir nach der Entscheidung für die Trennung:
- Ich war wie gelähmt, ich habe 7 kg an Gewicht verloren, was bei einer Größe von 1,56 und einem Ausgangsgewicht von 52 kg schon heftig war. Meine Stimme versagte, ich war sprichwörtlich sprachlos für mindestens 1 Woche. Ich habe überhaupt nicht begriffen, was da passierte. Es hat dann einige Monate gedauert, bis ich mich wieder im Griff hatte und auch für mich wieder Perspektiven sah. Ich habe viel geweint in dieser Zeit. Einen Tag ging es gut, den anderen wieder schlecht. Heute fühle ich mich stabiler, die Löcher, in die ich falle, sind nicht mehr so tief und seltener geworden.
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- Hilfreiche Antwort? Ich habe mir die meisten Sorgen gemacht über:
- Natürlich hat mir die wirtschaftliche Situation Sorgen gemacht. Ich habe nur einen 3/4 Job gehabt, da ich Zeit haben wollte für mein Kind, den Haushalt, den Garten, Hund....um ihm auch ein wenig den Rücken frei zu halten. Wie das halt so üblich ist, meint man zumindest. Dazu kommt die Unsicherheit, bleibe ich im Haus oder nicht. Ich hänge sehr daran und auch an der Umgebung. Aber für den Moment scheint es gesichert. Und wenn nicht, dann kommt was Neues.
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- Hilfreiche Antwort? So haben wir den Kindern von der Scheidung erzählt:
- Mein Mann hat sich exakt 5 Minuten Zeit genommen, meinem Sohn (er ist sein Stiefsohn) von der Trennung zu erzählen. Mein Sohn war zu dem Zeitpunkt 16, alt genug um zu verstehen, aber er war trotzdem geschockt. Mittlerweile hat er sich gefangen und ich muss sagen, dass das Kind manchmal einen besseren Durchblick und eine Weitsicht hat als ich.
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- Hilfreiche Antwort? So habe ich eine Anwältin/ Mediatorin gefunden und dabei hat sie mich unterstützt:
- Das ist ein Thema, das gerade erst beginnt. Den Anwalt habe ich über Bekannte gefunden, wie er ist, werde ich noch feststellen. Wir haben erst einmal die Situation erörtert und den Istzustand festgeschrieben.
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- Hilfreiche Antwort? So habe ich mich mit meinem Ex während der Trennungsphase verstanden:
- Es war ein Auf- und Ab. Nach ein paar Wochen wollte er angeblich wieder zu mir zurück, aber es war nur ein Hinhalten, er hat die ganze zeit den Kontakt zu seiner Geliebten gehalten. Ich habe dann den endgültigen Schlußstrich gezogen und ihn komplett rausgeschmissen. Er war dann auch nur noch kurze Zeit mit ihr zusammen. Dann ging das auch in die Brüche. Unser Verhältnis ist belastet, da er sich jeglicher Kommunikation entzieht, wir können nicht miteinander reden, er blockiert total. Das belastet mich sehr. Er zeigt keinerlei Reue oder Bedauern, sondern geht einfach seinen Weg und hält sich gleichzeitig für sehr großzügig, da er mich in unserem gemeinsamen Haus "leben" lässt. Es ist ein Auf- und Ab. Ich bin die emotionalere von uns beiden und machmal explodiere ich dann. Das ist auch nicht immer hilfreich. Er blockt nur und lässt sich auf nichts ein. Diese Sprachlosigkeit machte mich wütend. Er gibt mir das Gefühl als ob ich für ihn nicht mehr präsent bin bzw. als ob die letzten Jahre nicht existiert hätten. Das tut weh. Eine Zeitlang hat er am Haus noch geholfen, aber nur um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Jetzt hat er wieder eine Partnerin mit 2 Kindern, er führt eine offene Beziehung mit ihr, d. h. er tut was er will, auch hier ist er wieder egoistisch. Das hat mich hart getroffen, zum einen kenne ich diese Frau und zum anderen hat er immer gesagt, dass er keine Familie mehr möchte, um frei zu sein. Jetzt passt er auf ihre Kinder auf während sie kellnert, während er für meinen Sohn kaum Zeit hatte in den 11 Jahren. Unsere Beziehung zueinander ist sehr abgekühlt. Ich fühle mich belogen und kann ihm nicht mehr vertrauen, selbst in Kleinigkeiten nicht mehr.
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- Hilfreiche Antwort? So haben wir geregelt, wie viel Zeit die Kinder mit jedem Partner verbringen:
- Mein Mann hat nach 4 Monaten den Anlauf geschafft und mit meinem Sohn ausgemacht, dass sie sich 1x im Monat treffen für gemeinsame Aktivitäten. Besser als nichts, aber ich glaube er tut es nur, weil er sonst in den Augen seiner Bekannten als schlechter Vater dasteht.
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- Hilfreiche Antwort? So geht es mir heute:
- Ich sehe mittlerweile klarer und weiss, dass ich mit diesem Mann nichts mehr gemein habe. Heute verstehe ich auch nicht mehr, wieso ich ihn unbedingt zurück wollte, es liegen Welten zwischen uns. Ich denke, es waren die vielen kleinen Gewohnheiten, die das Leben für mich an seiner Seite schön und angenehm erscheinen liessen. Und die Tatsache dass ich nicht allein war. Das ist schon hart, man fängt bei null an. Aber ich schaffe das.
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- Mein ganz persönlicher Rat
- Reden, mit Freunden, lesen, Fachliteratur, sich mit dem Thema beschäftigen. Mir hat es geholfen, auch mich selbst besser zu verstehen. Und auch ihn besser zu verstehen.









