Milch abpumpen nach Herz-OP? Was hinter diesem krassen Foto steckt

Am Tag zuvor am offenen Herzen operiert - jetzt schon wieder an der Milchpumpe. Für ihre Babys machen Mütter eben alles.

What a bloody warrior Post Op Day One following open heart surgery. Trying to keep up supply.

Posted by Occupy Breastfeeding on Dienstag, 1. August 2017

 

Tough, tougher, Mutter!

Was seht ihr auf diesem Bild oben? Auf den ersten Blick ist es einfach eine Frau im Krankenhaus, die Muttermilch abpumpt. Ihre Brüste hängen an elektrischen Milchpumpen - und ja, es ist wirklich so unangenehm, wie es aussieht. Das weiß jede Frau, die schon mal an so einem Gerät hing und sich fühlte, wie eine Kuh an der Melkmaschine. 

Doch auf dem zweiten Blick sieht man auf diesem Bild auch ein großes Pflaster zwischen den Brüsten. Darunter verborgen ist eine frische OP-Wunde. Diese Mutter wurde nämlich am offenen Herzen operiert - nur einen Tag vorher. 

Sie hatte keine Wahl - die Milch musste raus

Geteilt wurde das Bild auf der Facebookseite von Occupy Breastfeeding, einer Bewegung, die für das Stillen von Babys wirbt. Es soll zeigen, wie sehr sich Mütter für ihr Baby aufopfern - und zwar aus gutem Grund - denn Muttermilch sei nun mal das Beste für Babys.

Allerdings hatte der Einsatz dieser Mutter auch eine traurige Seite: Denn Stephanie Sampson, so ihr Name, musste die wertvolle Muttermilch wegwerfen.

Zu BRIGITTE.de sagt die Mutter des kleinen Eli:

"Ich habe drei Tage lang abgepumpt, doch die Milch sah ungesund aus. Sie hatte eine komische Farbe und war ganz wässrig. Es war ziemlich faszinierend. Mein Körper kämpfte so hart, um diese Milch trotz allem herzustellen. Es wäre interessant gewesen, nachzuprüfen, welchen Nährwert sie hatte. Dennoch entschied ich, dass die Muttermilch, die ich zuhause eingefroren hatte, besser für mein Baby ist."

Also entsorgte Stephanie, die selbst Krankenschwester ist, die wertvolle Milch. Abpumpen musste sie so oder so - auch um den Körper weiter dazu zu bringen, die Milch zu produzieren, für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt.

Um das vier Monate alte Baby kümmerte sich solange ihre Familie - mit der eingefrorenen Muttermilch zuhause.

Ein weiterer Grund, die Milch zu entsorgen, waren die Medikamente, die ihr während und nach der OP gegeben wurden. Das waren eine Menge - und Stephanie wollte nicht riskieren, dass dieser Cocktail dem Kind schaden könnte. Denn ein Teil der Wirkstoffe landet immer auch in der Muttermilch.

Und schließlich kam noch der Aufwand der Lagerung dazu:

"Ich fühle mich beim Abpumpen wie ein Rockstar, aber mich darum zu kümmern, die Milch steril zu halten und einzulagern - das ist gerade etwas zu viel."

Kein Wunder! Hat diese junge Frau doch genug Sorgen nach einer gefährlichen Herz-Operation. 

Trotzdem: Respekt vor deinem Einsatz, Stephanie! Und gute Besserung - hoffentlich kannst du bald wieder dein Baby ganz normal stillen. Ohne Pumpe und ohne Sorge.

miro

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