12 Sätze, die ich ohne Kinder nie gesagt hätte

Wenn wir Mutter werden, ändert sich vieles. Auch was wir so von uns geben. 12 typische Sätze, protokolliert von MOM-Redakteurin Michèle Rothenberg.

1. "Hat sie heute schon groß gemacht?"

Normalerweise sprechen erwachsene Menschen nicht über Körperausscheidungen. Junge Eltern schon. Dauernd, hemmungslos und überall. Liebe Nicht-Eltern, es tut uns leid! Bitte entschuldigt die Fäkalfixierung. Zum Glück ist das nur eine Phase.

2. "Das ist nur eine Phase."

Okay, das sagt man auch mal ohne Kinder. Aber bestimmt nicht jede Woche. Ach was, täglich. Seit ich Mutter bin, ist dieser Satz zu einer Art Mantra geworden. Ein Rettungsanker, der dabei hilft, wie Trotz, Hauen, Beißen, Schreien, Kaka-Endlosschleifen oder "Bibi und Tina" zu überstehen. Vielleicht ist es sogar der wichtigste Eltern-Satz überhaupt.

3. "Die Fillypferde gehen jetzt auch schlafen."

Das Elternsein verschafft uns Zugang zu Welten, von deren Existenz wir früher nichts ahnten. Die Fillypferde gehören ebenso dazu wie die Beanie Boos oder Thomas, die Lokomotive. Und da diese Wesen nun schon bei uns eingezogen sind, machen wir sie zu unseren Komplizen. Auch wenn das bedeutet, dass ich einem hässlichen Plastikvieh "Der Mond ist aufgegangen" vorsingen muss.

4. "Hast du deine Hände gewaschen?"

Fällt bei uns so zehnmal am Tag. Ich habe schon überlegt, ihn automatisch von Band abspielen zu lassen, scheitere aber noch an einer technischen Lösung für die Klospül-Lautsprecher-Verknüpfung. Außerdem gibt es ja noch den ebenfalls sehr beliebten Satz:

5. "Hast du gespült?"

Siehe oben.

6. "Ich zähle jetzt bis drei ..."

Einer der billigsten Elternsätze überhaupt. Ich war überzeugt davon, dass ich als Mutter bessere Argumente finden würde. Ich bin doch kein Drill-Instructor! Und weiß eigentlich jemand, was nach "drei" passieren soll? Materialisiert sich dann Darth Vader und entführt das störrische Kind auf den Störrische-Kinder-Planeten? Aber leider funktioniert dieser Gaga-Satz so erstaunlich gut. Und wenn abends die Mutter-Nerven blank liegen ... nun ja.

7. "Mathe macht total Spaß!"

Und dass Mama bis auf den Dreisatz keine dieser vielen Rechenarten je wieder gebraucht hat, verrät sie dir lieber nicht.

8. "Heute Nacht ist er fünfmal gekommen."

Mag sein, dass Frauen mit einem abgefahreneren Liebesleben den Satz auch vor dem Schwangersein aussprechen. Aber die tragen dabei sicher keine Stilleinlagen.

9. "Ich brauche bitte ein Mittel gegen Läuse."

Ja, Ungeziefer befallen nicht nur Haustiere. Von den Madenwürmern reden wir hier gar nicht erst.

10. "Da fehlt doch noch ein Wort ...?"

Ein sehr beliebter Satz bei fast allen Eltern, die ich kenne. Man kann es damit aber auch übertreiben, wie eine Freundin neulich feststellte: Ihr Sohn rief ihr zu: "Fang mich, du Eierloch!" Sie so: "Da fehlt doch noch ein Wort...?" Und er: "Fang mich bitte, du Eierloch!"

11. "Lügen ist was ganz Schlimmes."

Früher hätten wir jede Abhandlung unterschrieben, die Lügen als das Schmiermittel der Gesellschaft preist. Aber wie erklärt man die feinen Unterschiede einem Dreijährigen, der gerade den gemopsten Spielzeugporsche in seinem linken Hosenbein verschwinden lässt?

12. "Weil ich das sage!"

Ständig wird erwartet, dass wir unsere Entscheidungen begründen, erklären, argumentieren, die Gegenseite auf unsere Seite holen. Wie wohltuend ist da manchmal dieser Mikro-Absolutismus in den eigenen vier Wänden. Einfach mal jede Diskussion mit einem einzigen Satz abwürgen. Weil man die Mama ist. Weil man es kann. Basta.

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