Umstrittene Szene: Hier holt eine 12-Jährige ihren Bruder auf die Welt

Die 12-jährige Jacee will unbedingt bei der Geburt ihres Bruders dabei sein. Und spielt dann eine viel größere Rolle, als sie geahnt hätte.

Nein, die Geburt eines Kindes ist kein Ponyhof. Die Mischung aus Schmerzensschreien, Körpersäften und überwältigenden Glücksgefühlen hat schon die stärksten Männer umfallen lassen.

Kann man so etwas dann Kindern zumuten? Die einen halten es für verantwortungslos – die anderen für das Natürlichste der Welt.

Dede Carraway gehört zur letzteren Fraktion. Die Amerikanerin war schwanger mit ihrem dritten Kind, als ihre älteste Tochter Jacee einen besonderen Wunsch äußerte: Sie wollte diesmal bei der Geburt ihres Bruders dabei sein.

Die Familie sprach offen darüber, sah aber keinen Grund, Jacee diesen Wunsch zu verwehren.

Posted by Nikki Smith on Mittwoch, 7. Juni 2017


Plötzlich Geburtshelfer

Also ging Jacee mit in den – und erlebt dort einen Moment, den sie wohl nie vergessen wird. Denn der Arzt bot ihr spontan an, das Baby selbst auf die Welt zu holen – mit ihren eigenen Händen.

Posted by Nikki Smith on Mittwoch, 7. Juni 2017


Nikki Smith, eine Sängerin und Freundin der Familie teilte die Fotos dieses überwältigenden Erlebnisses auf ihrer Facebookseite – wo sie schnell zum Hit wurden.

Posted by Nikki Smith on Mittwoch, 7. Juni 2017


Jacees Mutter erzählt gegenüber der US-Site Babble, wie sehr Jacee dieses Erlebnis beeindruckt habe – und dass sie nun vielleicht selbst Ärztin werden wolle. "Ihre Interessen haben sich definitiv verändert, das Thema fasziniert sie sehr seit der Geburt."

Hilfreiche Erfahrung – auch für die Geburt des eigenen Kindes?

Dede Carraway sieht noch einen positiven Effekt für Jacee: Was sie im Kreißsaal erlebt und gesehen habe, könne ihr später helfen, falls sie selbst ein Kind bekomme. "Als ich Jacee, mein erstes Kind, bekam, war ich 22 – und hatte keine Ahnung, worum es da geht."

Damit ist sie nicht allein: In westlichen Ländern geht das vielen Frauen so. Unsere Vorstellung von Geburten ist sehr abstrakt und theoretisch. Die wenigsten Frauen haben vor der Geburt ihres Kindes schon mal eine Live-Geburt gesehen.

Es gab aber auch Kritik

Nikki Smith und die Carraway-Familie mussten auch kritische Kommentare einstecken. Viele Menschen schrieben, dass man einem Kind das nicht zumuten dürfe. Es könne auch traumatisiert werden. Tatsächlich muss man beachten, dass ja nicht jede Geburt so gut verläuft, wie die von Jacees Bruder. Das Risiko eines Notfalls müssen Eltern unbedingt bei der Entscheidung einbeziehen.

Nikki schreibt ihren Kritikern auf :

"Die Geburt ist ein natürlicher Prozess und es es absolut nichts falsch daran, die Tochter diesen wunderschönen Moment miterleben zu lassen. Es ist bestimmt nichts für jeden etwas. Aber Jacee war ein Rockstar und hat geholfen, ein Neugeborenes zu entbinden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hätte das nicht geschafft, als ich 12 war."

Und eine andere Freundin schreibt in einem Kommentar:

"Ich habe Jacee gerade in der Kirche gesehen und sie ist zu 100 Prozent NICHT schockiert oder traumatisiert. Sie war überglücklich und hat von einem Ohr zum anderen gegrinst."

Wie auch immer man zu dieser Entscheidung steht - Jacee hat das Erlebnis ganz offensichtlich glücklich gemacht - und die Beziehung zu ihrem Bruder wird immer eine ganz besondere sein. 

Posted by Nikki Smith on Mittwoch, 7. Juni 2017



Wunschgeburt

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miro

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