"Janni & Peer ... und ein Baby": 7 Gedanken, die ich beim Gucken hatte

Janni und Peer und ein Baby

So war der erste Teil der Reality-Soap mit Janni Hönscheid und Peer Kusmagk.

Am Montag lief der erste Teil der Sendung "Janni & Peer ... und ein Baby". Sie begleitet die Reality-Stars Janni Hönscheid und Paar Kusmagk bis zur Geburt des gemeinsamen Babys.

BRIGITTE.de-Redakteurin Michèle Rothenberg hat eingeschaltet – und ihre Gedanken aufgeschrieben.

1. Gedanke: Krass, sind die ehrlich.

Anfangs bin ich überrascht, wie reflektiert und offen Janni und Peer rüberkommen. Da wird unverblümt darüber gesprochen, wie sie ihr Geld verdienen, dass Jannis Zeit auf dem Surfbrett auch nicht immer nur "Hang loose" war, und dass Peer sich nicht um seine Altervorsorge kümmert. Das Ziel der Doku-Soap war, sagte Peer vorher in Interviews, nicht so viel zu inszenieren, sondern echtes Leben zu zeigen. Joah, könnte eigentlich klappen, aber ...

2. Ihr wollt wirklich authentisch sein? Dann lasst den Schmalz weg!

Immer wieder diese gestellten Küsschen! Unterlegt mit schmalziger Musik und auch noch in ZEITLUPE! Meine Güte, das ist doch aus dem Reality-Werkzeugkasten von 1997. Kann man das nicht mal weglassen? Am besten funktioniert die Sendung, wenn die beiden einfach nur drauflos quatschen.

Janni Hönscheid und Peer Kusmagq

Auch ins Schlafzimmer folgte die Kamera Janni und Peer. Sie blieben aber angezogen.

3. Mädel, was willste denn von dem?

Je länger die Sendung läuft, desto mehr möchte ich Janni mal beiseite nehmen und ein ernstes Wort mit ihr reden. Klar, sie ist verknallt und sie kichert so süß über seine Gags (im Gegensatz zu ihm glaubt man ihr das tatsächlich ein bisschen).

Aber es wird schnell klar, was für eine straighte, kluge Frau das eigentlich ist. Deutsche Meisterin im Surfen wird man ja auch nicht einfach so. Die Frau kann hart an ihren Zielen arbeiten, sie ist Perfektionistin, zieht ihr Ding durch, auch wenn sie dafür ab und zu nackt vor der Kamera herumspringt. Und Peer? Dieser Mann, der im Leben offenbar nichts wirklich ernst nehmen kann? Alles ins Lächerliche zieht, am meisten sich selbst? Bei dem man nie weiß, was echt ist und was fake?

Am deutlichsten wird der Unterschied, als die beiden beim Frauenarzt sind. Ihr Strahlen, ihre Tränen beim Anblick des Babys sind echt. Er zieht einfach nur seine Peer-Show ab. Und heult, als würde er dafür bezahlt (was ja auch so ist).

Janni und Peer und ein Baby

Blick aufs Baby: Janni Hönscheid und Peer Kusmagk bei der Ultraschall-Untersuchung.

4. Das arme Baby! 

Und da ist er, der Gedanke, den man bei so einem Format eigentlich haben MUSS. Ich habe ihn komischerweise erst recht spät in der Sendung, als die beiden bei der Ultraschall-Untersuchung sind. Bislang spielte das Baby nur abstrakt  eine Rolle. Jetzt kann man es auf dem Bildschirm sehen – und sogar hören. Und ich denke: Dieser kleine Mensch kann sich nicht dagegen wehren, dass die ersten Bilder, die es von ihm gibt, einem riesigen Publikum vorgeführt werden. Wunschkind hin oder her – in erster Linie ist das Kind ein Vermarktungsprodukt. Und das ist ekelhaft.

5. Was für coole Großeltern!

Als Oma und Opa Hönscheid aus Fuerteventura anreisen, hat mich die Sendung aber kurzeitig wieder. Was für ein interessantes Paar! Er eine Legende des Windsurfens, sie seine große Liebe seit den 70er Jahren. Die beiden leben auf den Kanaren ihren Traum, verdienen ihr Geld mit ihrer großen Leidenschaft, dem Wellenreiten. Und ihre Töchter wachsen damit auf, werden selbst Profisportler, reisen durch die Welt – machen eben auch ihr Ding. Eigentlich würde ich jetzt lieber eine Reality-Doku über die Geschichte der Familie Hönscheid sehen. Man könnte sicher was von ihnen lernen.

6. Peer nervt mich irgendwann richtig.

Stattdessen muss ich weiter diesem selbstverliebten Clown zusehen, der sein Gesicht sogar auf seinem Auto spazieren fährt. Irgendwann im Verlauf der Sendung sagt Peer spontan: "Kann es sein, dass ich hier ziemlich unmöglich wegkomme?" Ähm, ja. Das tust du, Peer. Werd doch mal erwachsen.

7. Muss ich das wirklich weitergucken?

Mal sehen. Eigentlich reicht mir dieser Einblick. Vor allem seit bekannt ist, dass das Baby, das man im Ultraschall sah, letzte Woche per Notkaiserschnitt zur Welt kam. Haben die Kameras da auch draufgehalten? Hat sich irgendein Produzent insgeheim gefreut, dass es nun den Extra-Reality-Thrill geben wird? Wenn ich mir das vorstelle, wird mir ein bisschen schlecht.   

"Janni & Peer ... und ein Baby" läuft täglich um 22:35 Uhr auf RTL2 und in der Mediathek.

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