Psychologe rät: Verreist mit euren Kindern, statt ihnen Spielzeug zu kaufen

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580 Euro geben deutsche Eltern im Jahr für aus. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Euromonitor. In Australien sind es sogar noch mehr: 700 Euro verprassen australische Eltern jedes Jahr für Spielsachen. Weltrekord.

Macht Spielzeug wirklich glücklich?

Diese Summen sind vor allem eine gute Nachricht für die Spielzeugindustrie. Aber machen die Spielsachen die Kinder wirklich glücklich? Und fördern sie ihre Entwicklung so sehr, wie es uns die Werbung verkauft?

Für Oliver James, britischer Psychologe und Bestseller-Autor, ist die Antwort klar: Er hält Spielzeug für überbewertet. Ein Großteil der Dinge, die wir Kindern schenken, würden gar nicht wertgeschätzt.

Reisen haben für Kinder einen höheren Wert

Ganz anders sei das hingegen bei Reisen, die wir mit Kindern machen. "Familienurlaube werden von Kindern auf jeden Fall wertgeschätzt", so Oliver im Interview mit dem britischen Telegraph. Und zwar nicht nur in dem Moment des Reisens, sondern auch noch lange danach, in ihrer Erinnerung.

Im Grunde seien Kinder da nicht anders als Erwachsene. Auch sie finden Erlebnisse und Erfahrungen wie erfüllender als materielle Dinge.

Unbeschwerte Zeit mit den Eltern

Dabei  sind es weniger die fremden Orte und Kulturen, die Kinder faszinieren. Einen Tempelbesuch finden die meisten von ihnen eher langweilig. Kinder nehmen auch Besonderheiten der neuen Umgebung auf, aber eher Details wie eine kuriose Eissorte, einen lustigen Springbrunnen oder die Schwertfische, die am Fischereihafen an einer Leine aufgehängt werden.

Kinder lieben laut James besonders am Reisen, dass sie so viel unbeschwerte Zeit mit den Eltern und der Familie verbringen können. Da kann auch ein eher blödes Ereignis wie ein verpasster Zug zu einer intensiven Erfahrung werden, die in der Familie immer wieder gern erzählt wird.

Reisen verbindet, Spielzeug nicht

Diese Erfahrungen machen laut Oliver James den Hauptunterschied zum Spielzeug aus. Während Playmobil oder Computerspiele die Kinder und Erwachsenen eher voneinander trennen, weil jeder in seinem Zimmer etwas anderes macht, verbinden gemeinsame Urlaube.

Oliver James: "Ferien befreien uns von unserem stressigen Alltag, in dem wir unter hohem Druck stehen und sich jeder darauf konzentriert seine Ziele zu erreichen. Es ist eine Zeit, in der wir alle entspannen und Spaß am Spielen haben können."

Also, worauf wartet ihr noch?

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Aus unserer Reihe Family Unplugged:

miro

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Psychologie: Warum Reisen so gut für die Entwicklung von Kindern ist

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