Diät-Wissen
Diät-Irrtümer: Wissen macht schlank

Salat macht schlank, und von Allergien wird man dick. Manche Diät-Irrtümer behaupten sich hartnäckig, aber Wissen macht schlank!

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  • Irrtum 1: Mini-Snacks essen macht schlank

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    Kleinpackungen verleiten dazu, noch eine und noch eine zu verdrücken. Eine US-Studie zeigte, dass Käufer sogenannter 100-Kalorien-Packungen doppelt so viel aßen wie diejenigen, die sich aus einer größeren Packung bedienten.
    Fazit: In Mini-Packungen stecken häufig genau die Snacks, die nicht satt und Appetit auf mehr machen: Kekse oder Chips. Bevor man zur nächsten Packung greift, lieber einen Snack mit geringer Energiedichte dazu kombinieren (wenig Kalorien und viel Volumen), zum Beispiel Rohkost, Joghurt oder ein Stück fettarmen Käse. Die liefern wichtige Nährstoffe, die Mischung stimmt, und wenn man sich dann noch an die Stundenformel hält und genügend Pausen zwischen den Mahlzeiten lässt, dann macht das wirklich schlank.
  • Irrtum 2: Drinks mit Fruchtzucker sind okay

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    In Früchten steckt Fruchtzucker, deshalb wirkt er natürlich und "harmlos". Irrtum. Fruchtzucker fördert Übergewicht, vor allem wenn er in Limos und Cola steckt. Schuld daran ist nach Meinung von US-Wissenschaftlern ein fruchtzuckerhaltiger Sirup, der aus Mais gewonnen wird, billiger als Zucker ist und von der Industrie zum Süßen von Softdrinks und verwendet wird.
    Denn: Fruchtzucker wird anders als Glukose (Traubenzucker) insulinunabhängig verstoffwechselt. Dadurch entfällt der vom Insulin ausgelöste Sättigungsmechanismus, und man trinkt immer weiter. Fatal, denn Fruktose lässt die Fettpolster wachsen.
  • Irrtum 3: Dreimal die Woche Sport muss sein
    Und am Ende macht man dann doch nichts. Auch gut. Denn fürs Abnehmen ist entscheidender, sich im Alltag häufig zu bewegen. Bei einer Studie der Uni Genf bauten die Probanden allein mit "Treppe statt Lift" innerhalb von 12 Wochen 1,7 Prozent Fett ab. Klingt nicht viel, war aber ganz ohne Diät. Und schließlich kann man ja noch mehr machen: weniger sitzen, keinen Gang scheuen, zu Fuß oder per Rad statt mit Auto oder Bus.
  • Irrtum 4: Grünzeug senkt Kaloriengehalt

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    Werden Salatblätter zu einem fettreichen Gericht serviert, wird es oft automatisch für weniger kalorienreich gehalten. Laut einer Studie der Northwestern University haben Probanden den Brennwert einer Mahlzeit, die mit Salatblättern garniert war, um 43 Kalorien niedriger geschätzt, als wenn die gleiche Mahlzeit ohne Grünzeug daherkam. Diese Fehl-Einschätzung leisteten sich besonders die gewichtsbewussten Menschen.
  • Irrtum 5: Viel Eiweiß macht schlank
    Das ist die Kernaussage von Modediäten wie der "Dukan-Diät" - eine Neuauflage der Atkins-Kost. Da sollen in der Startphase nur Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukten gegessen werden. Schwerarbeit für die Verdauungsorgane. Wer das durchhält und dem Wunsch nach einer Schnitte Brot oder einer saftigen Orange zwischendurch erfolgreich widersteht, verliert tatsächlich Pfunde. Das ist bei jeder einseitigen Kost so. Entscheidend ist aber beim Abnehmen immer noch, nur so viele Kalorien aufzunehmen wie man verbraucht. Und: Je abwechslungsreicher der Speiseplan, desto leichter fällt das Abnehmen - und da ist die BRIGITTE-Diät ganz vorn!
    Was aber (immer noch) stimmt: Eiweiß macht gut satt. Wer satt ist, kann leichter Kalorien sparen, und das macht schlank. Deshalb ist es sinnvoll, abends eher eiweißreich und kalorienarm zu essen. Genau darum geht es in der aktuellen BRIGITTE-Diät, die Sie hier herunterladen können (kostenlos für Abonnentinnen, sonst 3 Euro).
  • Irrtum 6: Allergien sind schuld an zu vielen Pfunden
    Wer das behauptet, verdient meist Geld damit. Aber der Reihe nach. Eine echte Allergie, von der die wenigsten Menschen betroffen sind, macht erwiesenermaßen nicht dick. Eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Lebensmitteln aber auch nicht.
    Doch, sagen die Anbieter so genannter IgG-Tests, mit denen man angeblich den Übeltätern auf die Schliche kommt. Dann muss man diese Lebensmittel von seinem Speiseplan streichen - und nimmt ab. "Reine Abzocke", sagen Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, denn die Tests kosten viel Geld und gaukeln etwas vor, was nicht ist.
  • Irrtum 7: Süßstoff stoppt Süßhunger
    Fehlanzeige. Süßstoffe haben zwar keine Kalorien, aber ihnen fehlt auch sonst einiges, was Zucker hat. Zum Beispiel das schöne Mundgefühl, die Zufriedenheit nach einem süßen Snack. Dafür ist das Wohlfühl-Hormon Serotonin zuständig, das mit Hilfe von Kohlenhydraten, also echtem Zucker, gebildet wird. Süßstoffe bewirken da nichts.
  • Irrtum 8: Viel Trinken schwemmt Fett aus
    Wenn's so einfach wäre ...! Körperfett wird aber immer noch in den Muskeln verbraucht und nicht etwa ausgeschwemmt. Als Hungerbremse funktioniert Flüssiges auch nur sehr begrenzt. Es läuft einfach zu schnell durch. Man müsste daher unablässig trinken - natürlich Kalorienfreies.
    Was aber hilft: ein großes Glas Wasser morgens und abends nüchtern vor den Mahlzeiten trinken. Das kurbelt den Stoffwechsel an, und es lassen sich bis zu 100 Kalorien pro Tag zusätzlich verbrennen, zeigte eine Studie an der Berliner Charité.
  • Irrtum 9: Fett, das man morgens isst, setzt nicht an
    Es setzt genau so an wie zu jeder anderen Tageszeit. Einzige Chance: Man hat über den Tag Zeit, die Kalorien wieder auszugleichen. Tut man eher nicht, zeigen Studien. Denn selbst nach einem üppigen Frühstück ist der Appetit zu Mittag nicht kleiner als sonst auch.
  • Irrtum 10: Mit Sport nimmt man besser ab als mit einer Diät
    Regelmäßig sporteln und schwitzen ist gesund für Körper und Seele - solange man es nicht übertreibt. Doch allein darüber Kalorien los zu werden, ist es ein hartes Stück Arbeit. Eine Stunde Joggen für eine Tafel Schokolade? Dann lieber auf die Schoki verzichten. Aber gemeinsam sind Sport und Diät unschlagbar. Außerdem: Bewegung bremst den Hunger und macht das Kaloriensparen leichter.

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  • Artikel vom 05.01.2012
    Text: Susanne Gerlach
    Fotos: Fotolia.com, iStockfoto
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