Wie gesund ist rund?

Die XXL-Generation lebt gefährlich, sagen Mediziner. Stimmt das wirklich? Oder machen ein paar Kilo mehr keinen großen Unterschied?

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Sich mit Freundinnen in einem Restaurant zu treffen macht einfach keinen Spaß mehr. Statt sich ein gutes Essen schmecken zu lassen, haben sich inzwischen viele der Askese-Fraktion angeschlossen. Lustlos werden Salatblättchen auf dem Teller hin- und hergeschoben, das Brot bleibt im Korb, und Pasta mit Sahnesoße gilt als Völlerei. Nur nicht zu viel essen, um nicht zuzunehmen!

Wer dick ist, lebt gefährlich - nur Schlanke bleiben gesund. Dieser Glaubenssatz hat sich aufgrund zahlreicher Kampagnen fest in unseren Köpfen eingenistet. Auch wenn es nicht laut ausgesprochen wird: Runde Bäuche sind verpönt. Höchstens in der Kunst finden sie noch Anklang, wie die Rekordsumme zeigt, die ein Sammler kürzlich für Lucian Freuds lebensgroßes Aktgemälde der 125 Kilo schweren Londoner Arbeitsamtsangestellten Sue Tilley zahlte. Übergewicht macht krank, heißt die Botschaft, die Mediziner der unterschiedlichsten Fachrichtungen verkünden. Ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs - bei der Entstehung aller Volksleiden spielen nach Meinung von Experten überschüssige Pfunde eine gewichtige Rolle.

Schlecht also, dass das Durchschnittsgewicht von uns Deutschen weiter steigt. Noch in diesem Jahr soll deshalb ein nationaler Aktionsplan verabschiedet werden, um die Übergewichts-" Epidemie" und "XXL-Gesellschaft" zu bekämpfen.

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  • Foto: Getty Images
    Text: Monika Murphy-Witt
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