Schlemmerei
An Weihnachten nicht zunehmen? So geht's!

Warum muss man an Weihnachten eigentlich immer zunehmen? Müsst ihr doch gar nicht - wenn ihr diese zehn Strategien beherzigt.

Foto: ssuaphotos / Shutterstock

  • Strategie 1: Essfallen elegant umschiffen
    Hört ihr immer auf zu essen, wenn ihr satt seid? Dann seid ihr die große Ausnahme. Die meisten von uns futtern, bis der Teller leer ist. Haben wir so gelernt, und wir müssen uns nicht wundern, wenn wir dann nicht nur an Weihnachten zunehmen. Nicht etwa das Bauchgefühl entscheidet darüber, wie viel wir essen, sondern die Portion - egal, wie groß sie ist, wie fett, wie kalorienreich. Und an Feiertagen ist Entsagung ja quasi gesetzlich verboten. Lasst euch in diesem Jahr an Weihnachten nicht in die Falle locken. Hört rechtzeitig auf. Oder nehmt von vornherein weniger. Eine gute Strategie gegen das Zunehmen.
  • Strategie 2: Endlich Zeit zum Schlafen
    Zum Glück haben die meisten an den Feiertagen und oft auch zwischen den Jahren frei. Endlich ist Zeit. Und die solltet ihr nutzen. Aber nicht, um bis in die Puppen mit der Familie rumzuhängen oder bunte Teller leerzuessen. Schlaft lieber mal aus. Viel, ausdauernd und mit Wonne. Eine tolle Strategie gegen das Zunehmen. Weil Wachstumshormone in Gang kommen und Fett abbauen. Nachteulen dagegen entwickeln Hormone, die den Appetit ankurbeln. Gute Gründe also für verschärften Matratzenhorchdienst.
  • Strategie 3: Echt cool - eure Wohnung
    Keine Frage: Die Zentralheizung ist ein echter Segen. Doch leider: Heizen macht dick. Wie das? Menschen haben eine "thermoneutrale Zone", die bei ungefähr 26 Grad liegt. Ein Klima, bei dem der Körper am wenigsten Energie verbraucht - und wir leider am wenigsten Kalorien verbrennen. Je kälter der Raum, desto mehr muss der Organismus ackern, um sich auf Betriebstemperatur zu bringen. Also, die Heizung ein paar Grad runter, und den Stoffwechsel schön was tun lassen, und schon seid ihr ein paar Kalorien los.
  • Strategie 4: Ihr mögt es hell
    Dinner bei Kerzenschein - nett gemeint, aber nix für die Figur. Wissenschaftler haben festgestellt: Funzeliges Licht macht erst richtig Appetit. Wir verlieren dann die Selbstkontrolle und schaufeln nur so rein. Also Spot an und Hifi-Anlage aus. Weil ihr diesmal gewissenhaft auf Background-Berieselung verzichtet. Die verführt nämlich auch zum Mehr-Essen, wie andere Forscher behaupten.
  • Strategie 5: Fisch auf den Tisch!
    Es gibt Traditionen, mit denen man beizeiten mal aufräumen sollte. Zum Beispiel so 'ne Weihnachtsgans - braucht man die wirklich jedes Jahr? Oder das ölige Fondue zu Silvester? Vielleicht könnt ihr ja noch umdisponieren: Ihr versteigert eure Gans im Web, bestellt das Fleisch ab - und tischt lieber einen schönen Lachs auf. Macht genau so viel her, schmeckt lecker und hat den einen oder anderen gesundheitlichen Vorteil: Omega-3-Fettsäuren sorgen für einen Extra-Schub Vitamin D, das wir gerade im Winter besonders nötig haben. Das gesunde Fischöl bringt außerdem Fett- und Zuckerstoffwechsel auf Trab - beste Voraussetzungen, um nicht dick zu werden. Ein kleines Wunder, so ein Fisch.
  • Strategie 6: Vanille-Tee statt Kipferl
    Fett ist ja bekanntlich ein Geschmacksträger, Zucker irgendwie auch, und gemeinerweise befinden sich beide in vielen Leckereien, die wir uns von Ende Oktober bis Mitte Januar einverleiben. Wir lieben Süßes, auch um uns die dunkle Jahreszeit schön zu essen. Mit den bekannten Folgen. Diesmal holt ihr euch eure gute Laune kalorienarm: über Gewürze. Zimt, Kardamom, Anis, Ingwer und vor allem Vanille peppt ihr Speisen auf, hebt den Serotoninspiegel und sorgt für gute Laune. Eure ätherischen Öle können sogar Glücksgefühle auslösen. Würzt im Winter besonders intensiv, zum Beispiel auch Tee und Kaffee. Dann braucht ihr weniger Süßes zum Knabbern.
  • Strategie 7: Genug Wasser im Haus
    Trinkt! Und zwar nicht nur Rotwein. Der ist in Maßen zwar durchaus gesund, aber diesmal darf es für euch vor allem Wasser sein, und zwar in rauen Mengen. Das hat zwei Vorteile: Ihr spült euer Verlangen nach Naschwerk und deftigem Essen einfach weg. Funktioniert tatsächlich! Außerdem macht Wasser schlank. Viermal täglich ein großes Glas vor dem Essen regt derart den Stoffwechsel an, dass ihr gleich mal 100 Kalorien verbrennt, ohne etwas dafür zu tun.
  • Strategie 8: Oben im Schrank ist noch Platz
    Aus den Augen, aus dem Sinn. Ein Sprichwort, das selten so den Kern trifft wie vor, während und nach Weihnachten. Liegen doch allüberall Naschereien als leicht verfügbare Versuchung herum. Weg damit in Schränke und Kommoden! Am besten ganz oben, ganz hinten, Hauptsache schwer zugänglich. US-Wissenschaftler haben's getestet: Die Tafel Schokolade im Schrank ist weniger verführerisch als der offene Keksteller auf dem Tisch. Und die blickdichte Packung lockt weniger als die durchsichtige.
  • Strategie 9: Tschüss, bis später!
    Auch wenn nach dem Essen eine gewisse Müdigkeit aufkommt: Legt euch nicht aufs Ohr, geht ohne Umweg in die Natur. Bewegung plus kalte Luft fördert Ihren Energieumsatz immens, Fett und Zucker haben keine Chance, sich gemütlich auf euren Hüften niederzulassen. Abgesehen davon macht es ohnehin mehr Spaß, draußen den Kopf klar zu bekommen, als im häuslichen Essensmief rumzusitzen.
  • Strategie 10: Johann hilft beim Putzen
    Das Jahresende ist die letzte Gelegenheit, kalorientechnisch noch mal alle Register zu ziehen, falls ihr da einen gewissen Nachholbedarf habt. Schaltet das Silvesterkonzert mit den Berliner Philharmonikern ein. Das sorgt für den richtigen Schwung, um noch ein paar lästige Hausarbeiten zu erledigen. Oder legt eine CD auf: zum Beispiel Johann Strauss oder Mozart - Ohrwürmer vom Feinsten! Der Lohn: Eine Stunde Aufräumarbeiten schafft ca. 120 Kalorien weg, eine halbe Stunde Putzen immerhin 135 (eine Stunde Sofalümmeln verbraucht dagegen nur 55); Singen erleichtert um weitere 180 Kalorien. Falls ihr's mit der Klassik nicht so habt, dann ist abends Party angesagt. Beim Tanzen lösen sich etwa 300 Kalorien in Wohlgefallen auf, ihr müsst allerdings eine Stunde durchhalten. Doch das fällt garantiert nicht schwer, wenn ihr wisst: Morgen gibt's auf der Waage endlich mal kein böses Erwachen ...
  • Text: Stephan Bartels, Susanne Gerlach

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