Ernährung
Eiscreme, Kalorien und unser Lustzentrum: 10 Fakten

Wie man bei Eiscreme Kalorien spart, und warum Softeis nachmittags gesünder ist - 10 Tipps und Fakten rund um den Snack.

Foto: Andrea Pistolesi/Getty Images

Kein Sommer ohne Eiscreme! Zumal es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Klar, Eiscreme hat Kalorien, aber man muss sich auch mal was gönnen. Außerdem gibt es Varianten, die weniger Kalorien mitbringen, etwa Sorbets und Mini-Packungen, die den Süßappetit zuverlässig stillen. So kommen auch Figurbewusste auf ihre Kosten. Hier sind 10 Fakten zu Eiscreme - zum Erfrischen und Auffrischen.

  • Sei gut zu Deiner Eiscreme
    Eiscreme mag's am liebsten gleich bleibend kalt. Durch häufiges Auftauen, Stehenlassen und Einfrieren werden die Eiskristalle immer größer, und futsch sind Cremigkeit und Schmelz. Bei Liter-Packungen daher zügig entnehmen, was man braucht oder gleich eine kleine Portion kaufen. Eiscreme nicht zu lange lagern, sonst geht die Luft raus, und sie wird zäh wie Kaugummi. Eigentlich auch klar: Wer Eis für Zuhause kauft, sollte es in einer Kühltasche transportieren. Bei Sommerhitze schmilzt es im heißen Auto wie nix, und dann - siehe oben.
  • Auch Joghurt mag Frost
    Voll der Trend: Frozen Yoghurt. In derzeit acht deutschen Städten (u. a. Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München) gibt es die Friends of Frozen Yoghurt, Shops, die cremig gefrorenen Joghurt in vielen Variationen anbieten. Das kalte Vergnügen hat verglichen mit Eiscreme angeblich weniger Kalorien und ist gesünder, sagen die Macher. Der Joghurt enthalte mehr Eiweiß, weniger Fett sowie Quark statt Sahne. Mag sein, solange man nicht noch die verführerischen (und durchaus kalorienreichen) Toppings dazu ordert, etwa warme Schokostreusel, Honignusscrunchies, Marschmallows, Brownies.

  • Schlanker schlecken
    Das freut figurbewusste Öko-Fans: Frozen Joghurt in Bio- und Demeter-Qualität, zum Beispiel Tim's Frozen Yogurt aus fettarmem Joghurt und Himbeerpüree (von Schrozberg; im Naturkosthandel).

    Joghurt-Eis schnell selbst gemacht: einfach einen Fruchtjoghurt (3,5 Prozent Fett) im Tiefkühlfach parken. Das ist zwar keine echte Eiscreme, dafür aber kalorienärmer: Ein 150 Gramm-Becher Fruchtjoghurt liefert nur ca. 150 kcal, zwei Kugeln Vanilleeis (130 Gramm) hingegen ca. 260 kcal.
  • Genuss ohne Bauchgrummeln
    Für alle, die keinen Milchzucker vertragen gibt es laktosefreies Eis. Zum Beispiel Bourbon-Vanille-Eiskrem oder Erdbeer-Frucht-Eiskrem von Minus L, im Reformhaus.
    Und wer überhaupt keine Milch im Eis möchte, kauft Eis aus der einheimischen Blauen Süßlupine. Lupinesse ist öko, vegan und in drei Sorten zu haben: Strawberry Mousse, Vanilla Cherry und Choco Flakes (im Naturkostladen und in einigen Edeka-Märkten).
  • Kalorien sparen
    Tut nicht weh und spart Kalorien: kleinere Portionen Eiscreme kaufen. Die Hersteller bieten von beliebten Sorten Multipacks an, zum Beispiel Magnum Kisses Baiser und rote Früchte: Das Stiel-Eis mit ca. 80 Gramm liefert 220 Kilokalorien, die Mini-Portion mit 50 Gramm nur 140 Kilokalorien. So eine kleine Portion reicht vollkommen fürs Geschmackserlebnis, und Sie können sie sich öfter mal guten Gewissens gönnen.
  • Eiskalte Lustquelle
    Schon ein Löffel Eis reicht aus, um die Lustzentren im menschlichen Gehirn anzuknipsen. Das ergab eine Studie des Psychiatrischen Instituts in London. Dieselben Zentren werden auch aktiviert, wenn wir unsere Lieblingsmusik hören oder Geld gewonnen haben.
  • Läcker aus Schweden
    Eiscreme und Sorbet vom schwedischen Hersteller SIA haben inzwischen auch unsere Kühltruhen erobert. Zum Beispiel in der Geschmacksrichtung Lemoncurd mit Baiserperlen, Walnut mit kandierten Walnüssen oder - ganz neu - Karamell Macadamia, durchzogen von gerösteten Macadamia Nüssen und Karamellsauce. Neue Sorbets sind Citron und Äppelcider. Was das Eis so "läcker" macht: Es ist reine Natur, enthält Milchfett, und das ist nicht mehr selbstverständlich. Gern werden billiges Palm- oder Kokosfett und künstliche Aromen eingesetzt. Aber der schwedische Hersteller SIA Svensk Glass will gute Traditionen bewahren, deshalb trägt sein Eis ein Label mit einem Schutzengel (in vielen Supermärkten zu bekommen und online bequem nach Hause unter myTime).
  • Selbstgemacht
    Einfach mal probieren: Eis aus der eigenen Küche. Das schaffen Sie auch ohne Eis-Diplom.
    Sahneeis: Geschlagene Sahne, fertigen Smoothie und eventuell Zucker verrühren und einfrieren oder in die Eismaschine geben. Fruchteis: Tiefkühl-Früchte mit Likör oder Honig, Ahornsirup oder Agavendicksaft pürieren. Sorbet: Pürierte Früchte mit leicht gesüßtem Ei-Schnee mischen, ins Tiefkühlfach geben und die Masse während des Gefrierens ab und zu mit einer Gabel durchrühren.
  • Softeis - am Nachmittag
    Softeis - so weich, so cremig - und so leicht! Eine Portion hat nur etwa 130 Kalorien. Softeis ist deutlicher wärmer als anderes Eis: minus acht Grad (gegenüber minus 18 Grad). Dadurch kommen Geschmacksnoten wie etwa Vanille besser zur Geltung. Zwar können sich generell bei Minusgraden Keime nicht vermehren, doch wenn Maschinen nicht gut gepflegt oder unsachgemäßt genutzt werden, dann können sich zum Beispiel Salmonellen vermehren und ins Eis gelangen. Tipp für den Kauf: Softeis nur dort kaufen, wo Personal, Eismaschine und Umgebung gepflegt aussehen. Und lieber nicht vormittags, rät die Verbraucher-Organisation Foodwatch, denn sind Keime und Bakterien drin, landen die in den ersten Portionen.
  • Heiß auf Eis im Norden
    Beim Eis-Essen gibt es ein klares Nord-Süd-Gefälle in Europa, und der Norden liegt ganz vorn: Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 120 Litern jährlich sind die Finnen Europameister im Eis-Essen, gefolgt von den Norwegern und Schweden. Denn im hohen Norden gilt Eis nicht nur als Snack für zwischendurch, sondern als vollwertige Mahlzeit. Wir Deutschen sind immerhin mit knapp 8 Litern dabei. Schlusslicht: die Portugiesen, 4 Liter Eis pro Kopf. Übrigens: Die beliebteste Geschmacksrichtung der Deutschen ist immer noch und immer wieder Vanille-Eis.
  • Text: Susanne Gerlach

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