Lebensmittelkennzeichnung
Etikettenschwindel: Kindertees sind am schlimmsten
Kritische Verbraucher haben die Instant-Kindertees von Hipp zur "dreistesten Werbelüge" des Jahres gewählt. Klicken Sie sich durch weitere Beispiele für Etikettenschwindel.
Instant-Früchtetees für Kleinkinder
Der "Goldene Windbeutel" der Verbraucherorgansitation Foodwatch für die "dreisteste Werbelüge" geht 2012 an Hipp. 44.000 von insgesamt 130.000 Teilnehmern der Online-Abstimmung haben sich am meisten über die Kleinkinder-Tees geärgert. Wichtigster Kritikpunkt: Eine kleines Glas Tee (200 Milliliter) enthält umgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker. Hipp hat bereits zu Beginn der Abstimmung bekannt gegeben, die Tees bis Ende 2012 vom Markt zu nehmen.
Sie haben einen Fall von Etikettenschwindel entdeckt? Hier können Sie den Lebensmittel-Schummel der Verbraucherzentrale melden: www.lebensmittelklarheit.de. Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Hartmut König von der Verbraucherzentrale Hessen.
Neu: Smartphone-Besitzer können jetzt direkt am Supermarktregal Informationen über irreführende Produktkennzeichnungen und die tatsächlichen Aussagen dahinter abrufen. Möglich macht das die kostenlose App von "barcoo", die den Barcode auf Verpackungen von Lebensmitteln scannt.
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Gesunde Kinder-Lebensmittel
Müsliriegel
"Der körnige Riegel ohne Zuckerzusatz" und "Das Beste aus dem Korn" steht verlockend auf der Packung. Ein Blick auf die Zutatenlisten ernüchtert umgehend: nur 12 Prozent Gersten- und Weizenflocken. Den Hauptanteil macht Maltitsirup aus, gefolgt von Mehl. Maltitsirup ist ein Zuckeraustauschstoff mit nur etwa halb soviel Kalorien wie Zucker. Der Hinweis "ohne Zuckerzusatz" ist daher zwar korrekt, aber verwirrend.
Wasabi-Erdnüsse
Erdnüsse, mit scharfer Wasabipaste umhüllt - möchte man meinen.
Doch statt echter Nüsse hat man es mit einem knusprigen Kügelchen aus Algenkonzentrat zu tun. Aroma- und Farbstoffe helfen, das Ganze geschmacklich und farblich abzurunden. Klarer Fall von Etikettenschwindel, meinen Verbraucherschützer.
Müsli Schoko Kirsch
Die Mischung aus Müsli mit Schokostückchen und getrockneten Kirschen ist ja nicht verkehrt. Nur, wenn ein Teil der Kirschen durch (preiswertere) getrocknete Cranberrys ersetzt wird, dann ist das Etikettenschwindel. Wenigstens kein schlechter Tausch: Cranberrys enthalten viel Vitamin C.
Meeresfrüchtecocktail
Schöne Sache: ein Mix aus Tintenfisch, Garnelen, Langusten als Fertigprodukt im Feinkostregal. Blöd nur, wenn dann alles gleich schmeckt, weil's aus Fischresten in Form gepresst wurde.
Grünes Pesto
Köstlich: Spaghetti mit grünem Pesto, das schmeckt nach Italien! Wirklich? Statt Olivenöl, Pinienkernen Basilikum und Parmesankäse fanden Verbraucherschützer in einem Pesto-Glas einen Mix aus Schmelzkäse, modifizierter Stärke, Molke, Aroma- und Farbstoffen – ach ja, ein wenig Basilikum war dann doch drin.
Pizza, mit Käse überbacken
Hier lässt sich leicht mal schummeln, denn auf der Tiefkühlpizza ist echter von nachgemachtem Käse für Laien nicht zu unterscheiden. Das Imitat, so genannter Analogkäse, besteht aus Pflanzenfett und Milcheiweiß.
Kaffee Melange
Das steht auf der Packung. Klingt gediegen, zum Beispiel nach einer Mischung (Melange) verschiedener Kaffeesorten. Weit gefehlt! Verbraucherschützer entdeckten einen Mix der besonderen Art: Kaffeepulver mit Zucker (Maltodextrin) gestreckt.
Sauce Hollandaise
Nur gute Butter und Eigelb – so das klassische Rezept. Geht als Fertigsoße auch preiswerter: Pflanzenöl, Zusatzstoffe, wenig Eigelb.
Schwarze Oliven
So wie es grüne Oliven gibt, gibt es halt auch schwarze, oder? Stimmt. Aber die sind teuer, und deshalb werden grüne auch gern mal umgefärbt, mit Eisensalz. Am besten immer auf die Zutatenliste schauen.
Guacamole-Dip
Avocado gibt hier den Ton an, klarer Fall – oder sollte es jedenfalls. Scheint aber auch anders zu gehen: nur wenig Avocado, dafür viel Schmelzkäse, modifizierte Stärke, Farbstoffe, Öl. Diese Mischung fanden Verbraucherschützer in einem Fertigprodukt.

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BRIGITTE
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am um
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Etikettenschwindel
am 03.04.12 um 14:04
Wie schön, dass hier manche an das glauben, was hinten drauf steht. So viel Vertrauen in Betrüger ist doch zu schön, vor allem, wenn Hersteller nicht mal auch nur annähernd 20% von dem deklarieren müssen, was auch tatsächlich drin ist. Nicht mal die Hersteller haben einen Durchblick bei den Produkten, die sie wiederum von ihren Lieferanten bekommen. Und der Verbraucher meint, immer noch den Durchblick zu haben, weil es ja hinten drauf steht. Und der Staat ist auf Seiten der Hersteller, nicht auf der der Verbraucher. Gott, lass Hirn regnen!
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BRIGITTE.de-Team
am 21.03.12 um 13:46
Liebe B.,
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Bianka
am 21.03.12 um 12:53
Es wäre toll, wenn da stehen würde wann die Sendung kommt und wie sie heißt.
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Yvonne
am 21.06.11 um 16:31
Und wieso regt ihr euch da drüber noch auf? Ich bin knapp 30 Jahre und wusste schon in den 80ern das die Milchschnitte großer Mist ist.. Man sollte vielleicht einfach mal das Kleingedruckte auf der Rückseite der Verpackung lesen.
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gast
am 21.06.11 um 10:37
Wozu das Ganze? Es steht doch drauf, was drin ist. Sieht man in die Einkaufswagen, kaufen die meisten Leute ganz bewusst Junkfood, Billigbrot, verzuckerte Joghurts etc. Fatal ist nur, dass sie damit auch ihre Kinder fehlernähren.
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pemawi
am 21.06.11 um 10:30
Hier kann man sich einen Überblick verschaffen:
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BRIGITTE.de-Team
am 26.04.11 um 14:25
Liebe Eva,
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Eva
am 23.04.11 um 11:23
Kann ich die Liste "Etikettenschwindel" im Internet abrufen?
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Eva
am 23.04.11 um 11:23
Kann ich die Liste "Etikettenschwindel" im Internet abrufen?
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Traudl
am 15.04.11 um 13:41
Prinzipiell finde ich den Artikel (auch im HEft) interessant. Mich stört allerdings die Polemik dabei. Nicht auf allen Fertigpizzen liegt Analogkäse, nicht jeder Meeresfrüchtecocktail enthält gepressten Fisch. Von der Verantwortung, sich die Inhaltsangaben genau durchzulesen und sich zu informieren, was sie bedeuten, entbindet den mündigen Verbraucher nun mal niemand. Relativ dreist ist das Müsli, das ist eine echte Täuschung.
mehr (10)die Sendung am 19.3. hieß "Die größten Lebensmittellügen". Das stand auch am Montag noch im Artikel, haben wir aber gelöscht, weil es ja inzwischen passé ist.
Wir werden ihre Anfrage aber zum Anlass nehmen, alle 3 Titel noch mal genau aufzuführen. Danke für den Hinweis.
Ihr
BRIGITTE.de-Team
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/etikettenschwindel/mogel_liste/index_ger.html
nein, die Liste gibt es nicht als pdf.
Schöne Grüße
Redaktion BRIGITTE.de