Fette Irrtümer

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"Mehr Fett!" - Liebeserklärung an einen Nährstoff

Iiiiih ... Fett! Nix da, Schluss mit dem Negativ-Image. Fett ist gesund, wir brauchen es, es macht uns sogar glücklich – und schlank. Das ist das Plädoyer der beiden Ernährungswissenschaftler Ulrike Gonder und Nicolai Worm, die für ihr neues Buch "Mehr Fett!" unzählige Studien gesichtet haben.

So hat Fett zum Beispiel emotionale Wirkungen. Weil es gut schmeckt, werden angenehme Gefühle in unserem Körper ausgelöst, wenn wir es essen, fühlen wir uns belohnt. Und Fett macht Stress erträglich. Vor allem aber: Fett macht nicht fett. Es hat keinen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung, ergab eine Auswertung der sogenannten EPIC-Studie mit 90.000 Erwachsenen aus fünf europäischen Ländern. Es ging um die spannende Frage: Ändert sich das Körpergewicht, wenn wir mehr oder weniger Fett essen, und spielt eventuell auch die Art des Fettes (Öl oder Butter, Fisch oder Fleisch) eine Rolle? Das Ergebnis: Es gibt keinen Zusammenhang, und die Fettart ist auch egal.

Wir können also abnehmen und unser Gewicht halten, ohne auf Fett verzichten zu müssen, schließlich ist es ja auch ein Geschmacksträger. Worauf wir allerdings achten sollten: die Kalorienzufuhr. Damit uns die nicht aus dem Ruder läuft, ist es klug, Speisen und Lebensmittel mit geringer Energiedichte zu essen.

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  • Text: Katja Töpfer, Susanne Gerlach
    Fotos: iStockphoto, Systemed Verlag
Letzte Kommentare
  • Flipper
    am 21.10.11 um 08:47
    Es lohnt sich einen Blick nach Schweden zu werfen. Dort ernähren sich viele Menschen nach low carb high fat (lchf) und leben damit glücklich, sehr gesund und auch sehr satt. Viele gute Informationen dazu gibt es auf englisch und auf deutsch im Internert.
  • Fettfrau
    am 16.11.10 um 16:15
    Von der Fett-Verteufelung war ich noch nie überzeugt und habe immer viel und gerne fett gegessen, mich dabei aber an die "gesunden" Empfehlungen der Vollwerternährung gehalten (Vollkornbrot, - nudeln, -reis). Dabei habe ich abends immer einen unbezähmbaren Heißhunger auf Süsses entwickelt, dem ich selten standhalten konnte.
    Nach einigen unerklärlichen Hautproblemen, die sich hartnäckig jeder Behandlung entzogen, habe ich es mit weitgehendem Kohlehydratverzicht versucht und siehe da: alles verschwand,
    der abendliche Heißhunger und mein vollwertiges Übergewicht. Meine Haut sieht Jahrzehnte jünger aus.
    Ohne Hunger und Kalorienzählerei.
    Mittlerweile esse ich Gans mit fetttriefendem Rotkohl satt, aber die Knödel lasse ich stehen.

    Mein Fazit: Die Empfehlung "Mehr Fett" allein kann gefährlich werden, man muss bereit sein, auf die Kohlehydrate zu verzichten.

  • Fett oder nicht Fett
    am 16.11.10 um 10:22
    .. das ist hier die Frage. Seit ich lesen kann, und das sind schon ein paar Jahrzehnte, gibt es die Brigitte und auch Diäten. Was ich im Laufe meines Lebens schon an Diätentwürfen und -vorschlägen gelesen habe, die verworfen oder in geänderter Form wieder entdeckt wurden, meine Diätversuche, die mit Abführmittel anfingen und mit 3-Tage-Wein-Diät (war gut auszuhalten:-) weiterging und heute bin ich "diätfrei"! Ich fahre täglich mit dem Rad zur Arbeit, gehe seit einem halben Jahr 2 x die Woche ins Fitnesscenter, versuche auch 1 x die Woche zum Schwimmen zu gehen, lasse fette Wurst und fetten Käse sehr selten den Weg in meinen Kühlschrank finden, trinke wenig Alkohol und essen ansonsten, was mir schmeckt.
    Seither habe ich 7 kg abgenommen und denke, die Bewegung ist wirklich das A und O! Also - runter von der Couch und ran die Geräte, ich kann es jeder Frau nur ans Herz legen!
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