Das Ergebnis klingt alarmierend: Fressen Ratten ihr Leben lang gentechnisch veränderten Mais, haben sie ein deutlich höheres Krebsrisiko und die Tiere sterben früher. Französischen Forscher hatten die Ratten zwei Jahre lang mit der Gen-Maissorte NK603 des Herstellers Monsanto gefüttert. Fachleute kritisieren allerdings die Methoden der Studie. Mark Tester, University of Adelaide: "Wenn diese Studie tatsächlich auf den Menschen übertragbar ist - warum sterben die Nordamerikaner nicht wie die Fliegen?" Gentechnisch veränderte Lebensmittel seien dort seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Markt und die Lebenserwartung steige unaufhaltsam. Nun soll die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die Ergebnisse prüfen. Ergäben sich neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wolle die EU-Kommission Konsequenzen ziehen.
Französische Politiker fordern derweil, die Zulassung der betroffenen Maissorte auszusetzen oder gar aufzuheben. Zudem sollten andere gentechnisch veränderte Pflanzen ebenfalls über einen Zeitraum von zwei Jahren auf ihre Gesundheitswirkung geprüft werden.
Wer Gentechnik lieber aus dem Weg gehen möchte, sollte sich den neuen Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik von Greenpeace besorgen. in dieser Sonderausgabe prüft die Organisation deutsche Supermärkte auf Gentechnik im Tierfutter und Verbrauchertransparenz. Immer mehr Marken kommen bei Molkereiprodukten ohne Gentechnik aus. Bei ihren Eigenmarken tun sich die deutschen Supermarktketten damit schwer. Christiane Huxdorff, Gentechnik-Expertin von Greenpeace: "Bei den Eigenmarken ist der Handel selbst verantwortlich und kann bestimmen, wie sie produziert werden." Einzig die Bio-Supermärkte schließen Gentechnik im Tierfutter garantiert aus.
Was müssen Sie zu Gentechnik im Essen wissen? Hier geht's direkt zu den 10 wichtigsten Fragen und Antworten.












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am um
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Christiane
am 12.06.12 um 14:14
Ich bin doch immer wieder verblüfft über die Unkenntnis, mit der über "Gentechnik" geklagt wird. Erstens war Züchtung schon immer ein Ausleseprozess von besonders geeigneten Genen, die den Menschen positiv erschienen. Deshalb hat moderner Weizen mehr Körner als Urweizen - gut zum Sattwerden im Übrigen. Mit diesen Selektionsprodukten hat man frühe Gentechnik betrieben: man hat sie gekreuzt und die Kreuzungsprodukte wieder auf geeignete Typen selektiert. Das hat man aber als echten Fortschritt empfunden, und nicht verdammt.
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Gruenwolf
am 12.06.12 um 14:01
Der Beitrag gefällt mir! Bei der Antwort zu Frage 2 möchte ich ergänzend erwähnen, dass es außer dem Bio-EU-Label weitere und strengere Labels gibt. Diese finden Sie hier unter "Ökologische Landbauverbände": http://gruenwolf.wordpress.com/umfragen/
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Angie
am 11.06.12 um 18:41
durch Industrie und Behörden, die eleganterweise einfach durch die entsprechenden Industrien unterwandert werden.
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Angie
am 11.06.12 um 18:39
@Bio:
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Bio
am 06.01.11 um 13:35
Sie sollten nicht so voreingenommen gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln sein!
mehr (5)Zweitens finde ich die zweispältige "Moral" sehr merkwürdig, mit der Pflanzengenetik und Züchtungsarbeit als Hexenwerk gebrandmarkt wird, im Bereich der Medizin findet man es aber klasse, dass Insulin für den Menschen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Tierzellen produziert wird und dort Leben rettet. Auch im Bereich Käse/Molkerei werden gentechnisch veränderte Kulturen eingesetzt und jeder findet diese Joghurt-Sorten lecker. I
Bitte alle mal nac
(aus aktuellem Anlass können Sie dort auch gerne noch eine 11. Frage beantworten)
Ich schließe mich insofern Ihrem Kommentar an, als es ganz nett gewesen wäre, wenn man im Artikel erst mal beschrieben hätte, was Genmanipulation eigentlich ist. Etliche reden drüber, nicht jeder weiss, was eigentlich gemacht wird.
Das unsere Kontrollinstanzen immer so genau sein soll, wäre etwas völlig neues. Genauigkeit vielleicht dort, wo es den kleinen Mann oder die kleine Frau trifft. Nicht jedoch dort, wo massive wirtschaftliche Interessen zu bedienen sind. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ein Konzern wie Monsanto von Lobbyismus absieht?!?
Dass sämtlich Lebewesen Gene haben, ist selbstverständlich. Dass die Genmanipulation bereits abschließend mit allen möglichen Folgen erforscht sein soll, wäre wiederum etwas völlig neues.
Soweit es darum geht, wie neue Technologien und chemische Stoffe in den Verkehr kamen, ohne dass zuerst überprüft wurde, welche Auswirkungen ihre Anwendung hat, empfehle ich als Lektüre das hervorragende Buch "Späte Lehren aus frühen Warnungen", das man sich kostenlos beim Umweltbundesamt bestellen kann. Zwischen den ersten Beobachtungen über die immensen gesundheitlichen Schädigungen durch Asbest und dessen Verbot liegen fast 100 Jahre der Verschleierungen
Gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Pflanzen wurden vorher jahrelang erforscht, sie kennen doch die Bürokratie, die in diesem Land herrscht oder?! Die Kontrollinstanzen sind sehr genau!!!
Wichtig: Alle Lebensmittel enthalten Gene, außer es ist komplett chemisch hergestellt!
Und wenn in ein Lebensmittel ein Gen eingebracht wird, wurde vorher ganz genau erforscht, was dieses Gen bewirkt und bevor irgendetwas auf den Markt gelangt werden viele Versuche gemacht, z.B. dazu ob es Wechselwirkungen mit anderen Proteinen gibt! Da das eingebrachte Gen bekannt ist, ist auch das Genprodukt, ein Protein, und dessen Wirkung bekannt. Es wird vorher genau geprüft, ob es Auswirkungen auf den menschlichen Körper oder die Umwelt gibt!
Vielleicht sollten Sie mal ihren Horizont erweitern und einen Fachmann z.B. Biologie-Prof befragen, Sie recherchieren doch bei anderen Themen auch alle Seiten, oder?