Was ändert sich für die Verbraucher?
In Zukunft dürfen Lebensmittel den Hinweis "ohne Gentechnik" tragen. Wie der Schriftzug aussehen wird, ob es eventuell ein einheitliches Label geben wird, ist noch nicht klar. Dazu wollen sich Hersteller und Verbraucher-
verbände in den nächsten Wochen beraten.
Ab wann werden die ersten Waren mit dem neuen Label im Supermarkt zu finden sein?
Vermutlich schon in den nächsten Monaten. Da der überwiegende Teil der deutschen Konsumenten Genfood rundweg ablehnt, ist der Hinweis werbewirksam. Deshalb werden sich viele Bauern und Hersteller dafür interessieren.
Welche Produkte wird es hauptsächlich betreffen?
Milch, Joghurt, Fleisch und andere Lebensmittel tierischen Ursprungs. Das Problem sind nämlich die Futtermittel: Von den 35 Millionen Tonnen Soja, die jedes Jahr in die EU importiert werden, ist ein Großteil gentechnisch manipuliert. Da werden die Erzeuger in Zukunft wählerischer sein und Druck ausüben, unmanipulierte Ware zu bekommen.
Was genau garantiert der neue Hinweis?
Beispiel Milch: Die Pflanzen, die die Kühe fressen, dürfen nicht gentechnisch verändert sein. Erlaubt ist lediglich, dass bei der Herstellung von Futterzusatzstoffen (wie zum Beispiel Vitaminen) gentechnische Verfahren benutzt werden dürfen. Dasselbe gilt für Tierarzneien.
Lesen Sie auf der nächsten Seite wie weit die Gentechnik bereits auf deutsche Felder Einzug gehalten hat.










