Milch: Flüssig, weiß und angesagt

Sie ist unser erstes Nahrungsmittel und dank Coffee-Shops wieder gut im Geschäft. Ernährungsforscher fanden jetzt heraus, dass sie sogar schlank macht. Eine Hymne an die Milch von einem, der seinen Kakao immer ausgetrunken hat.

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Milch - nur ein Getränk? Nein, Milch ist vor allem auch ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Anfangs war Milch Mutterliebe. Erst aus der Brust, später aus dem Glas - heiße Milch mit Honig, ans Krankenbett gebracht. Milch war Hoffnung: Sie macht groß und stark, wenn man sie nur regelmäßig trinkt. Milch war aber auch eklig, erhitzt bildete sie eine fiese Haut. Später dann war Milch doof und Cola cooler. Und sie machte dick, das mochten die Mädchen nicht. Die tranken lieber Tee oder Vitaminwässerchen. Die Geschlechtertrennung hatte begonnen.

Vielleicht wäre der pubertäre Karriereknick weniger heftig ausgefallen, wenn die Mädchen gewusst hätten, was Ernährungsforscher jetzt herausgefunden haben. Milch kann nämlich viel mehr als groß und stark. Sie kann Pfunde schmelzen, und das - Tusch! - ausgerechnet dort, wo sie am meisten stören: an der Taille. Woran das liegt? Milch enthält viel Kalzium, und das sagt dem Körper, dass er weniger Fett einlagern muss. Er drosselt die Produktion eines Hormons namens Calcitriol. Das sorgt in den Zellen dafür, Zucker in Fett umzuwandeln. Auch wird die Mobilisierung der körpereigenen Fettreserven aktiviert.

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  • Text: Stephan Zimprich
    Foto: Thomas Neckermann
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