Kokosnuss-Wasser - das ideale Sportgetränk

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Die Kokosnüsse müssen grün sein

Die Sache hat nur einen Haken: Sind die Nüsse erst mal braun und reif, taugt das Wasser nichts mehr. Es muss von jungen, noch grünen Nüssen stammen, so genannten Trinknüssen. Die enthalten etwa dreiviertel Liter der Flüssigkeit, und das Fruchtfleisch ist noch eine millimeterdünne, geleeartig weiche Schicht. Mit fortschreitender Reife verfestigt sich das Kokosnuss-Wasser zum weißen Fleisch.

Irgendwann ist dann sämtliches Wasser weg und die Nuss leider ungenießbar. Wer an tropischen Küsten Urlaub macht, sollte sich daher den Frischekick direkt aus der Nuss nicht entgehen lassen. Also rauf auf die Palme? Lieber nicht - siehe Keith Richards. Der Rolling Stone versuchte es vor zwei Jahren auf den Fidschi- Inseln. Nach fünf Metern war Schluss: Gehirnerschütterung. Ist eben doch nicht so einfach. In Indien gibt's extra eine Schule für angehende Palmenkletterer. Und in Asien erledigen dressierte Makaken-Affen den Job: Sie drehen die Nuss um ihre eigene Achse, bis sie runterfällt.

Wo gibt es das Kokosnuss-Wasser?

Eine Tropenreise ist aber gar nicht nötig, um den natürlichen Drink mal zu probieren. Inzwischen gibt es Kokosnuss-Wasser abgepackt im Karton oder Folienbeutel bei uns zu kaufen. Die besondere Herausforderung dabei: Das Wasser muss ohne Luftkontakt abgefüllt werden, sonst verdirbt es schnell. Ein Anbieter ist der in Brasilien geborene Wiener Kinderarzt und Sportmediziner Antonio Martins. Er lässt auf der eigenen Ökoplantage in Brasilien ernten. Mittels Vakuumtechnologie wird den Kokosnüssen das Wasser entnommen, durch Mikrofiltration haltbar gemacht und anschließend als "Dr. Martins' Coco Drink" in 0,33-Liter-Kartons abgefüllt (zu bekommen im Bioladen für ca. 2,90 Euro oder über www.dr-martins.at).

Noch neu im Geschäft: Josefine Staats mit ihrem Unternehmen Future Food Factory (siehe Interview). Im Juni ließ sie 10000 grüne Trinknüsse aus Bangkok gekühlt zur Kieler Woche schippern, wo sie an einem "Coconut Car" geöffnet und verkauft wurden. Mittlerweile bietet die 33-jährige Wahl-Berlinerin sowohl Trinknüsse als auch in Folienbeutel abgefülltes Kokosnuss-Wasser übers Web an: www.kulau.de.

Auf der nächsten Seite: Interview mit einer Kokosnuss-Vermakterin

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  • BRIGITTE 18/08
    Text und Interview: Susanne Gerlach
    Foto: iStockphoto
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