Gewürze, die fit machen

Salbei, Pfeffer, Dill . . . einfach nur Gewürze? Nein, richtige Fitmacher.

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Salbei gegen Viren

Sommer, Sonne und dann das: Herpes. Sollte es Sie erwischt haben, probieren Sie’s mal mit Salbei. Seine Hauptwirkstoffe Thujon und Kampfer hemmen die Vermehrung der Viren. In der Apotheke gibt es Salbeisalbe zum Auftragen. Und gegen starkes Schwitzen ist Salbei ebenfalls zu empfehlen. Am besten Kapseln oder Tropfen (Apotheke) einnehmen. Salbei-Tee nützt nur wenig, weil Thujon nicht wasserlöslich ist. Wenig wirksam sind übrigens auch Salbeipastillen gegen Husten und Halsweh. Die ätherischen Öle, vor allem das Cineol, gehen bei der Herstellung der Bonbons überwiegend verloren. Besser also mit Salbeiöl (Apotheke) gurgeln oder inhalieren.

Dill macht stabil

Für gesunde Knochen: Gurkensalat mit einer Extraportion Dill. Das Kraut enthält viel Kalzium und Fluor - beides ist außerdem gut für die Zähne. Überhaupt verbergen sich in Dill große Mengen an Mineralstoffen, zum Beispiel Zink für die Immunabwehr und Jod zur Bildung von Schilddrüsenhormonen. Die feinen Dillzweiglein enthalten außerdem viel Betakarotin (schützt die Haut vor Sonnenstrahlen und ist die Vorstufe für das Augenvitamin A).

Gut zur Haut: Kurkuma

Ein Curry beim Inder kann als kleine Schönheitsmaßnahme verbucht werden. Denn in Curry-Mischungen steckt Kurkuma, ein Hautschutzstoff. Frankfurter Forscher entdeckten, dass das leicht scharf schmeckende Gewürz die Freisetzung von Zytokinen hemmt, als Hauptauslöser der Schuppenflechte gelten. Und bei Hautentzündungen hilft eine selbst gemachte Paste aus einem Esslöffel Speiseöl und einem Teelöffel Kurkumapulver (Gewürzhandel) - täglich zwei bis drei Mal auftragen. Und Kurkuma kann noch mehr: Seine gelben Farbstoffe wirken antibiotisch und entzündungshemmend, unterstützen die Galle und schützen vor Ablagerungen in den Blutgefäßen.

Hellwach dank Rosmarin

Müde und unkonzentriert bei der Arbeit? Wie wär’s mit Rosmarin statt Kaffee? Legen Sie sich einen Duftstein mit Rosmarinöl ins Arbeitszimmer. Die ätherischen Öle machen hellwach und konzentriert, haben Studien gezeigt. Der Wirkstoff Carnosolsäure geht direkt ins Gehirn und regt sogar das Nervenwachstum an. Wissenschaftlich gesichert ist auch seine Wirksamkeit bei Magen- und Darmkrämpfen. Dafür am besten Rosmarintee trinken (aus getrockneten Nadeln) oder ein paar (frische oder getrocknete) Nadeln ins Essen geben, empfiehlt Bernhard Uehleke vom Naturheilkunde-Lehrstuhl der FU Berlin.

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  • Text: Jörg Zittlau BRIGITTE 16/05
Letzte Kommentare
  • Udo Scheuvens
    am 08.08.10 um 10:53
    Bei Blähungen bestens bewährt hat sich Kümmel. Für Säuglinge gibt es Windsalbe, deren Hauptbestandteil Kümmelöl ist. Erwachsene sltten sich einen Kümmelaufguß machen. Hier gilt 2EL Kümmel im Mörser zerstoßen bis Öl austritt. In eine Tasse (150 ml) geben und mit siedendem Wasser übergießen. 10 Minuten stehen lassen und dann ungesüßt auf einmal trinken. Hilft garantiert in kurzer Zeit. Ansonsten gibt es noch Medikamente wie sab - simplex oder Lefax freiverkäuflich in der Apotheke. Diese beiden zerstören die Oberfläche der Luftblasen und sorgen so schnell wieder für Wohlbefinden.
 
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