Gewürze, die fit machen
Melisse gegen Stress
Abtauchen in der Badewanne - das ist für viele die schönste Art zu entspannen. Noch besser: 60 Gramm Zitronenmelisseblätter im Leinensäckchen in die Wanne hängen. Laut Vergleichsstudien sind Melissebäder als Beruhigungsmittel unschlagbar. Auch als Tee kann Melisse einiges für uns tun. Nach Studien der englischen Northumbria- Universität mobilisiert das Kraut den Hirnbotenstoff Acetylcholin und fördert dadurch das Denk- und Erinnerungsvermögen. Am besten über den Tag verteilt mehrere Tassen trinken: zwei Teelöffel Melisseblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Teebeutel mit Melisse sind nur dann eine gute Alternative, wenn sie in Folie verschweißt sind. Sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle schnell.
Appetitbremse Pfeffer
Sie möchten ambehmen, doch abends überkommt sie der Hunger? Dann sollten sie ihr Mittagessen gehörig pfeffern. Das bremst den Appetit am Abend, so die Erkenntnis kanadischer Wissenschaftler. Pfeffer mobilisiert außerdem den Stoffwechsel und die Kalorienverbrennung. Egal übrigens, ob weißer, schwarzer, grüner oder Cayenne-Pfeffer. Aber nicht übertreiben: In extrem hohen Dosierungen reizt das Gewürz die Magenwände. Schon länger bekannt ist eine andere Wirkung des Pfeffers: Er betäubt das Schmerzempfinden. Pfeffer ist daher der Hauptwirkstoff in schmerzstillenden Salben und Pflastern gegen Rückenbeschwerden, Rheuma und Neuralgien.
Legales Doping: Bockshornklee
Darüber freuen sich Ausdauersportler genauso wie Dauerdenker: Bockshornklee verbessert die Sauerstoffaufnahme im Blut. Verantwortlich dafür sind Saponine. Von diesen Pflanzenstoffen profitieren auch Frauen, die Probleme mit dem Stillen haben, denn die Wirkstoffe regen die Milchproduktion an, wie eine amerikanische Studie zeigte. Bockshornkleesamen schmeckt curryartig und ist eine beliebte Zutat in der indischen Küche. Die Dosierungen sind allerdings zu gering für eine arzneiliche Wirkung. Da nimmt man besser so genannten aktivierten Bockshornkleesamen (Apotheke oder Gewürzhandel). Er wurde in Gerstenöl erhitzt, damit seine Saponine optimal für den Körper verwendbar sind.
Fitmacher Eberraute
Wer denkt schon mitten im Sommer an Schnupfen ...und dann ist er plötzlich doch da. Beugen Sie vor, mit Eberraute. In einer Studie der Uni Köln senkte Eberrauten-Tee die Anfälligkeit für Schnupfen und andere Atemwegseffekte. Das beifußähnliche und früher sehr beliebte Gewürz zu Fleisch und Gemüse aktiviert die natürlichen Killerzellen und T-Lymphozyten, zwei zentrale Einheiten des Immunsystems. Am besten einen gehäuften Teelöffel Eberrautenblätter (Gewürzladen. Apotheke) mit einer Tasse Wasser aufkochen, 30 Sekunden köcheln lassen, abseihen. Drei Tassen pro Tag, und man kommt heil durch nasse Jahrszeiten. Kleiner Nebeneffekt: Eberraute fördert die Verdauung.










