Neun Irrtümer rund ums Trinken

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Grüner Tee ist gesund

Grüner Tee gilt als Wundermittel gegen Krankheiten. Der Tee soll sich dank der enthaltenen Flavonoide positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken und vor Krebs schützen. Es fehlen jedoch Studien, die eine messbare Schutzwirkung beim Menschen nachweisen. Problematisch ist zudem die Pestizidbelastung. Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt hat Grünen Tee untersucht und in fast 80 Prozent der Proben Pflanzenschutzmittel entdeckt. Jede siebte Probe lag sogar über den zulässigen Höchstmengen. "Tee kommt überwiegend aus schwül-warmen Gegenden. Wegen der Gefahr von Schimmelpilzbildung werden dort vielfach Pestizide eingesetzt", erklärt Thomas Kühn, wissenschaftlicher Sprecher des Instituts. Kühn rät deshalb, sich an die Händler zu halten, die Mitglied im Teeverband sind; bei ihnen habe es keine Beanstandungen gegeben.

Wasser trinken und Obst essen macht Bauchschmerzen

Die Worte unserer Eltern haben wir noch im Ohr: "Das gibt Bauchweh", warnten sie, wenn wir Erdbeeren oder Kirschen essen und danach Wasser trinken wollten. Solche Warnungen haben die Kinder von Bernhard Watzl nie bekommen. Der Institutsleiter an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe weiß, dass die Kombination von Obst und Wasser bei der heutigen Trinkwasserqualität kein Problem mehr ist. Er vermutet, dass die Warnungen der Eltern auf Zeiten zurückgehen, in denen Trinkwasser stark mit Keimen belastet war. Die sorgten dafür, dass vor allem Obst mit hohem Zuckergehalt im Wasser gärte. Die Folge: Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall.

Kalte Getränke erfrischen bei Hitze am besten

Die Teestuben in Kairo sind Tradition: Tee genießt man dort auch bei großer Hitze, während wir ihn ja eher im Winter mögen. Doch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, es den Südländern gleichzutun, um den Flüssigkeitsverlust bei hohen Temperaturen auszugleichen. Der Grund: Kalte Getränke können Magenbeschwerden hervorrufen. Außerdem müssen sie vom Organismus erst auf Körpertemperatur gebracht werden. Die Energie, die wir dafür einsetzen, heizt zusätzlich auf. Dagegen bringen uns warme Getränke, in kleinen Schlucken getrunken, kaum zum Schwitzen. Die leichte Verdunstungskälte, die dadurch auf der Hautoberfläche entsteht, kühlt den Körper, ohne den Kreislauf zusätzlich zu belasten.

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  • Text: Monika Herbst, Wiebke Peters
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