Wundermittel als Drinks - was ist dran?
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Getreidegrassaft - geballte Pflanzenpower
Frisch gepresst aus möglichst selbst gezogenem Weizengras soll er sein. Davon schlucke man ein bis zwei Teelöffel täglich. Wem das zu aufwändig ist oder nicht schmeckt, der kauft Weizen-, Distel- oder Gerstengrassaft als Pulver und rührt es in Wasser oder Saft. Der Lohn angeblich: eine gestärkte Immunabwehr und lebenslange Gesundheit. Helfen soll der Saft auch bei Mund- oder Körpergeruch, Leberproblemen und sogar bei Diabetes oder Herzerkrankungen.
Stimmt das? Die Grassäfte sind reich an Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen. Und enthalten viel Chlorophyll, den grünen Blattfarbstoff, der die Blutbildung unterstützen und die Sauerstoffversorgung der Zellen verbessern soll. Chlorophyll steckt allerdings auch in Blattsalat und grünem Gemüse.
Fazit: Grasdrinks schaden zwar nicht, aber wir brauchen sie auch nicht, wenn wir uns ansonsten ausgewogen ernähren. Ein Speiseplan mit viel frischem Gemüse und Obst liefert in der Regel alle wichtigen Nährstoffe und schmeckt besser. Da kann man sich den hauseigenen Grasanbau in Keimgeräten und den teuren Spezialentsafter sparen.
Aloe-Saft - Allheilmittel aus den Tropen
Der Saft aus den fleischigen Blättern der Aloe vera enthält Eiweiß-bausteine, Zuckerverbindungen, Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Er soll gegen Diabetes, Magen-Darm-Geschwüre, Herzerkrankungen, HIV-Infektionen und Krebs helfen.
Stimmt das? Die Auswertung der Studien über Aloe klingt ernüchternd: Nur für die äußerliche Anwendung ist die Wirksamkeit erwiesen. Aloe-vera-Gel wirkt kühlend, feuchtigkeitsspendend und hemmt Entzündungen, ist daher ideale Zutat für After-Sun-Produkte. Dass der Saft Blutzucker und Blutfette verringert, ist aber nicht eindeutig belegt. Zu Erkrankungen wie Krebs, Aids, multipler Sklerose oder Alzheimer liegen überhaupt keine wissenschaftlichen Studien vor. Neuere Laboruntersuchungen lassen darauf hoffen, dass die Wüstenkönigin bei Reizdarm und Magengeschwüren von Nutzen sein könnte.
Fazit: Schädlich ist der Saft nicht. Eventuell erhärten weitere Studien die günstigen Effekte auf Magen und Darm.
Kombucha - asiatischer Fitmacher
Tee, Zucker, Hefen und Pilze vergären zu einem Getränk mit geleeartiger Haut, genannt Kombucha – zu Deutsch: Algentee. Kombucha soll die Darmfunktionen anregen, den Körper entgiften, das Immunsystem stärken, gegen Bluthochdruck und Krebserkrankungen helfen.
Stimmt das? Beim Gären entstehen Abbauprodukte, die offenbar das Immunsystem positiv beeinflussen. Das zeigte eine Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover an einer kleinen Gruppe von Gebirgsjägern. Eine vierwöchige Kur mit täglich 400 Milliliter Kombucha erhöhte die körperliche Leistungsfähigkeit der Männer und normalisierte ihre Blutwerte. Milchsäure, die bei starker körperlicher Belastung entsteht und am Muskelkater beteiligt ist, wurde schneller abgebaut als bei der Vergleichsgruppe, die ein Getränk ohne Kombucha erhielt. Auch die Verdauung wurde gefördert. Blutdrucksenkende und krebshemmende Wirkungen konnten die Forscher nicht feststellen.
Fazit: Wer körperlich viel leistet, sollte mal ausprobieren, ob es etwas bringt.












Wichtig ist doch zuerst mal, ob ich Sachen wie Heißhunger unter Kontrolle habe.
Und das schein mit Nonisaft möglich zu sein, wie ich auf http://www.noni-lebensmittel.de gelesen habe.