Gesundheits-Info

Fasten: Das 12-Tage-Programm

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3. Tag - Fastentag und Hausputz für den Darm
Ernährung: Jetzt geht es richtig los mit dem Fasten. Legen Sie diesen Tag so, dass Sie zu Hause bleiben können. Morgens 1/4 Liter Morgentee, z. B. Rosmarintee, Weißdorntee (kreislaufanregend) oder Eisenkraut- (Verbene-) bzw. Pfefferminztee (anregend für Leber und Galle). Im Anschluss glaubern, also abführen mit Glaubersalz: Damit der Körper besser von Nahrungsaufnahme zur Ausscheidung umschalten kann, wird das Fasten mit einer kräftigen Darmentleerung eingeleitet. Diese Maßnahme mindert die Hungergefühle während des Fastens.

So geht es: Superschlanke nehmen 20 g Glaubersalz auf 1/2 Liter Wasser, Normalgewichtige 30 g auf einen 1/2 Liter Wasser, Übergewichtige 40 g auf 3/4 Liter Wasser. Glaubersalz schmeckt grässlich, geben Sie eventuell ein paar Spritzer Zitronensaft zu. Trinken Sie diese Lösung kühl und möglichst zügig. Innerhalb der nächsten ein bis drei Stunden erfolgen mehrere durchfallartige Entleerungen. Sollte der Bauch kneifen: Tee oder Wasser trinken, ins Bett legen, eine Wärmflasche auf den Bauch. Hat sich bis zum Abend keine Darmentleerung eingestellt, helfen Sie mit einem Einlauf (Apotheke) nach.

Achtung: Frauen, die die Pille nehmen, sollten die Einnahme auf drei Stunden nach dem Abführen verschieben. Und: Wer hin und wieder unter Migräne leidet oder Bandscheibenprobleme hat, darf auf keinen Fall glaubern, da der schnelle Wasserentzug die Beschwerden verstärken kann. Alternative: Laxoberal oder Passage FX Salz (gibt es beides in der Apotheke). Diese Mittel führen langsamer ab. Der Prozess dauert hier den ganzen Tag und nicht nur ein bis drei Stunden.

Mittags Gemüsebrühe und Wasser. Gemüsebrühen können Sie entweder als Fertigprodukt (hefeextraktfrei!) im Reform- oder Naturkostladen kaufen oder selbst herstellen. Nachmittags Kräutertee (z. B. Ingwertee, wirkt wärmend) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertees (z. B. Kamille, Johanniskraut, Baldrian, Hopfen, Zitronenmelisse, da diese entspannungsfördernd sind), Obst- oder Gemüsesäfte. Obstsäfte nie pur, sondern immer stark verdünnt als Schorle trinken, Mischungsverhältnis 1/3 Saft, 2/3 Wasser. Empfohlene Obstsäfte: Apfel naturtrüb, Traube und Birne (siehe Einkaufsliste). Gemüsesäfte ebenfalls verdünnen. Am besten den Saft mit heißem Wasser im Verhältnis 1:1 mischen und dann wie eine Suppe auslöffeln, statt ihn aus dem Glas zu trinken. Sie können alle im Reformhaus/Naturkostladen angebotenen Gemüsesäfte verwenden. Wenn Sie milchsauer vergorene Säfte bevorzugen, unterstützen Sie auch Ihre natürliche Darmfunktion.

Wichtig: Auch im Laufe des Tages zwischendurch immer wieder Wasser trinken! Wer überhaupt keinen Tee mag, kann auch ausschließlich Wasser trinken. Hauptsache, Sie kommen auf die ausreichende Gesamttrinkmenge von drei Litern: also mindestens 2,5 Liter Wasser und Tee, je 1/4 Liter Brühe und Saft. Bei Bedarf, d. h. wenn Ihnen schwindelig ist und der Kreislauf zusammensackt, sollten Sie etwas Honig oder Agavendicksaft einnehmen, z. B. im Tee. Zucker und Süßstoffe bleiben verboten!

Pflege: Glaubern laugt aus, verwöhnen Sie sich bei der Pflege. Zum Duschen ein besonders pflegendes, nicht austrocknendes Gel nehmen. Danach tut eine Bürstenmassage gut, am besten die Haut zuvor einölen. Mit einer Körperbürste von den Füßen beginnend den ganzen Körper mit kräftigen Streichbewegungen - immer in Richtung Herz - abreiben. Erst Füße und Beine, dann Arme, zum Schluss Bauch und Oberkörper. Den Bauch mit kreisenden Bewegungen bearbeiten.

Die Massage hat einen doppelten Effekt: Die Haut wird geschmeidig, Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt. Gut fürs Gesicht ist eine milde, beruhigende Creme. Legen Sie sich auch eine reichhaltige Handcreme parat. Es kann sein, dass Sie sie jetzt mehrmals täglich brauchen. Abends die Füße dick eincremen und massieren. Das wärmt, entspannt und sorgt für ein wohliges Gefühl. Auch werden dabei die Fußreflexzonen aktiviert: zunächst die ganzen Füße durchkneten, dann jeden Zeh einzeln kräftig massieren, mit der Faust die Fußsohle bearbeiten, dann zum Abschluss noch mal den gesamten Fuß ausstreichen.

Bewegung: viel faulenzen, aber auch einen kleinen Spaziergang machen. Auf keinen Fall in die Sauna gehen, das wäre für den Kreislauf jetzt einfach zu viel. Wer sich gut fühlt, startet mit den Yoga-Übungen fürs Heilfasten.

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  • Produktion: Bénédicte Mohr
    Text: Eva Meschede, Sandra Schulte
    Fachliche Beratung: Elisabeth Müller, Fastenleiterin; Dr. Andreas Buchinger, Leiter der Klinik Dr. Otto Buchinger in Bad Pyrmont; Dorothe Bertlich-Baumeister, UGB
    Foto: Getty Images
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