Gesundheits-Info

Fasten: Das 12-Tage-Programm

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4. Tag - Fastentag
Ernährung: Morgens Morgentee (wie Tag 3 oder, falls ein hautreinigender Effekt gewünscht ist, Hagebutten- oder Salbeitee). Mittags Gemüsebrühe und Wasser. Bei anhaltendem Hungergefühl statt der Gemüsebrühe eine Reis- oder Haferbrühe löffeln. Rezept für 1 Portion: 1 EL geschroteten Reis oder Haferflocken mit 150 Milliliter Wasser zum Kochen bringen. 5 bis 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Masse durch ein Sieb passieren. Suppe bei Bedarf mit Kräutern abschmecken.

Nachmittags Kräutertee (wie Tag 3, oder bei Blähungen Anis- oder Fencheltee) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertees (siehe Tag 3), Obst- oder Gemüsesäfte. Achtung: Hapert es mit der Verdauung (das gilt für alle Fastentage!), sollten Sie abends einen Einlauf machen oder eine leichte Bauchmassage anwenden.

Pflege: wie 3. Tag. Bei Pickelchen und Mitessern das Gesicht mit einer sanften Waschcreme gegen Hautunreinheiten säubern, die z. B. mit milder Milchsäure leicht abschilfernd und porenöffnend, zugleich antibakteriell wirkt. Durch das Fasten können auch die Lippen trocken werden, darum ist es sinnvoll, eine reichhaltige Lippenpflege dabei zu haben, etwa mit Calendula-Öl und Dexpanthenol.

Machen Sie es sich abends schön, Sie können stolz sein, schon den 4. Tag geschafft zu haben - zum Beispiel indem Sie aus dem Eincremen ein kleines Massageritual machen. Eine beruhigende Körperpflege mit Thermalwasser beugt dabei auch Hauttrockenheit vor. Die Haut an Oberschenkeln, Bauch und Armen mit leicht kneifenden Knetbewegungen durchwalken. Das fördert die Hautdurchblutung.

Bewegung: Morgens im Bett ausgiebig räkeln, strecken und dehnen. Langsam aufsetzen - damit Ihnen nicht beim Aufstehen schwindelig wird. Wer Frühgymnastik gewohnt ist, sollte dies weiterhin tun. Am frühen Nachmittag eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren gehen. Das Tempo bestimmen Sie, ganz nach Ihrem Wohlbefinden. Wenn Sie merken, dass Sie fit sind, können Sie auch walken oder langsam joggen. Während des Spaziergangs immer mal wieder moderate Ausfallschritte machen, um die Beine zu dehnen, Arme in der Luft kreisen lassen.

Machen Sie abends die Yogarolle. Die Übung bewirkt gleich mehrere Dinge: Sie stärkt die Bauchmuskulatur, regt die Verdauung an, entlastet Nacken und Wirbelsäule und wirkt dazu noch herrlich entspannend. So geht's: Mit angezogenen Knien auf den Boden setzen, die Arme umfassen die Schienbeine, die Stirn liegt auf den Knien. In dieser Haltung beim Einatmen behutsam auf den Rücken rollen. Mit leichtem Schwung beim Ausatmen wieder nach vorn rollen. So lange rhythmisch vor- und zurückrollen, wie es Ihnen gefällt. Wichtig: Nach jeder Anstrengung pausieren, sich für mindestens 20 Minuten in ein ruhiges Zimmer zurückziehen, hinlegen, Augen schließen, bewusst und tief ein- und ausatmen. Der Körper braucht Zeit für seine Stoffwechselarbeit. (Beim Fasten-Yoga halten Sie sich an die entsprechenden Übungen).

Ab dem 2. Tag ganz ohne Nahrung sollten Sie der Leber beim Entgiften helfen, mit einer Leberpackung, die Sie idealerweise während der Ruhephase nach der Mittagsbrühe machen. Dazu ein Leinentuch einmal längs zusammenfalten, zu einem Drittel in heißes Wasser tauchen, auswringen. Im Liegen erst die feuchte, dann die trockene Seite des Handtuchs auf den nackten Bauch legen, die heiße Wärmflasche obendrauf packen.

5. Tag - Fastentag
Ernährung: Morgens Morgentee (wie Tag 3 oder 4). Mittags Gemüse- oder Reisbrühe und Wasser. Nachmittags Kräutertee (wie Tag 3 oder 4) und Wasser. Abends Wasser, Kräutertee (siehe Tag 3), Obst- oder Gemüsesäfte. Achtung: Kommt es zu Durchfällen, Obstsäfte und evtl. Gemüsesäfte noch stärker verdünnen. Wenn das nicht hilft, Säfte weglassen, nur Tee und Wasser trinken.

Pflege: wie 3. Tag. Bei Pickeln ein Gesichtsdampfbad als tiefenreinigende Intensivpflege. Abends tut die Fußmassage gut.

Bewegung: wie 4. Tag. Jetzt sind die meisten Fastenden körperlich schon fitter, erweitern Sie Ihr Bewegungsprogramm mit Gymnastik zum Wachwerden: Morgens nach dem Aufstehen aufrecht hinstellen und den Körper einige Male locker durchschütteln, wobei Sie ruhig ein- und ausatmen. Dann noch einige Minuten tief weiteratmen. Beim Einatmen alle Muskeln ungefähr sieben Sekunden lang anspannen, beim Ausatmen loslassen, die Muskeln entspannen sich wieder. Idealerweise machen Sie diese Übung vor einem weit geöffneten Fenster, um viel Sauerstoff zu tanken. Oder Sie machen diese Yoga-Übungen.

6. Tag - Fastentag
Ernährung: Morgens Morgentee. Mittags Gemüsebrühe oder Haferbrühe und Wasser. Nachmittags Kräutertee und Wasser. Abends Wasser, Kräutertee, Obst- oder Gemüsesäfte.

Pflege: wie 3. Tag. Kalte Füße sind ein häufiges Problem während einer Fastenkur. Hier hilft ein ansteigendes Fußbad. Füße in Eimer/ Fußbadewanne tauchen, lauwarmes (nicht heißes) Wasser hineingeben. Nun nach und nach heißes Wasser zugießen, so dass die Füße immer wieder einen neuen Wärmeschub erhalten. Zum Abschluss Füße kalt abwaschen, gut abtrocknen, dicke Socken drüber. Machen Sie abends die Thermalwasser-Körperpflege vom 4. Tag.

Bewegung: wie 5. Tag. Am späten Nachmittag oder im Laufe des Vormittags zusätzlich eine Dehnübung. Mit der Dreiecksübung entspannen Sie die Rückenmuskulatur, trainieren Taille, Schenkelund Beinmuskeln und fördern zudem noch die Konzentration, da die Sauerstoffversorgung des Körpers gepusht wird. So geht's: Leicht gegrätscht aufrecht hinstellen, die Arme seitlich in Schulterhöhe ausgestreckt. Achten Sie darauf, dass Sie kein Hohlkreuz machen. Beugen Sie den Oberkörper mit dem Ausatmen langsam nach rechts. Oder machen Sie alternativ diese Yoga-Übungen.

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  • Produktion: Bénédicte Mohr
    Text: Eva Meschede, Sandra Schulte
    Fachliche Beratung: Elisabeth Müller, Fastenleiterin; Dr. Andreas Buchinger, Leiter der Klinik Dr. Otto Buchinger in Bad Pyrmont; Dorothe Bertlich-Baumeister, UGB
    Foto: Getty Images
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