Heilfasten
Den Körper entgiften - so geht's!

Jetzt gilt's: Fasten oder mit Detox den Körper entgiften. Der innere Frühjahrsputz soll für neue Energie und besseres Aussehen sorgen. Die beliebtesten Methoden im Check.

Die einen fasten, die anderen detoxen. Beide wollen das Gleiche: den Körper entgiften, die Folgen schlechter Ernährung und schädlicher Umwelteinflüsse ausradieren. Okay, wir haben eine eigene Entgiftungs-Polizei. Organe wie Leber, Nieren und Haut transportieren schädliche Substanzen ab. Doch nehmen die Überhand, sehen wir müde aus, fühlen uns schlapp und sind anfällig für Krankheiten.

Der Begriff "Detox" (deutsch: Entgiftung) wurde ursprünglich beim Entzug in der Drogentherapie verwendet. Längst hat er sich in der Wellnessbranche als Synonym fürs Fasten etabliert. Wie so oft, sind die USA beim Körper entgiften ganz vorn dabei: Promis wie Oprah Winfrey, Madonna und Beyoncé Knowles schwören auf strenge Fastenprogramme, zum Beispiel auf "The Master Cleanse". Die Regale in den Drogerien dort sind voll von Shampoos, die den Körper entgiften, klärendem Duschgel und entschlackendem Mineralwasser - allerdings haben britische Verbraucherschützer etliche Detox-Erzeugnisse wissenschaftlich unter die Lupe genommen und sie allesamt als "absolut wirkungslos" eingestuft.

Körper entgiften: Was passiert beim Fasten?

Innere Reinigung ist ein urmenschlicher Wunsch. In allen Weltanschauungen und Religionen, ob Buddhismus, Islam, Juden- oder Christentum, werden seit Jahrtausenden Fastenrituale praktiziert. Und in einer Zeit, in der trotz Wirtschaftskrise noch immer Überfluss herrscht, tut es gut, Verlockungen bewusst zu entsagen und Willensstärke zu beweisen. Viele erleben bei der inneren Einkehr ein Hochgefühl, einen meditativen Zustand. Heilfasten-Papst Otto Buchinger beschrieb es so: "Der wahre Kern kommt heraus. Der innere Ruhepunkt wird entdeckt, eben die innere Heimat."

Aber natürlich spielt bei Beyoncé, Madonna und Co. auch das Aussehen eine Rolle, wenn sie ihren Körper entgiften. Detox-Fans wissen, dass sie nach der Fastenkur belohnt werden - mit einem unbelasteten Körper und strahlendem Äußeren. "Fasten ist der Königsweg der Tiefenreinigung", so Detox-Expertin Margot Hellmiß, Autorin von "Mein Entgiftungsprogramm". Aber, was passiert da eigentlich genau? Forscher fanden heraus, dass sich während einer Fastenperiode rund fünf Prozent geschädigter Körperzellen abbauen und so Platz machen für neues Zellmaterial. Im Fettgewebe eingelagerte Giftstoffe werden durch den Nahrungsverzicht aus den Zellen gelöst und über die Entgiftungsorgane Leber, Darm, Niere, Lunge und Haut ausgeschieden. Der Darm wird kräftig durchgeputzt. Das Hautbild, speziell Cellulite, kann sich durch die Entwässerung des Bindegewebes oft deutlich verbessern.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  • Text: Tanja Pöpperl
    Fotos: Odile Hain
    Ein Artikel aus BRIGITTE BALANCE
Sie interessieren sich für unsere Themen? Kostenlosen Newsletter bestellen