Den Körper entgiften: So geht's!
Panchakarma-Kur: Gut geölt
Für Kathrin Tsainis gibt es nichts Besseres als ein inneres Großreinemachen mit der Panchakarma-Kur, der ayurvedischen Entgiftungsmethode
Wie ein Fisch glitsche ich auf dem hölzernen Massagetisch herum, und würden mich Raki und Anja, meine beiden Therapeutinnen, nicht festhalten, ich würde wohl schnurstracks auf dem Boden landen. Wir lachen, manövrieren mich vorsichtig in Rückenlage, und ich schließe wieder die Augen.
Wohltuende Anwendungen und Ölmassagen - Kathrin Tsainis findet's einfach nur zum Genießen. Und hinterher ist alles wie neu
Sachte gießen Raki und Anja weiter Liter um Liter warmes, seidenweiches Kräuteröl über meinen Körper, massieren es ein, und ich fühle mich zutiefst entspannt, zutiefst geborgen. "Pizhichil" heißt diese einstündige Behandlung hier im südindischen Kerala. Sie gehört zu meinen absoluten Favoriten - neben der "Rejuvenation-Therapy", bei der Raki mich mit den Füßen bearbeitet, und ungefähr zehn anderen extrem angenehmen Anwendungen.
Heute ist der sechste Tag meiner mittlerweile dritten Panchakarma-Kur, und obwohl ich weiß, dass all das Ölen und Massieren, die Dampfbäder, die Abreibungen mit Kräuterpasten oder Reispuddingkompressen dem Großreinemachen dienen, mich von Giftstoffen und Schlacken befreien sollen, interessiert mich dieser medizinische Aspekt nur am Rande. Mir erscheint die Wirkung von Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst, jedes Mal wieder wie Magie: Ich komme an, stelle meine Koffer ab, überlasse mich den Ärzten und Therapeutinnen, und schon nach ein paar Tagen gibt es nichts mehr, was mich treibt. Statt wie daheim beim Joggen Dampf abzulassen, gehe ich frühmorgens zum Yoga und freue mich an den fließenden Bewegungen. Ich, erklärter Fleisch-Fan, schwelge in vegetarischen Köstlichkeiten, ohne etwas zu vermissen, und nehme dabei auch noch ab. Mein Kopf wird frei, meine Haut klarer, glatter und fester, ich bin bestens gelaunt, voller Energie und gleichzeitig vollkommen gelassen.










