Den Körper entgiften: So geht's!

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Panchakarma-Kur: Gut geölt

Für Kathrin Tsainis gibt es nichts Besseres als ein inneres Großreinemachen mit der Panchakarma-Kur, der ayurvedischen Entgiftungsmethode

Wie ein Fisch glitsche ich auf dem hölzernen Massagetisch herum, und würden mich Raki und Anja, meine beiden Therapeutinnen, nicht festhalten, ich würde wohl schnurstracks auf dem Boden landen. Wir lachen, manövrieren mich vorsichtig in Rückenlage, und ich schließe wieder die Augen.

Wohltuende Anwendungen und Ölmassagen - Kathrin Tsainis findet's einfach nur zum Genießen. Und hinterher ist alles wie neu

Wohltuende Anwendungen und Ölmassagen - Kathrin Tsainis findet's einfach nur zum Genießen. Und hinterher ist alles wie neu

Sachte gießen Raki und Anja weiter Liter um Liter warmes, seidenweiches Kräuteröl über meinen Körper, massieren es ein, und ich fühle mich zutiefst entspannt, zutiefst geborgen. "Pizhichil" heißt diese einstündige Behandlung hier im südindischen Kerala. Sie gehört zu meinen absoluten Favoriten - neben der "Rejuvenation-Therapy", bei der Raki mich mit den Füßen bearbeitet, und ungefähr zehn anderen extrem angenehmen Anwendungen.

Heute ist der sechste Tag meiner mittlerweile dritten Panchakarma-Kur, und obwohl ich weiß, dass all das Ölen und Massieren, die Dampfbäder, die Abreibungen mit Kräuterpasten oder Reispuddingkompressen dem Großreinemachen dienen, mich von Giftstoffen und Schlacken befreien sollen, interessiert mich dieser medizinische Aspekt nur am Rande. Mir erscheint die Wirkung von Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst, jedes Mal wieder wie Magie: Ich komme an, stelle meine Koffer ab, überlasse mich den Ärzten und Therapeutinnen, und schon nach ein paar Tagen gibt es nichts mehr, was mich treibt. Statt wie daheim beim Joggen Dampf abzulassen, gehe ich frühmorgens zum Yoga und freue mich an den fließenden Bewegungen. Ich, erklärter Fleisch-Fan, schwelge in vegetarischen Köstlichkeiten, ohne etwas zu vermissen, und nehme dabei auch noch ab. Mein Kopf wird frei, meine Haut klarer, glatter und fester, ich bin bestens gelaunt, voller Energie und gleichzeitig vollkommen gelassen.

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  • Text: Tanja Pöpperl
    Fotos: Yuri Arcurs/fotolia.com (1), Odile Hain
    Ein Artikel aus der BRIGITTE BALANCE
Letzte Kommentare
  • Jou-Jou
    am 13.10.10 um 14:05
    Ich habe vor 4 Monaten eine Detox-Kur gemacht mit Unterstützung der Übungs-DVD Detox Yoga mit Canda. Das fand ich sehr hilfreich, weil man mit noch mehr Körperkontrolle dabei ist. Auf industrielle Detox-Erzeugnisse habe ich gänzlich verzichtet, denn schließlich will man sich ja ENTtgiften und nicht mit den Mitteln wieder VERgiften! Ich habe mich nach der Kur sehr viel wohler gefühlt - und das hält bis heute noch an.
  • westofsunset
    am 08.02.10 um 16:56
    Ganz falsch ist:"Dinkelsemmeln, die nach 30-mal Kauen mit Milch oder Joghurt runtergespült werden..." . Das Wesentliche bei der Kur nach F.X.Mayr ist eben, das der gut gekaute Nahrungsbrei (von mir aus 30x kauen, obwohl ich manche Nahrungsmittel länger bearbeiten muß) mit Hilfe von Milch vorverdaut wird. Man zieht die Milch mit einem "Saugen" durch den Brei, schiebt diesen im Mund hin und her, saugt wieder die Flüßigkeit durch den Brei, usw. dieser wird somit genügend "eingespeichelt" (Originalausdruck F.X.Mayr) und wird dann erst geschluckt.
 
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