Die Wahrheit über ... Heißhunger auf Süßes
Nachmittags um 15 Uhr in Deutschland: Wir brauchen Schokolade! Warum eigentlich?
Falls es zum Mittagessen nur Salat gab, ist das vermutlich die Erklärung für den nachmittäglichen Heißhunger auf Süßes: Wir haben einfach zu wenig gegessen. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel fällt, der Körper verlangt Nachschub. Und das sofort. Klar, am schnellsten steigt der Blutzuckerspiegel mit stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, deshalb fordert der Körper Süßigkeiten, Kuchen oder Eis. Auch Fastfood und Weißbrot liefern schnell verfügbare Energie.
Doch Vorsicht: Wenn wir dem Verlangen nachgeben, geraten wir in einen Teufelskreis. Denn wenn wer zu viel Süßes isst, bekommt schneller wieder Heißhunger. Schuld ist der Blutzuckerspiegel, der durch die Süßigkeiten zwar schnell steigt, aber hinterher genauso schnell wieder fällt - und damit neuen Heißhunger provoziert. Diesen Effekt haben übrigens auch stark gesüßte Getränke wie Limonaden und Cola.
Fazit: Der Grund für Heißhunger auf Süßes ist in der Regel, dass wir zu wenig oder das Falsche gegessen haben. Die Schuldigen sind Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und stark zuckerhaltige Getränke.
Gibt es ein Mittel gegen Heiß- und Süßhunger?
Keine Sorge, wir sind den Heißhunger-Attacken nicht hoffnungslos ausgeliefert. Der erste Schritt: Zum Salat beim Mittagessen gibt es in Zukunft ein Vollkornbrötchen. Die in Vollkornprodukten enthaltenen Ballaststoffe machen nämlich länger satt.
Generell gilt: Auf gut sättigende Komponenten beim Essen achten. Das kann Eiweiß sein (Fleisch oder Fisch beziehungsweise bei Vegetariern Tofu sowie Milchprodukte) oder ballaststoffreiche Beilagen wie Vollkornbrot oder Naturreis.
Vollkornprodukte haben wie Obst und Gemüse den zusätzlichen Vorteil, dass sie den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht halten. Da dürfen wir also bedenkenlos zugreifen.
Auch Zwischenmahlzeiten helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden. Obst und Gemüse am besten mit Eiweiß kombinieren, zum Beispiel mit Joghurt oder Quark, oder als Milchshake mit Obst. Bei Obst darauf achten, dass es nicht überreif ist, die Banane sollte eher noch grün sein als zu braun. Denn je reifer das Obst, desto schneller lässt es den Blutzuckerspiegel ansteigen. Perfekt für den Schreibtisch sind Trockenfrüchte oder Studentenfutter. Wer es lieber herzhaft mag, kann alternativ zum Beispiel ein halbes Vollkornbrötchen mit Käse und Tomate oder Gurke als Zwischenmahlzeit wählen.
Trotzdem: Manchmal muss es einfach etwas Süßes sein. Und das Stück Kuchen oder Schokolade bringen uns auch nicht um. Aber auch Naschen geht besser: Statt Vollmilchschokolade oder Mousse au Chocolat am Feierabend gibt es Schokopudding (selbst gekocht mit fettarmer Milch), bei Kuchen greift man am besten zu Hefeteig mit Obst.












