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Milchgetränke
Kalorien und Nährwerte in Milch, Molke, Kefir

Milchgetränke sind herrlich erfrischend und gelten als gesund. Aber was ist da so an Kalorien und Nährwerten drin? Sechs Produkte auf dem Prüfstand.

Foto: Eskite/Corbis

Milch gilt hinlänglich als gesund. Mal abgesehen davon, dass es viele Menschen gibt, die den Milchzucker nicht gut vertragen, eine Laktoseunverträglichkeit haben. Das ist sogar normal, weil die Fähigkeit, Milchzucker zu verdauen, mit zunehmendem Altern nachlässt. Dennoch ist das Thema Laktoseunverträglichkeit mittlerweile sehr populär und wird kontrovers diskutiert (Sind wir alle eingebildete Kranke?). Etwas weniger verbreitet ist die Milchallergie, hier wird Milchprotein nicht vertragen. Zum Glück gibt es inzwischen viele Alternativen zur Kuhmilch, die keine Beschwerden machen, zum Beispiel Ziegen- oder Schafmilch. Auch pflanzliche Produkte wie Mandelmilch, Kokosmilch, Hafermilch oder Sojamilch können speziell für Milchallergiker eine gute Wahl sein.
Für alle, die mit Milch keine gesundheitlichen Probleme haben kommt hier unser Nährwerte-Check.

  • Kefir
    Was ist drin? Kefir
    Das Gute daran Kefir wird traditionell durch die Gärung von Milch mit einem speziellen Hefepilz gewonnen, dabei wird der Milchzucker vollständig zu Kohlensäure und Alkohol (maximal 2 %) abgebaut. Echter Kefir macht deshalb auch bei Laktose-Intoleranz keine Probleme. Industriell erzeugter Kefir heißt "Kefir mild", er enthält dann immer noch Milchzucker, aber fast keinen Alkohol mehr (0,1 %).
    Und? Wegen seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen gilt Kefir als das gesündeste Sauermilchprodukt überhaupt. In der fettarmen Variante hat er etwa so viel Kalorien wie fettarme Milch. Wer mag, kann sich seinen Originalkefir jeden Tag aus einem Kefirpilz selbst ziehen, die Pilze sind über das Internet zu bestellen.
    Pro 100 ml: ca. 50 kcal, 1,5 g F, 3,7 g E, 4,4 g KH
  • Bananenmilch
    Was ist drin? Milch, evtl. Buttermilch, Zucker, Traubenzucker, Stärke, Bananenpüree, evtl. Aroma, evtl. Vitamine
    Das Gute daran Die Kindheitserinnerung! Bananenmilch gibt es wie Kakao schon ewig, die Fix-und-fertig-Milch ist eigentlich nichts anderes als ein Kakao mit Bananengeschmack.
    Und? Viel Zucker ist immer drin, bei den meisten fertigen Bananendrinks bekommt man nur wenig Banane, dafür umso mehr Aromastoffe. Lieber selbst machen, dann ist Bananenmilch ein perfekter Snack nach dem Sport. Bananen liefern Magnesium, die Milch versorgt den Körper mit Proteinen und Kalzium. Einfach eine reife Banane in fettarmer Milch pürieren, mit Zitronensaft abschmecken, fertig!
    Pro 100 ml: ca. 75 kcal, 1,5-2,5 g F, 3,3 g E, 9,5-12,5 g KH
  • Probiotischer Joghurtdrink
    Was ist drin? Joghurt, entrahmte Milch, Zucker, Traubenzucker oder Süßstoffe, Bakterienkulturen, evtl. Aromastoffe
    Das Gute daran Die kleinen Joghurtdrinks enthalten Bakterienstämme, sie sollen die Immunabwehr im Darm stärken. Diese Wirkung ist umstritten, egal ob es um Verdauung, Appetitminderung oder Infektabwehr geht.
    Und? Die fertigen Drinks enthalten sehr viel Zucker und haben zwischen 30 und 80 kcal pro Fläschchen. Bewiesen ist, dass jeder normale Joghurt durch seine Milchsäurebakterien die Darmflora und die Abwehrkräfte positiv beeinflusst. Als Snack zwischendurch schaden die probiotischen Drinks nicht, Wunder bewirken sie aber ganz sicher nicht.
    Pro 100 ml: ca. 30-80 kcal, 0,1-1 g F, 3,1 g E, 3,5-13 g KH
  • Molke
    Was ist drin? Molke pur oder Fruchtmolke, evtl. Zucker, Fruchtpüree, Verdickungsmittel und Aromastoffe
    Das Gute daran Molke entsteht bei der Herstellung von Käse. Sie enthält 94 % Wasser, 4-5 % Milchzucker, etwa 1 % Proteine und maximal 0,2 % Fett. Außerdem Kalium, Magnesium, Kalzium und Jod für Muskeln und Knochen und B-Vitamine für die Nerven. Der Milchzucker reguliert die Verdauung.
    Und? Wer sich traut, sollte sie trinken. Sie sieht allerdings pur nicht sehr appetitlich aus, außerdem riecht sie säuerlich, das schreckt ab. Eine Alternative ist Fruchtmolke, dafür wird Molke mit Fruchtsäften vermischt.
    Pro 100 ml: ca. 20 kcal, 0,2 g F, 0,5 g E, 4,3 g KH
  • Ziegenmilch
    Was ist drin? Ziegenmilch
    Das Gute daran Ziegenmilch ist leichter verdaulich als Kuhmilch. Sie liefert Kalzium, Kalium und Magnesium und die Vitamine A, B1, B2, C, D und E, enthält teilweise sogar viermal so viel davon wie Kuhmilch. Ihre kurz- und mittelkettigen Fettsäuren sind Energiequellen.
    Und? Eine leckere Abwechslung zu Kuhmilch. Ziegenmilch wird von Kuheiweiß-Allergikern meist gut vertragen. Allerdings enthält sie weniger Vitamin B12 und Folsäure als Kuhmilch. Meist wird Ziegenmilch im Supermarkt als homogenisierte und hocherhitzte Milch angeboten, dafür hat sie oft Bio-Qualität.
    Pro 100 ml: ca. 60 kcal, 3,3 g F, 2,9 g E, 4,4 g KH
  • Buttermilch
    Was ist drin? In "reiner Buttermilch" ist tatsächlich nur Buttermilch, "Buttermilch" dagegen kann bis zu 15 % Wasser, Milchpulver oder Magermilch enthalten. "Fruchtbuttermilch" ist (reine) Buttermilch mit Zucker, Fruchtsaft und Aromastoffen.
    Das Gute daran Ein Becher (500 g) deckt 75 % des Tagesbedarfs an Kalzium. Buttermilch ist kalorienarm, mineralstoff- und eiweißreich und hat maximal 1 % Fett. Außerdem hält sie lange satt.
    Und? Buttermilch gibt es in ganz unterschiedlichen Geschmacksausprägungen: sauer oder mild, dickflüssig oder dünn, gesalzen oder pur, mit Butterstückchen oder ohne. Wer nur einmal probiert hat und sie nicht mochte, hat vielleicht die falsche Sorte erwischt, also ruhig noch mal testen!
    Pro 100 ml: ca. 35 kcal, 0,5-1 g F, 3,2 g E, 3,5 g KH
  • Artikel vom 01.12.2014
    Text: Annette Leitz, Susanne Gerlach
    Ein Artikel aus BRIGITTE BALANCE
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